Civilization V (PC-Test)
Vorwort
Civilization V ist der erste Teil gewesen, den ich von der Reihe jemals gespielt habe. Zudem habe ich das Spiel nur einmal durchgespielt und zwar als Bismark von Deutschland. Es hat zwar eine sehr lange Zeit gedauert, jedoch gibt es ja nun deutlich mehr Länder, die man spielen könnte als nur Deutschland und dementsprechend deutlich mehr Spezialitäten auf die ich hier nicht eingehen kann. Zudem kann ich auch keinen Qualitätsvergleich zu anderen Teilen vorlegen, da ich, wie bereits gesagt bisher nur Teil V gespielt habe.
Story
Die Story von Civilization V ist schnell erklärt, denn es gibt ansich keine wirkliche feste Story. Anfangs wählt man sich einen Anführer und somit ein Land aus. Diese führt man dann über Runde und Runde zum Sieg. Hierbei hat man natürlich nicht endlos viel Zeit, wobei die Zeit, die einem zur Verfügung steht, mehr als ausreichend ist.
Gameplay
In Civilization V übernimmt man die Kontrolle über eine von vielen historischen Fraktionen, die sich über alle Epochen der Menschheitsgeschichte erstrecken. Zu Beginn des Spieles fängt man mit einer einzigen Stadt, der Hauptstadt des späteren Reiches an. Von Anfang an übernimmt man dann die Planung für Forschung, Städteausbau und Provinzverwaltungen. Die Forschungen laufen hierbei eher nebensächlich, da sie jeweils einige Runden laufen müssen, bevor sie fertig sind. So wählt man sich eine Forschung aus und wartet die nächsten Runde ab, um die nächste zu wählen. Der Städteausbau erfolgt ähnlich, wobei hierbei verschiedene Kategorien existieren. So kann man sich überlegen, ob man ein weiteres Wirtschaftsgebäude baut, ein Wunder oder weitere Einheiten. Jeder sollte hierbei seinen eigenen Weg finden, da es keine wirkliche Beschränkung der Kombinationen zu geben scheint. Jedoch sollte gerade beim Städteausbau eine gute Mischung gefunden werden, da eine Vernachlässigung auch nur einer der Untergruppen zu herben Nachteilen führen könnte. Die Provinzverwaltung erfolgt mit Bautruppen. Diese schickt man durch seine Gebiete und lässt sie Zuchten, Minen oder Bauernhöfe bauen. Zudem sind sie auch dafür gedacht, um Straßen zu bauen. Sehr gut geeignet für die eigenen Truppen sollte man daher alle Städte, die man im Laufe des Spiel sich aneignet oder gründet mit Straßen verbinden, sofern dies möglich ist. So nun zur Staatserweiterung. Mit steigendem Level der Städte, steigt auch deren Einzugsgebiet, in denen die Bautruppen weitere Landerweiterungen bauen können. Um nun weitere Städte sein eigen nennen zu können und so sein Reich zu vergrößern, gibt es zwei Wege. Entweder man schickt Siedlertruppen los, mit denen man neue Städte gründen kann oder man erobert eine fremde Stadt. Hierbei ist es jedoch egal, ob es eine Stadt von einem Stadtstaat ist oder von einem anderen Staat. Wo wir schon bei der kriegerischen Seite des Spiels sind. Kampfeinheiten gibt es je nach Forschung aus den verschiedensten Epochen. Jede hat daher auch die entsprechenden Eigenschaften, Vorteile und Nachteile. Ob man eine Stadt angreift, sollte man sich jedoch genau überlegen, da es ganz darauf ankommt, ob man mit den Konsequenzen leben kann. So sollte man schauen, wer die Verbündeten und wie stark die feindlichen Einheiten sind. Stadtstaaten haben in der Regel nur wenige Einheiten und sind daher keine wirklich ernst zu nehmenden Gegner, wobei sie im Laufe des Spiels viele Verbündete oder auch starke Verbündete haben können. Die Frage nach den Verbündeten stellt sich natürlich auch bei richtigen Staaten, wobei hier eher die Armeestärke des Staates interessant ist. Die Anzahl der feindlichen Städte ist hierfür ein recht guter Indiz für die eigentliche Stärke. Bei der Eroberung von Städten würde ich außerdem stark davon abraten vor dem letzten, einnehmenden Angriff irgendwelche Nahkämpfer angreifen zu lassen, der Verlust, den diese dann erleiden ist meines Erachtens nach viel zu hoch. Stattdessen sollte man versuchen möglichst mit Fernkämpfern die Stadt erst zu zermürben und dann mit einem einzigen Nahkampfangriff die Stadt einzunehmen.
Im allgemeinen lässt sich jedoch in Civilization V ein Sieg nicht nur über Krieg erreichen, sondern ebenso durch Forschung oder Wirtschaft. Ein Sieg ist also auf alle Wege möglich und sollte daher gut durchdacht sein, mit was man gewinnen möchte.
Technik
Civilization V zeigt die Weltkarte in einer recht schönen Karte. Überall sind kleinere Details zu entdecken, die die Spielwelt interessanter und lebendiger wirken lassen. So gibt es immer mal wieder Wildtiere, die sich liebevoll animiert auf ihrem Feld bewegen und so der Landschaft mehr Realität einhauchen. Ebenso sind alle Einheiten schön animiert und bewegen sich glaubwürdig über die Gebiete. Das ganze wird in einer Top-Down-Grafik präsentiert, die dem Spieler eine gute Übersicht über alle Geschehnisse gibt. Als nettes Gimmick empfand ich die Minimap am unteren Bildschirmrand. So passte die sich permanent auf das bereits entdeckte Gebiet an. Anfangs war sie sehr nahe heran gezoomt, sodass es den Eindruck machte, die Karte wäre nicht so groß, doch je mehr man entdeckt hatte, desto größer wurde die Karte. Die Menüführung innerhalb des Spiels ist übersichtlich und einfach gehalten. Es sollte daher jedem Spieler leicht fallen, sich in die Steuerung und Planung hinein zuarbeiten. Die eigentlichen Taktiken sind dagegen teilweise eine Sache für sich und man muss dort erst einmal gucken, wie man den Sieg erringen will. Eine große Problematik ist jedoch, dass man nur eine Einheit pro Feld platzieren kann. Dies beschränkt die Angriffstaktiken stark und zwingt den Spieler noch mehr dazu taktisch vorzugehen, da die meisten Taktiken nicht funktionieren, sobald sie mit auch nur einer Einheit mehr passieren sollten. Als Beispiel hatte ich in meinem Spielstand den Großteil meiner Armee im Hinterland und musste sie warten lassen, bis sie gebraucht wurden. Somit entstanden teilweise 3-5 Belagerungen gleichzeitig, da ich meine Armee nicht rumstehen lassen wollte.
Fazit
Civilization V ist definitiv ein Spiel mit Suchtfaktor. Die kurzen Runden und einfache Steuerung sorgen dafür, dass man immer noch eine Runde spielen möchte. Die Sache mit dem eine Armee pro Feld ist eine sehr nervige Sache. Empfehlenswert ist das Spiel daher für Spieler, die sich gerne über längere Zeit im Aufbau vertiefen wollen und ein dickes Fell gegenüber Begrenzungen haben.
asaheil am 27. Juni 16
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Palpatines Erben (PC-Review)
Vorwort
Dieser Test ist mehr in eigener Sache und ist außerhalb jeder Einstufung. Da es sich hierbei um ein Foren-Rollenspiel handelt, ist dies natürlich noch mehr eine persönliche Meinung und muss nicht auf jeden zutreffen.
Story
In Palpatines Erben ist man ein Soldat im Star Wars Universum. Dabei spielt man in der 117. Flotte zwischen der Zerstörung des 1. und des 2. Todessterns. Natürlich schreitet die allgemeine Story weiter voran und ist daher eine Momentanaufnahme des aktuellen Standes zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes. Zum aktuellen Zeitpunkt befindet sich die Flotte bei der Raumwerft von Corellia und musste gerade erst einen feindlichen Angriff auf eben diese Werften überstehen. Soviel zur Rundumstory…
Die eigentliche Story in diesem Foren-Rollenspiel ist natürlich die individuelle Story eines jeden einzelnen. Hierbei sind bis auf militärisch Regelungen keine Grenzen gesetzen. Man entscheidet selber in welchem Bereich man tätig sein möchte. Zu wählen ist hier zunächst einmal die Laufbahn, welche man einschlagen möchte. Zur Auswahl stehen eine Laufbahn in den Manschaftsgraden, eine Laufbahn als Unteroffizier oder als Offizier. Bei den letzten beiden gibt es wiederum die Wahl zwischen der Army, der Navy und der Verwaltung. Je nachdem für welche Laufbahn man sich Schluss endlich entscheidet, erhält man eine gewisse Grundausbildung und die Einweisung in die entsprechenden Aufgaben. Weiterbildungen sorgen im Laufe des Spiels für zusätzliches Wissen, die benötigt werden höhere Ränge bekleiden zu können. Hat man seine Laufbahn gewählt, entscheidet man sich welche Verwendung der erstellte Charakter übernehmen soll. Hierbei wird jede erdenkliche Soldatenrolle angeboten, wobei die Plätze für Offiziere logischer Weise sehr begrenzt sind. Soll der Charakter in vorderster Front kämpfen, so empfiehlt sich eine Karriere bei den Sturmtruppen. Möchte man lieber am Steuer eines TIEs sitzen, so freuen sich die Piloten immer über Neuzugänge. Liegt das Interesse eher bei der Entwicklung und Wartung von technischen Anlagen und Fahrzeugen/Raumschiffen, so haben die Techniker immer einen Platz frei. Aber auch abseits der üblichen Berufe gibt es seine Möglichkeiten. Beispielsweise bietet sich eine Karriere als Fahrzeugpilot an oder als Royal Guard für den besonderen Schutz von hochrangigen Persönlichkeiten. Dabei versucht das Spiel jedoch möglichst fiktiv zu bleiben und nutzt nur die nötigsten wirklich vorkommenden Figuren aus Star Wars, wie Palpatine und Darth Vader, wobei diese im Spielverlauf eher sehr selten ihren Auftritt haben, um die Eigenständigkeit der Geschehnisse der 117. Flotte nicht zu vermindern. Hat man nun den Werdegang des Charakters ausgewählt, erfolgt die eigentliche Beschreibung des Charakters. Wichtig ist hierbei jedoch vorerst nur der Name der Spielfigur. Alle anderen Hintergrundgeschichten und Angaben zur Person sind rein optional und dienen lediglich dazu, dem eigenem Charakter mehr Tiefgang zu verleihen. Hat man nun die ersten Hürden gemeistert und befindet sich im normalen Dienst, so kann man fröhlich mit den NPCs vor sich hinschreiben in kleineren Storys, die sich um den Charakter und/oder sein Berufsfeld drehen. Hierbei werden alle NPCs von höher rangigen Spielern gespielt, wobei man später je nach eigenem Rang auch selber NPCs schreiben darf. Um den Spielfluss nicht zu stören, sollte dabei jedoch darauf geachtet werden, dass man nur da schreibt, wo sich der Charakter auch wirklich befindet. So wäre es unrealistisch, wenn man in zwei Themen gleichzeitig schreibt und der Charakter sich somit an zwei verschiedenen Orten gleichzeitig befinden müsste. Ebenfalls ist es natürlich auch nicht möglich, dass der Charakter zwischen zwei Orten innerhalb von nur einem Tag hin und her springt, so dauert die Anreise nach der Ausbildung momentan zum Beispiel eine Woche. Diese Zeit wird allerdings hier auch benötigt für den Hauptadmin, dass er alle Unterlagen für den Spielercharakter fertig machen kann. Einmal im Monat findet zudem noch ein besonderer Einsatz statt, bei dem man besondere Auszeichnung und Punkte für den Charakter sammeln kann. Hierbei sollte ebenfalls auf Realität geachtet werden. Ein einfacher Rekrut, der eine ganze Armee von Rebellen im Alleingang tötet, wäre daher nicht sinnvoll. Ideen für die normalen kleineren Storys können von jedem als Idee kommen und benötigen nichts weiter als alle Charaktere, die hierbei mitspielen sollen. Bei den Monatseinsätzen wiederum ist die ganze Sache etwas komplizierter. So gibt es einen Hauptspielleiter, der nur von dem Hauptadmin gespielt werden kann. Dieser ist für den Start und das Ende nötig. Es gibt den Bewertenden, der nach der Story die Beiträge auszählt und eine Bewertungsumfrage zu jedem Charakter erstellt und auswertet am Ende. Aus dieser geht dann hervor, wie viele Punkte man für den Einsatz bekommt. Dann gibt es noch den Spielleiter, der alle Situationen und Veränderungen mitteilt und die Story überwacht, dass alles gut von der Hand geht und ob alle Beteiligten ihren Spaß haben. Als letztes gibt es den Storyschreiber, der die Grundstory und die Situationen vorgibt. Im Idealfall sind Storyschreiber und Spielleiter ein und dieselbe Person, da er dadurch dafür sorgen kann, dass die Story so verläuft, wie er es sich gedacht hatte. Die Aufgabe des Bewertenden ist eine spezielle Aufgabe im Spiel, wofür man sich erst einmal grundsätzlich bewerben muss und für die dann ein Dienstplan zu beachten ist. Für einen Storyschreiber und einen Spielleiter muss man mindestens einen Offiziersrang bekleiden, da einem sonst die entsprechenden Weiterbildungen dafür fehlen.
Gameplay
Palpatines Erben kommt als Forenspiel bis auf kleinere Bilder nahezu komplett ohne grafisches Interface aus. Was jedoch nicht schlecht ist. Somit bleibt der Fantasie jedes Einzelnen mehr Freiheit. Die Atmosphäre ist sehr freundlich und es macht jeden Tag aufs neue Spaß mit den anderen zu schreiben. Vor allem macht es sich gut, wenn man sich auf den TS3-Server einklinkt und somit eine direkte verbale Verbindung mit anderen Spielern aufnehmen kann. So sind Absprachen, Planungen und offTopic Gespräche deutlich einfacher und sorgen ebenfalls für viel Unterhaltung. Neben dem allgemeinem Schreiben an Geschichten jeglicher Art, gibt es spezielle Sonderaufgaben, die auf freiwilliger Basis übernommen werden kann. Beispiele hier für sind Bewertender und Schreibkraft der Führung. Der Bewertende liest Beiträge von Einsätzen aus, eröffnet eine Umfrage dazu und wertet diese aus. Die Schreibkraft der Führung erstellt Ankündigungen zu allen Entscheidungen der Führung.
Neben jederzeit kommenden Kleinaufträgen, an denen sich alle beteiligen können, um Punkte dazu zu verdienen, gibt es noch das Centerpoint Magazin. Es handelt sich hierbei um eine Zeitschrift, die von allen Spielern, die zur Redaktion gehören, erstellt wird. Was sich dort drin jedoch genau befindet, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur soviel noch, dass sie auf der Homepage, dem Forum und der Facebookseite zu finden ist und alle 2 Monate erscheinen wird. Die erste Ausgabe kommt am 01.06.2016 raus.
Als weitere Besonderheit haben wir ein Soldsystem entwickelt, welches jedem Spieler monatlich einen Sold zur Verfügung stellt, der sich nach dem Rang und besonderen Zusätzen richtet.
Technik
Da es sich um ein Forenrollenspiel handelt, ist in dieser Kategorie nicht viel zu sagen. Es handelt sich um eine gut sortierte und unterteilte Forenübersicht, die sicher jeder schon einmal in einer anderen Form bereits gesehen hat. Jedoch gibt es selten Foren, die so bis ins Detail untergliedert ist, wie das Forum von Palpatines Erben. Zu dem eigentlichen Forum existiert auch eine Webseite, die ich am Ende im Fazit verlinken werde und über die man wiederum zum Forum gelangt. Des weiteren besitzt Palpatines Erben auch eine Facebookseite.
Fazit
Palpatines Erben ist definitiv kein Spiel für jedermann, jedoch wenn man sich auf die Art und Weise einlässt und immer selber durch neue Ideen dafür sorgt, dass sein Charakter weiter kommt, der sollte sich in diesem Foren Rollenspiel nicht nur gut zurecht finden, sondern auch entsprechend Spaß daran haben.
asaheil am 24. Juni 16
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Assassins Creed: Unity (PC-Test)
Vorwort
Um das gleich einmal vorweg zu nehmen, ohne jegliche Vorabinformationen zu meiner persönlichen Meinung zu verraten, muss ich sagen, dass Assassin’s Creed zu einer der Reihen gehört, bei denen ich jeden Teil gespielt habe oder noch spiele möchte.
Ich werde daher Unity teils als eigenständiges Spiel und teils als Spiel aus der Reihe zu betrachten.
Story
Man startet als kleiner Junge namens Arno, der seinen Vater begleiten sollte. Kaum das dieser jedoch wichtigen Geschäften nachgehen muss, muss Arno sich damit zufrieden geben, auf einem Stuhl in einem Gang zu warten. An dieser Stelle bekommt er von seinem Vater eine Uhr geschenkt, um selber nachschauen zu können, wie lange er noch auf seinen Vater warten müsse. Da dies für einen kleinen Jungen natürlich viel zu langweilig ist, lässt er sich schnell von dem kleinen Mädchen Elize ablenken. Nachdem sie eine ganze Weile getobt hatten und Arno wieder zurück zu seinem Stuhl geht, hat sich in dem Gang bereits eine Menschenmenge versammelt. Sein Vater wurde ermordet.
Elize und ihr Vater nehmen ihn auf und kaum dass er alt genug ist, wird auch sein Ziehvater vor seinen Augen ermordet. Sofort wird er als Mörder verdächtigt und in die Bastille gesteckt.
Aus dieser kann er mit Hilfe eines seiner Mithäftlingen fliehen.
Es handelt sich hierbei um einen Assassinen, wie Arno kurze Zeit später erfährt.
Bei seiner nächsten Begegnung mit Elize stellt sich nun jedoch heraus, dass sie wiederum eine Templerin ist, was sie beide zu Erzfeinden macht.
Soviel zum Anfang der eigentlichen Storyline. Wie üblich werde ich an dieser Stelle aufhören, um einen Spoiler der weiteren Geschehnisse zu vermeiden.
Was jedoch noch zu erwähnen wäre, ist die Storyumgebung: die französische Revolution.
Gameplay
Um nicht gleich mit den negativen Punkten anzufangen, beginne ich doch lieber mit der Umgebung des Spiels. Den Hauptteil des Spiels verbringt man in Paris. Es gibt zwar noch zwei weitere französische Schauplätze, aber die lass ich hier komplett raus, da sie nur kurz in der eigentlichen Story vorkommen und sehr klein sind, weswegen man sehr wenig durch zu tun hat.
Das Paris zur Zeiten der französischen Revolution ist sehr gut gelungen. Die Atmosphäre stimmt vorne und hinten. An nahezu jeder zweiten Straßenecke begegnet man aufgebrachte Menschenmengen und/oder Barrikaden. Die Straßen sind gut gefüllt von kleineren Händlern, Bürgern, Soldaten oder anderem.
Wie in allen anderen Teilen davor, gibt es hier natürlich auch wieder die Möglichkeit neue Gebiete auf der Karte “freizuschalten”, indem man zu Aussichtspunkten hinauf klettert und diese dann synchronisiert. Ebenfalls übernommen aus alten Teilen, sind die verschiedensten Arten von Sammelobjekten. So kann man überall in der Stadt verstreut Truhen finden, die meistens Geld enthalten. In Unity gibt es dann noch weitere Sammelmarken, die teils unterirdisch teils überirdisch, teils in Fußboden Nähe teils über den höchsten Dächern zu finden sind. In den verschiedensten Häusern gibt es so genannte Artefakte, die optisch gesehen einfach nur Schildwappen sind. Wie üblich dient das Sammeln solcher und aller ähnlichen Objekte nur der Erreichung der 100% Zahl am Ende des Spielstands. Ich habe während des Spielens keine weiteren Vorteile erkennen können, die daraus hervor gehen sollten.
Das Housing-System aus den Vorgängern (Black Flag = Pirateninsel; 3 = Herrenhaus mit “Dorf”) hat auch hier wieder Einzug gehalten. So hat man diesmal ein Café, welches mit speziellen Missionen ausgebaut werden kann und dessen Einnahmen erhöht werden können, indem man weitere Immobilien aufkauft und renoviert. Die gesammelten Einnahmen aus diesen Geschäften werden in einer Kiste hinterlegt, die sich in dem Gebäudekomplex befindet, das Café, Hauptbasis der Pariser Assassinengilde und persönliches Haus beinhaltet.
Kommen wir nun zu den zu bemängelnden Dingen von Unity.
Es gibt ein Problem, dass hatten alle Teile davor auch schon zu bewältigen, eine schreckliche Steuerung. In Unity wurde eine neue Art der Steuerung eingeführt, bei der der Spieler selber entscheiden kann, ob er gerade aus weiter, nach unten oder nach oben klettern wollte. Die Idee dahinter war sicherlich hervorragend, aber die Umsetzung ist leider grauenhaft. Technisch funktioniert es zwar, jedoch ist die ohnehin schon bescheidene Steuerung dadurch nicht wirklich besser, wenn nicht sogar noch schlimmer geworden. Vor allem macht es sich bemerkbar, wenn man schnell hinter jemandem hinterher rennen muss und dieser in eine der engeren Straßen flieht.
Zum nächsten Problem möchte ich noch kurz vorher auf die Waffenauswahl eingehen, da es meines Erachtens nach dazu gehört. Die Waffenauswahl ist natürlich auch in diesem Teil groß. In Unity hat man eine große Auswahl an Waffenkategorien, wie zum Beispiel Einhänder, Zweihänder, Pistolen oder Gewehren. Möglich ist es jedoch logischer Weise nur die Einhänder und Pistolen gleichzeitig ausgerüstet zu haben, da alle anderen Waffenarten beidhändig sind. Solange man sich nicht im Kampf befindet, ist es außerdem möglich die bereits gekauften Waffen auszurüsten oder neue Waffen zu kaufen. So kann man beispielsweise erst mit einem präzisen Gewehr einige Feinde aus der Entfernung ausschalten und dann, vorausgesetzt man wurde noch nicht entdeckt, wechselt man auf das Einhandschwert und man die übrigen Feinde im Nahkampf fertig. Das ist auf jeden Fall eine sehr interessante Möglichkeit, um verschiedenste Kampftaktiken auszuprobieren. Was mich jedoch daran etwas gestört hatte, das gab es nämlich früher schon und wurde bei Unity völlig rausgenommen, ist, dass die Waffen von besiegten Feinden nicht aufgenommen werden konnten. Es würde dem ganzen deutlich mehr Taktikvielfalt bieten, wenn man feindliche Aggressoren mit ihren eigenen Waffen gegenüber treten könnte. Zumal man dadurch umgehen würde, sich durch das deutlich sichtbar für Konsolen entwickelte Menü zu quälen.
Kommen wir nun zum eigentlichen zweiten Problem, das “realistische” Kampfsystem. Natürlich ist das Kampfsystem von Assassins Creed noch nie sonderlich realistisch gewesen aus den meisten Augen, jedoch sollte man hier nicht vergessen, dass man einen ausgebildeten Profikiller spielt, aus einer Vereinigung von Profikillern, die das schon seit mehreren Jahrhunderten macht. Daher ist es meines Erachtens nach nicht grade unverständlich, warum ein Kampf gegen 5 Gegnern innerhalb von Sekunden vorbei ist. Da dies jedoch die Kämpfe für den Spieler etwas zu einfach macht, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Die Idee, das Kampfsystem realistischer zu machen, ist hierbei jedoch ,genauso wie die Steuerungsänderung, nach hinten losgegangen. Dadurch, dass die Feinde nun mehr aushalten und man selber gefühlt weniger, ist es umso notwendiger, dass die Bedienung und die Umsetzung perfekt passt. Was ich jedoch mehrmals mitbekommen habe, hat mich nicht gerade selten dazu gebracht, das Spiel zu beenden und erstmal nicht wieder anfassen zu wollen. Da in Unity scheinbar jeder eine Nahkampfwaffe besitzt, ist es verständlich, dass jede Waffe und jeder Königstreuer ebenfalls noch eine Schusswaffe besitzt. Seltsam wird es jedoch, wenn diese einen noch sehen und abschießen können, wenn man bereits um eine Ecke, hinter einer Mauer oder in einer Menschenmenge verschwunden ist. Soviel zu Realismus. Es kam leider zu häufig vor, dass ich gestorben bin, weil mich eine Kugel getroffen hat, die um eine Steinecke hätte fliegen müssen. Ebenso ist mir aufgefallen, dass Rauchgranaten oder Betäubungsgranaten den Feinden im Umkreis teilweise ebenfalls egal waren und mich fröhlich weiter angriffen, was ebenfalls zu oft zum Tod führte. Mal abgesehen von diesem Desaster gibt das Kampfsystem noch mehr Frustgründe. Wäre die Umsetzung des Konters gelungen, wäre es ein spaßiges System. Drücke, wenn der Balken über dem Feind gelb wird. Nun gibt es aber das Problem, dass der Balken erstens nicht immer gelb wird und manchmal nur ein Bruchteil gelb ist. Desweiteren kam es häufig vor, dass Arno gar nicht auf die Idee kam zu blocken, auch wenn ich die entsprechende Taste rechtzeitig gedrückt hatte. Daher ist das Kampfsystem eine zweite sinnlose Veränderung gewesen, die in der Assassins Creed Reihe nicht sein muss.
Meine letzte Anmerkung an den Problemen im Gameplay liegen in der Masse an Nebenaufträgen. Es ist zwar schön, wenn man genügend zu tun hat abseits der Haupthandlung. Es sind auch nett inszenierte Pariser Geschichten dabei. Jedoch wird es sehr schnell eintönig und andere Nebenaufträge handeln auch immer von ähnlichen Dingen. Töte Person X, stehle von Person X oder verteidige Person X. Es ist immer das gleiche und immer ist es recht schnell getan. Da hatten sich die Vorgänger deutlich besser ins Zeug gelegt. Natürlich waren die Quests dort auch schon ähnlich aufgebaut, jedoch konnte man in Black Flag bei einer Attentatsmission darauf gefasst sein, dass man eine kleine Insel mit Wachpersonal vorfindet, während man in Unity einen Typen töten muss, der einsam und völlig abwesend durch menschenleere Gassen streift. Ein anfangs nettes Gimmick sind die Gruppenereignisse. Diese tauchen spontan in der Umgebung von Arno auf, behandeln jedoch ebenfalls nur die Aufgabentypen “Töte sie!”, “Verscheuche sie!” oder “Ramme sie!”. Es ist zwar recht nett sowas, allerdings wird es in Unity so massiv zur Verfügung gestellt, dass es allerhöchstens als Zeitschindung zu verstehen ist, um eine höhere Spielzeit zu erreichen.
Da in Unity der Koop offenbar sehr hervorgehoben wurde, ist es verständlich, dass dieser in Game häufig zu finden ist. Ich selber habe jedoch diesen nicht ausprobiert, stell es mir jedoch sehr unterhaltsam vor, wenn man mit Freunden solche Missionen spielt. Was mich dabei jedoch etwas genervt hat, war, dass man keine Chance hatte, diese Quests auszublenden. So ploppen ständig die Koopquests auf, auch wenn man überhaupt nicht im Koop spielen möchte...
Technik
Eine große Detailreichheit sorgt für stimmungsvolle Atmosphäre in punkto Grafik. Die Texturen von Boden, Wänden, Kleidungsstücken und Personen sind nahezu makellos, wenn man diese mit ähnlichen Spielen vergleicht, die ungefähr zur selben Zeit herausgekommen sind. Grafikfehler sind mir während der Spielzeit keine aufgefallen, daher möchte ich auf diesen Unterpunkt kaum weiter eingehen.
Bei der Physik sind mir dagegen jede Menge Fehler aufgefallen, doch zunächst einmal die üblichen Verdächtigen und positive Aspekte der Assassins Creed Reihe. Wie unrealistisch manche Sprünge sind, brauche ich, denke ich mal, nicht zu erwähnen. Bleiben wir jedoch bei der Steuerung. Häufig ist die Umsetzung der Steuerung ein Grauen, wie oben bereits beschrieben. Befindet man sich beispielsweise auf einem Aussichtspunkt und möchte mit Shift+W+E nach unten in einen Strohhaufen springen, dann klappte dies zwar die meiste Zeit, jedoch kam es auch leider zu häufig vor, dass er lieber Schritt für Schritt herunter klettern wollte. Dieses Problem ist jedoch eher als Meckern auf höchstem Niveau zu verstehen.
Kommen wir dann zu den eigentlichen Mysterien. Die Physik sieht in fast alles Teilen des Spiels wirklich gut aus und fühlt sich realistisch an. Jedoch sind die Todesanimationen etwas merkwürdig. Wobei diese bei Feinden realistisch rüber kommen, jedoch bei Arno direkt sehen sie sehr merkwürdig an. So sackt dieser jedes mal nur zusammen, ohne die Gesetze der Physik zu berücksichtigen. Die meisten Todesanimationen würden dafür sorgen, dass Arno zur Seite oder nach hinten fallen müsste, jedoch sacken die Beine einfach ein, sobald die eigentlichen Animation abgeschlossen ist. Des Weiteren ist mir häufig aufgefallen, dass tote Körper und Waffen in den Wänden stecken bleiben und anfangen wild zu wackeln. Im eigentlichen Spielfluss fällt so etwas kaum auf, jedoch wenn man es bemerkt, dann ist es durch aus nervig.
Fazit
Unity sorgt zwar für eine gute Stimmung durch seine Umgebung und die Grafik, hat jedoch einige Probleme, die den Spielspaß mindern können. Wer ein Fan der Reihe ist, dürfte ziemlich enttäuscht sein von diesem Teil der Reihe. Wer als Neuling in die Assassins Creed Reihe eintauchen will, sollte sich vielleicht lieber einen anderen Teil suchen, um sich nicht eine so gute Reihe zu versauen. Unity ist definitiv das schlechteste Spiel der Reihe bisher. Hoffentlich sorgen nach folgende Teile wieder für mehr andauernden Spielspaß.
asaheil am 19. Mai 16
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Mad Max (PC-Test)
Vorwort
Nach 70 Stunden Spielzeit und nahezu allem was man erledigen und sammeln kann, kommt hier mein Test zum Spiel Mad Max. Vergleiche zum Film werde ich jedoch nicht aufstellen, da hier das Spiel separat betrachtet werden soll.
Story
Die Welt ist nach einer Katastrophe überdimensionaler Ausmaße in eine Wüste verwandelt worden. Der Hauptcharakter Max fährt mit seinem Schmuckstück der V8 Interceptor durch die Lande. Plötzlich wird er von den Warboys von dem Warlord Scrotus angegriffen. Er muss nach kurzem Widerstand schwer was einstecken und sein geliebtes Fahrzeug wird ihm genommen. Mit letzter Kraft schafft er es, einen Kampf mit Scrotus selbst auf seiner fahrenden Festung zu provozieren, in dem er zunächst einen Hund abwehrt, der später noch eine recht wichtige Rolle spielen wird und Schluss endlich dem Warlord seine eigene Kettensäge tief in den Schädel treibt. Trotz dessen wird er vom Fahrzeug geworfen und findet sich wenig später an der Seite des Hundes wieder. Beide wurden zum Sterben zurück gelassen. Aus gerade noch Gegnern werden schnell Weggefährten und so machen die beiden sich auf die Suche nach einer Wasserquelle. Der Hund rennt vor und verschwindet aus Max Sichtfeld. Als dieser es endlich schafft, dem Hund zu folgen entdeckt er diesen in einem Käfig des Schwarzfingers oder Mechanikers Chumbucket. Er schloss sich Max ebenfalls an und steht ihm seit diesem Moment jederzeit als Feldmechaniker zur Verfügung, da er immer hinten auf dem Auto des Probanden steht und im Notfall das Auto repariert.
Zunächst kommen die 3 völlig fremden Kameraden bei Chum unter, werden von dort jedoch recht schnell vertrieben, nachdem sie für Max ein neues gutes Gefährt organisiert hatten. Sie fliehen in das angrenzende Gebiet und bieten ihre Hilfe dem Oberhaupt der dortigen Festung an im Gegenzug für einen Platz, den sie als Werkstatt nutzen können.
Von hier aus befreien sie das Land von der Herrschaft des Scrotus Stück für Stück. Egal ob Scharfschützen, Türme oder ganze Lager, Max räumt im gesamten Gebiet auf.
Der weitere Verlauf der Geschichte ist schnell zusammengefasst. Sie reisen immer weiter von Gebiet zu Gebiet. Kommen gegen Hilfeleistungen bei immer weiteren Festungen unter und befreien das Land. Erst als sie in der großen Hauptstadt Gastown angekommen sind verdichtet und verändert sich die Story. Dazu werde ich hier jedoch nichts sagen, da ich keinen all zu großen Spoiler hier einbauen möchte.
Natürlich, wie es sich für ein OpenWorld Titel gehört, gibt es auch die Möglichkeit zahlreiche Nebenmissionen zu erfüllen, die jeweils in sich eine eigene kleine Story bilden oder zur Atmosphäre des Spiels beitragen.
Gameplay
Mad Max stellt sich selber als ein klassisches OpenWorld-Actionspiel hin, wie die Assassins Creed Teile oder Far Cry, und bietet damit viel zu sehen, zu erledigen und zu entdecken. Besonders für wachsame Spieler, entdeckt man hinter so mancher Ecke Geheimnisse oder Andeutungen auf frühere Zeiten. So kommt es vor, dass man sich einen engen Bergpfad hochquält und an Felskanten lang schleicht, um am Ende 2 Skelette zu finden, die Arm in Arm auf einer Matratze in einem versteckten kleinen Lager liegen. Offenbar wussten diese beiden, dass ihr Ende bald gekommen war und wollten die letzten Stunden bis zum Tod gemeinsam bestreiten. Solche und ähnliche Dinge findet man an vielen Ecken, der riesigen Spielwelt. Neben dem Entdeckergeist, wird auch die Sammelwut einiger Spieler belohnt. So ist es eben auch möglich Schrott, welches als Währung dient, oder Artefakte zu finden. Diese Artefakte sind in der Regel alte Bilder von vor der Katastrophe mit einem Spruch oder kurzem Text auf der Rückseite oder eben direkt ein Brief, der meistens möglichst kurz gefasst ist. Sie zeigen dem Spieler eine Welt kurz vor der Katastrophe, aber auch kurz danach und wie sich die Menschen versuchen zu retten und zu überleben. Teilweise bekommt man so aber auch indirekt von dem Tod einiger Personen mit. Dies dient alles natürlich, um einen schönen Rahmen für dir Story zu geben. Schade hierbei ist jedoch, wie bei so vielen OpenWorldTiteln, dass die eigentliche Hauptstory recht kurz ist und durch die vielen Aktivitäten und Nebenaufträge stark in den Hintergrund gedrängt wird.
In der Spielwelt erwarten uns 6 Gebiete, die jeweils eine andere Art von Umgebung mit sich bringen. So gibt es ein Gebiet, wo man Minuten lang durch die Wüste fahren kann, ohne einmal etwas von Menschen Geschaffenes zu entdecken. Im Gegenzug dazu gibt es natürlich auch Gebiete, wo man nahezu vergeblich nach normalem Boden sucht, weil bis auf die Wege alles aus alten Schrottteilen wie Autos besteht. Noch eine extreme Gegend wären die größeren Bergpassagen, bei denen man schnell abrutschen und weit von der Strecke abkommen kann, wenn man mal nicht aufpasst oder von der Straße abgedrängt wird. Neben den ganzen extremen Gebieten gibt es aber auch gemäßigtere Gegenden, in denen eine gesunde Mischung aus Wüste, Straßen und Nachweise der damaligen Zivilisation zu finden sind.
Wo genau die Welt von Mad Max spielt weiß ich leider nicht, jedoch wäre es denkbar, dass es teilweise ehemalige Wassergebiete waren, da man neben einem Leuchturm auch mehrere größere Schiffe finden kann. 2 davon werden sogar als Festung benutzt im Laufe der Story.
Die Suchbereiche bieten die meisten Nebentätigkeiten. Hier kann man Schrott, Artefakte und Aufrüstungsteile sammeln und seine Wasservorräte und Treibstoffkanister wieder auffüllen. Die Idee, dass man das alles in der Welt finden kann, ist zwar sehr anfangs sehr stimmungsvoll, wird jedoch schnell sehr nervig, da es ansich immer wieder das gleiche ist, nur im jeweils anderen Bereich, daher mit neuer Maske.
Ähnlich zu den Suchbereichen sind die feindlichen Lager. Diese sind befestigt und es tümmeln sich immer jede Menge an Gegner in seinem Inneren. Zusätzlich zur Eliminierung von allem feindlichen und dem Sammeln von Gegenständen gibt es in jedem Lager etwas zu tun, um das Lager zu übernehmen bzw zu befreien. Dies ist ebenfalls anfangs sehr spannend, jedoch bemerkt man sehr schnell, dass es ansich nur 4 verschiedene Arten von Lagern gibt und somit nur 3 verschiedene Siegesaufgaben. Die 1. wäre es, dass man einen Unterboss besiegen muss. Die 2. wäre, dass man eine bestimmte Anzahl an Gegnern im Lager besiegen muss. Die 3. wäre, dass man eine oder mehrere Öhlpumpen zur Explosion bringen muss. Die 4. und letzte Aufgabenart ist es, dass man mehrere Öltanks zur Explosion bringen muss.
In Suchbereichen sowie in Lagern erweist es sich als äußerst nervig, wenn man ein einziges Teilchen nicht gefunden hat, da man, wenn man die 100% für diesen Suchbereich/Lager haben will, das gesamte Gebiet noch einmal und noch einmal durchsuchen muss. Meistens sind es Schrottteile oder Insignen, die man zerstören muss, die einem am Ende fehlen und bis auf die 100% bringt es einem rein gar nichts, da man schnell an dem Punkt angekommen ist, dass man zuviel Schrott hat, den man nicht mehr ausgegeben kann, da man schon alles gekauft hat.
Jedes befreite Lager liefert nämlich kontinuierlich Schrott auf das eigene Konto.
Die größte Abwechslung zum Alltag in der Welt von Mad Max, fande ich, waren die Kolonnen. Bei diesen gab es jeweils ein stark befestigtes Hauptfahrzeug, das von einem größeren Konvoi bewacht wird und immer die selbe Strecke abfährt. Die Aufgabe hierbei besteht in der kompletten Zerstörung der Kolonne, was jedes mal wieder Spaß macht. Allerdings gab es vielleicht etwas zu wenige davon, da sie schnell alle erledigt waren.
Vom Spielerischen her war das Unterhaltsamste und Spannenste der Nahkampf gegen zahlreiche Gegner. Wo man bei bis zu 4 Gegnern noch viel zu leichtes Spiel hat, muss man bei 6 aufwärts deutlich mehr aufpassen. Vor allem wenn in der feindlichen Gruppe auch stärkere Gegnertypen vorhanden sind, die zB mit Waffe und Schild auf einen losstürmen.
Solche Kämpfe haben mir bis zum Schluss immer am besten gefallen, da sie nie gleich abliefen, sondern man immer wieder sich auf neue Situationen einstellen musste und die Umgebung im Auge behalten musste.
Wer einen Vergleich mit anderen Spielen haben will, würde ich die Kampferfahrungen, die ich in Mad Max gesammelt habe, mit den Assassins Creed Teilen vergleichen. Der Protagonist nimmt es ohne Probleme mit einer Überzahl an Gegnern auf, solange man rechtzeitig blockt und kontert.
Technik
Die Grafik ist in seiner ganzen Bandbreite an Sandstürmen, Felsenregionen, Schadensmodellen und Kleinigkeiten eine wahre Augenweide. Es ist durchaus oft vorgekommen, dass ich einfach nur durch die Gegend gefahren bin oder mich auf höher gelegene Gebiete gestellt hab, um die Landschaft zu bewundern. Durch die hohe Abwechslung an Umgebungen, sollte es eigentlich deutlich schwerer sein, eine einheitliche Grafikqualität zu bieten. Wie gesagt… Eigentlich… Bei Mad Max stimmt die Grafik an nahezu jeder Ecke. Mir sind nur wirklich sehr selten mal schwebende Steine oder dergleichen aufgefallen. Die Texturen sind ebenfalls äußerst stimmungsvoll, solange man nicht all zu dicht ran geht. Dort sind sie zwar auch in einer entsprechend guten Qualität vorhanden, jedoch im Vergleich zum Gesamtkonzept lässt hier die Qualität leider ein wenig nach. Wenn man von dem nun aber ab sieht, findet man viele kleinere und größere Grafikdetails. So zum Beispiel die sehr gut imitierten Reifenspuren im Sand oder sichtbare Schäden am eigenen und an fremden Fahrzeugen. Hier mangelt es jedoch ein wenig an Realismus. Natürlich rüstet man sein Auto immer weiter auf, um so die absolute Tötungsmaschine zu kreieren, jedoch schien mir an vielen Stellen der Kollisionsschaden als nicht gerade physikalisch korrekt. Es geht hierbei gar nicht unbedingt darum, dass man nahezu unverwundbar ab einem bestimmten Punkt, da man durch aus durch Rammattacken ins Heck oder die Seiten immer noch starken Schaden erleiden muss. Vielmehr ist die Art und Schnelligkeit der Reparatur durch den Mechaniker deutlich unrealistisch. Hierbei ist mir natürlich bekannt, dass das Spiel hier deutlich unattraktiver wäre, wenn die Reparatur realistisch wäre. Jedoch gibt es ansich nur 2 Arten der Reparatur und hier liegt das sichtbar unrealistische. Reparatur 1 ist bei kleinen und mittleren Schäden. Der Mechaniker springt auf die Motorhaube und schraubt mit seinem Schraubenschlüssel am Motor rum, um so den Schaden zu beseitigen. Reparatur 2 ist bei schweren Schäden, wenn das Fahrzeug bereits angefangen hat zu brennen. Hierbei springt der Mechaniker auf die Motorhaube und löscht mit einem kleinen Feuerlöscher das Feuer bevor er anfängt mit seinem Schraubenschlüssel rum zu hantieren. Bei beiden Reparaturverfahren springt der Mechaniker auf die Motorhaube und schraubt bzw arbeitet am Motor. Es ist hierbei völlig egal, wo der Schaden entstanden ist, da der Schaden des Fahrzeugs nur auf den Motor zurück zu führen ist. Da ein Auto jedoch an so viel mehr Stellen erheblichen Schaden erleiden kann, der das Fahrzeug ebenfalls zum Stillstand zwingen kann, wären dort wenigstens ein paar Alternativreparaturen wünschenswert gewesen. Als Beispiel hierbei wäre, dass die Reparatur mittels Hammer an der Seite statt finden könnte, wenn dort gegen gefahren wurde, um Beulen aus zubessern.
Fazit
Mad Max ist ein äußerst unterhaltsames Spiel mit einer wunderschönen Spielwelt. Eine Empfehlung kann ich hier jedoch nur bedingt aussprechen, da es ganz auf den Spielertyp ankommt. Ist man auf sehr viel Aktion aus, dann könnte man hiermit sicher auch einige Stunden tot schlagen, jedoch sollte man ein wenig Geduld mitbringen. Wenn man ein Sammler oder dergleichen ist und das Spiel zu 100% durchspielen möchte, dann bringt man für gewöhnlich schon sehr viel Geduld mit sich, jedoch sollte man ebenfalls ein möglichst stressresistenten Umhang sich anlegen. Viel zu oft kamen Frustmomente, bei denen man nach einem Teil sucht und dieses erst nach nervigen Stunden der Suche findet.
Wer Geduld hat, der sollte sich dieses Spiel auf jedenfall antun. Wer sich dagegen eher schwer tut, ein wenig Geduld zu zeigen, der sollte lieber die Finger von diesem Spiel lassen.
asaheil am 14. April 16
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Pirates, Vikings and Knights II (PC-Review)
Vorwort
Dieses Review soll einen ersten Eindruck des Spiels meinerseits wiederspiegeln und ist keines Falls als vollständiger Test zu verstehen.
Story
Auf Grund mangelnder Story, werde ich dieses Kapitel überspringen.
Gameplay
PVK II ist ein reines Multiplayerspiel in dem 3 Fraktionen gegeneinander kämpfen. Der Sinn des Spiels besteht darin, Goldtruhen zu erobern und zur eigenen Basis zu bringen und gegebenenfalls den Gegner davon abzuhalten. Hierbei wählt man zunächst eine von den 3 Parteien, die bereits im Namen des Spiels stehen. Somit kann man wählen, ob man sich den Piraten, den Wikingern oder den Rittern zuwendet, um gegen die beiden anderen Fraktionen zu kämpfen. Hat man sich für eine Fraktion entschieden, muss man als nächstes die Klasse wählen. Hierbei stehen einem 3 Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen wäre der Zweihandkämpfer. Dieser kämpft bevorzugter Weise mit einer besonders schweren Waffe, um den Gegner mit wenigen, aber langsamen Schlägen außer Kraft zu setzen. Der „normale“ Krieger definiert die zweite Klasse. Er ist etwas leichter bewaffnet und kann daher schneller zuschlagen, macht jedoch nicht so viel Schaden. Die letzte Klasse wäre der Fernkämpfer. Dieser hat zwar auch Waffen, um im Nahkampf zu kämpfen, aber er ist eigentlich für den Fernkampf gedacht, um mit Speeren, Pfeil und Bogen oder Pistolen den Gegner aus der Entfernung zuzusetzen.
Technik
Der Aufbau der Menüs und die Art und Weise, wie gespielt wird, erinnert sehr stark an ältere Spiele wie Counter Strike 1.6 oder Counter Strike: Condition Zero. Die Steuerung ist eher etwas altbacken und etwas schwammig. Schnelles Reagieren ist zwar sehr gut möglich, fühlt sich aber eklig an. Ansonsten fühlen sich die Bewegungen ebenfalls nicht sonderlich zeitgemäß an, sodass es sich eher anfühlt, als ob man über den Boden gleitet und unnatürlich auf und ab wippt.
Schusswaffen und Schwerthiebe fühlen sich ebenso künstlich an und sorgen nur leicht für eine passende Atmosphäre.
Multiplayer
Durch die eher schwammige Steuerung und die teilweise engen Räume und Wege, außerdem die Tatsache, dass es gleichzeitig 3 Teams gibt, herrscht auf dem Schlachtfeld ein wildes Geklicke und Gespringe, sobald man auf Feinde trifft. Somit zeigt das Spiel im PvP nur wenig Taktik, sondern nur wildes Durcheinander, in dem man hofft, möglichst gut und oft zu treffen, während man ebenfalls hofft, dass man selten getroffen wird. Für ruhige Spielsitzung mit Bots fehlt es leider an Bots.
Fazit
Als kleine Abwechslung für zwischen durch ist PVK II daher gut geeignet, jedoch für wenig mehr. Hier zeigt sich auch der Vorteil, dass es kostenlos zu spielen ist, da es sich durch sein großes vermasseltes Potenzial nicht lohnen würde, wirklich Geld für das Spiel auszugeben.
geschrieben am 25.03.2016
asaheil am 25. März 16
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Starbound (PC-Test)
Vorwort
So wie alle anderen Tests auch, ist dieser Test meine subjektive Einschätzung des ganzen und kann bei jedem Individuum abweichende Meinung verursachen.
Story
Die Geschichte des Charakters beginnt an Bord seines Schiffes. Dieses ist jedoch massiv beschädigt, dass das Anfangs grade einmal die Notstromaggregate funktionieren und das Innere in einem pulsierenden roten Licht erstrahlt. Nach kurzen Diagnosen des Hauptcomputers steht fest, dass es viel zu reparieren gibt. So bekommt der Spieler zunächst einen Matter Manipulator, der es ihm ermöglich jede Materie zu manipulieren oder kurz alles abzubauen. So wird dieser Matter Manipulator sofort eingesetzt, um auf dem Planeten über dem das Raumschiff fliegt Rohstoffe und Baumaterial abzubauen. Recht schnell funktioniert nun auch der Kurzstrecken Antrieb und wir können uns quer durch das Sonnensystem bewegen, um noch mehr Planeten zu erkunden oder um den Außenposten zu besuchen, bei dem wir wieder neuere Aufgaben kriegen, bei denen wir dem Auftraggebern bei ihren Problemen helfen müssen. Dies sorgt für mehrere kleinere Storys, die jedoch recht schnell abgearbeitet und somit vorbei sind.
Die Story endet hier zwar noch nicht ganz, aber sie wird sehr unwichtig.
Gameplay
Starbound spielt sich genauso wie Terraria, nur eben zuzüglich Zukunftstechnologien, wie Raumschiffen und Schusswaffen. Wer Terraria nicht kennt... Es ist kurz gesagt eine 2D-Variante von Minecraft, um es ganz kurz zu erklären. Man baut Blöcke ab, um sie an anderer Stelle wieder neu aufzubauen und sich somit aus der vorgegebenen Natur ein eigenes Reich zu errichten. Dazu kommen noch jede Menge Erze und natürlich Kohle, die dann zu besseren herstellbaren Gegenständen führen. Die Erweiterung bei Starbound liegt nun darin, dass man eben ein Raumschiff besitzt, mit dem man eben nicht nur den einen Planeten ab- und bebauen kann, sondern eben unzählige Planeten. Desweiteren gibt es Questbedingte Gebiete bzw Planeten, auf die man über den Schiffscomputer geportet wird und auf denen man dann auf speziellere Gegner trifft, die für eine der Aufträge vom Außenposten notwendig sind.
Davon abgesehen gibt es eine vielzahl von unterschiedlichen Planeten. Es gibt Wüstenplaneten, Eisplaneten, Ozeanplaneten, Steppenplaneten, Waldplaneten und Ebenenplaneten. Und jede dieser Arten ist sehr stimmungsvoll gestaltet und passt als gesamt Bild super zusammen. So ist die Flora und Faune auf das entsprechende Biom des Planeten angepasst und die Tier bzw Monsterwelt ist auch entsprechend angepasst. So wird es wohl kaum vorkommen, dass man auf einem Wüstenplaneten einen Hasen hoppeln sieht.
Neben den Bäumen sieht man auf den passenden Planeten ebenfalls kleinere Insekten über den Boden kriechen und auch Schmetterlinge lassen sich blicken. Das ganze wirkt dadurch noch detailreicher in dieser doch sehr pixeligen 2D Welt.
Es ist, das sollte man definitiv nicht vergessen zu erwähnen, ebenfalls möglich Starbound im Multiplayer zu spielen, was, wenn alle zusammen arbeiten und nicht jeder etwas komplett anderes macht, zu deutlich längerem Spielspaß führen kann.
Technik
Verständlicher Weise verbraucht das Spiel durch seine 2D Darstellung und seiner Pixelgrafik kaum für große Hardwareauslastung. Dadurch sollte es auch auf etwas älteren Rechnern noch flüstig laufen. Man sollte allerdings den Charme der Pixelwelt mögen, denn es ist definitiv kein Grafikwunder. Dagegen wirkt die Physik des Spiels realistischer als bei Minecraft. So ist es möglich, dass Blöcke nicht nur im Vordergrund platziert werden können, sondern eben auch als Hintergrund. Anzufinden ist dies natürlich auch in der normalen, nicht veränderten Spielwelt. Was die Physik nun betrifft, ist es nicht möglich einen Block in die Luft zu bauen ohne einen entsprechenden Block um ihn herum zu besitzen, egal ob Vorder- oder Hintergrund. Desweiteren gibt es Blöcke, die durch die Schwerkraft nach unten Fallen, da sie nicht "hart" genug sind, um alleine zu halten. Dies ist auch bei Minecraft der Fall, doch wo die Physik von Starbound realistischer ist, ist beim Wasser und dem Niederschlag. So gibt es in Starbound nicht die Möglichkeit sich eine unendliche Wasserquelle zu ermogeln, wie es bei Minecraft so einfach geht. Des weiteren fließt bei Starbound das Wasser auch komplett ab, sobald man den Block darunter entfernt und bleibt nicht, wie bei Minecraft üblich trotzdem noch als Wasserquelle an seinem alten Platz. Auch ein Realismusvorteil von Starbound ist der Niederschlag. Wo bei Minecraft nur Regentropfen auf den Boden fallen und nichts weiter passiert, sammelt sich der Regen in Starbound in allen möglichen Löchern und Rillen und bleibt als Pfütze oder sogar als kleiner Teich vor Ort.
Ansonsten Fallen Bäume um, wenn man den unteren Block abschlägt. Auch diese Sache ist bei Minecraft meines Erachtens nach immer wieder ein Nachteil gewesen, da größere Bäume nur durch Hilfstreppen komplett abbaubar sind. In Starbound dagegen ist es völlig egal welche Art oder welche Größe der Baum hat. Wird er gefällt, kippt er um und wird zu Baumstämmen, die man dann gemütlich einsammeln kann.
Die Ballistik der Waffen ist auch gut, so fliegt ein Pfeil nicht einfach grade aus, sondern durchfliegt eher eine Parabel. Dies ist jedoch auch bei Minecraft so.
Fazit
Wer der nostalgischen Pixeloptik etwas abgewinnen kann oder diese sogar sehr gern hat, der kommt an Starbound nicht drum rum. Ebenfalls empfehlenswert ist das Spiel für Personen, die das allgemeine Sandbox Gameplay lieben. Für die meisten anderen Gamer besteht dahingehend ein größeres Risiko sich hier einen Fehlkauf einzuhandeln, da es durch fehlende Story im Alleingang sehr schnell eintönig und langweilig wird. Für Multiplayerpartien ist Starbound auch nur dann zu empfehlen, wenn die Mitspieler die gleichen Interessen und Ziele für dieses Spiel verfolgen, wie man selbst.
asaheil am 11. März 16
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Grand Theft Auto Online (PC-Test)
Vorwort
Das letzte mal, dass ich aktiv den online Modus gespielt habe, ist leider etwas her.
Daher ist das letzte Update auf das ich mich beziehen kann das Ill Gotten Gains Part 2 -Update. Aus eben diesem Grund wird dieser Test logischer Weise das Spiel in eben dieser Form beurteilen.
Story
Eine richtige Story gibt es im Onlinemodus natürlich nicht. Man fängt klein an und lernt die wichtigsten Dinge und Spielarten der Multiplayerversion. Während des vermeintlichen Tutorials soll man auch gleich sein erstes Fahrzeug stehlen und eine Garage mieten, in der man dann eben jenes Fahrzeug abstellen soll. Nach den zugegebener Maßen eher nervigen ersten Schritte in die Welt des GTA Online ist die eigentlichen Hauptstory schon vorbei. Jedoch warten neben den klassischen Missionstypen wie Rennen und Deathmatch eben auch richtige Missionen auf die Spieler. In dieser werden dann kleinere Geschichten erzählt.
Wenn man jedoch auch im Onlinemodus eine gute Story haben will, sollte man eine gute Vorstellungskraft besitzen und kann sich somit eine kleine eigene Story aufbauen, die durch die verschiedensten Missionen, Fahrzeugen, Waffen und Apartments an Größe gewinnt. Die 5 verfügbaren Heistmissionen bieten hierbei einen Storyumfang, der sich über mehrere Missionen zieht und eng miteinander verbunden ist.
Gameplay
Wie bereits beim Singleplayer, spielt sich GTA Online sehr frei und flüssig. Trotz der riesigen Spielwelt kann man an jeder Ecke des Spiels irgendeinen Schabernack treiben. Auch hier erweist sich meines Erachtens nach der Ego-Modus als perfekte Gelegenheit, um noch tiefer in das Spiel einzutauchen. So ist das zielen mit Waffen im Ego-Modus sehr angenehm, da man das Gefühl einer besseren Kontrolle über die Waffe hat. Der Ego-Modus während des Autofahrens erweist sich einerseits als sehr stimmungsvoll, jedoch ist von der Ego-Fahrt in manchen Fahrzeugen dringend abzuraten. So lässt sich bei größeren Autos, wie dem Patriot oder dem Sadler, das Gebiet unmittelbar vor dem Fahrzeug nur schwer bis gar nicht einsehen, weswegen man gern mal ungewollt Autos, Passanten oder dergleichen rammt. Ebenso lässt es sich schlecht durch die stark gepanzerten Fensterscheiben des Carin Corumas blicken.
Die große Fahrzeugvielfalt und die Apartments und ihre Garagen, aber auch einzelne Garagen, steht jedem Spieler fast in Gänze von Anfang an zur Verfügung. Vorausgesetzt man hat das nötige Kleingeld oder findet die Fahrzeuge auf offener Straße. Genauso ist es nicht möglich mehr Fahrzeuge zu besitzen, als in die Garagen passen. So lassen sich insgesamt 3 Immobilien besitzen, wobei jedes Apartment eine entsprechende Garage besitzt. Die Garagengrößen gehen von Platz für 2 bis hoch zu Platz für 10 Fahrzeuge. Hat man die dadurch resultierende maximal Anzahl an Fahrzeugen von 30 Stück bereits erreicht, muss man auf ein neues Fahrzeug verzichten oder jedoch ein altes verkaufen.
Ebenso wie der Verkauf von Fahrzeugen kann man natürlich auch Immobilien verkaufen, wenn man zum Beispiel eine bessere sich leisten möchte. Der Verkauf der alten Gegenstände funktioniert dabei denkbar einfach und ist bei Immobilien beispielsweise nur wenige Klicks entfernt.
Um sich diesen ganzen Spaß leisten zu können, also all die Waffen und deren Munition, bis zu 3 Immobilien und bis zu 30 Fahrzeugen mit ihren möglichen Upgrades, muss man jede Menge Geld verdienen. Dies bezüglich hat man jede Menge Möglichkeiten. Die einfachste ist wohl, dass man Autos, die man auf der Straße geklaut hat, in der nächst besten Werkstatt verkaufen kann. Desweiteren verdient man natürlich über Missionen Geld, wobei man durch "Story-Missionen" natürlich mit am meisten bekommt. Ebenso lassen sich Geld durch das Wetten auf Spieler machen, wenn man eine Mission wie Rennen und co startet. Das meiste Geld gibt es jedoch mit Abstand bei den Heist-Missionen. Jedoch sollte man sich hierbei eine feste 4-Mann starke Truppe suchen, da der Versuch mit zufällig zugewürfelten Spielern schnell zur Qual werden kann. Durch fehlende Absprache geschieht es deswegen häufig, dass die Mission schnell scheitert und alle von vorne gemacht werden muss. Hat man alle Vormissionen und die Endmission gemeistert mit der selben Truppe am besten, so erwartet einen ein Gewinn in den 100.000er Bereichen.
Wenn man jetzt nun alles hat und immer und immer mehr Geld anhäuft... Was passiert dann?
GTA-typisch empfiehlt es sich auch hier ein wenig "Scheiße" zu bauen. Besonders spaßig ist dies mit ein oder mehreren Freunden.
Fällt dieser letzte Teil weg, so kann es schnell passieren, dass die Missionen und sogar die Heists schnell langweilig werden und dadurch die Motivation schwindet, um das eigene Level noch höher zu bringen. Dies passiert aus dem Grund, da sich die Missionen immer wieder wiederholen, nur anders genannt werden. So sind die häufigsten Missionen: Klaue dieses Fahrzeug, töte diese Leute oder beschaffe dieses Objekt. Natürlich sind es viele verschiedene Orte und immer andere Gegner, jedoch kann ich sagen, dass ich mit Level 88 bereits alle Story-Missionen und Heists mehrmals gemacht habe und daher mit dem Spiel wieder aufgehört hatte.
Äußerst schade finde ich die Aktivität im Deathmatch und im Team-Deathmatch. Es existiert nämlich keine. Eine Sitzung für eines der beiden zu starten fällt daher denkbar schwer, da es für die meisten Spieler keine Anreize gibt, eben solche Spielmodis zu spielen. Doch woran könnte das liegen? Nun ja... Zum einen verbraucht man in solchen Modis viel Munition und auch wenn man eben extra dafür Munition aufsammelt, gibt es eben auch Missionen, in denen man seine eigene Munition benutzt und diese sind leider die meisten. Somit hat man erstmal ein dickes Minus durch die Munitionskosten. Das wäre nicht so dramatisch, wenn die ersten Plätze entsprechend gut belohnt werden. Es ist aber leider nicht so. Um das zu testen, habe ich einige Male diese beiden Modis gespielt und habe trotz Führung und dem Sieg kräftig Minus auf meinem Konto verzeichnen müssen.
Abschließend möchte ich nur kurz das Crewsystem erwähnen. Dieses funktioniert sehr reibungslos und dient dazu, sich mit anderen zusammen zu schließen. Der Crewgründer erstellt hierzu eine Crew auf der offiziellen Homepage und lädt möglichst über diese die entsprechenden Mitglieder ein.
Technik
Die Technik ist nahezu die selbe, wie beim Singleplayer, daher verweise ich hier gleich mal auf den entsprechenden Singleplayertest.
Ich werde hier nun nur auf Unterschiede eingehen, die allerdings sehr gering sind.
Durch zu hohe Serveranforderungen, einen anderen Grund kann es dafür nicht geben, gibt es im ganzen Onlinemodus keine Tiere. Ein wenig schade, da eine Jagd zu zweit oder mehrt bestimmt Spaß gemacht hätte.
Desweiteren gab es und gibt es meines Wissens nach heute immer noch immer wieder massive Serverprobleme, wodurch man einem Crewkollegen oder Freund nicht joinen konnte und immer wieder in den Singleplayer zurück geworfen wurde/wird. Außerdem ist es nervig, dass man spezielle Sitzungen nur über den Singleplayer starten kann. So muss man, wenn man in einer öffentlichen Sitzung ist und eine private aufmachen möchte, erst die endlos langen Ladezeiten zum Singleplayer über sich ergehen lassen und dann nochmal eine weitere lange Ladezeit, um die private Sitzung zu starten.
Ansonsten gibt es rein gar nichts weiter zu sagen, da der Onlinemodus von der technischen Seite her identisch mit dem Singleplayer ist.
Fazit
Wenn man sich das Spiel kaufen will, um den Onlinemodus zu spielen, sollte man dies nur tun, wenn man 3 Freunde hat, die das Spiel entweder schon haben oder es sich zum selben Zeitpunkt holen. Möchte man allerdings den Singleplayer von GTA V spielen, dann lohnt sich der Blick in den Onlinemodus definitiv!
Ein Muss für alle Fans der GTA-Reihe und ein sehr positives Kann für alle "normalen Spieler".
Wie lange einen das Spiel allerdings fesseln wird, hängt von jedem Individuum ab. Daher ist hierzu keine Prognose möglich
geschrieben am 10.03.2016
asaheil am 10. März 16
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