Grand Theft Auto 5 Singleplayer (PC-Test)
Vorwort
Dieser Test behandelt nur den Singleplayer und weist nur selten auf den Onlinemodus hin. Sollten Informationen fehlerhaft oder unvollständig sein, so liegt das daran, dass ich diesen Test aus dem Gedächtnis geschrieben habe und das schon "ein paar Tage" her ist.
Story
Ein üblicher Tag im Leben eines Bankräubers. Ein Team aus 3 Männern, bewaffnet und maskiert, stürmen eine Bank, rauben sie aus und versuchen zu fliehen. Nach so vielen erfolgreichen Raubzügen kommt es jedoch irgendwann dazu, dass ein Raubzug schief geht. So auch dieses Mal. In einer wilden Verfolgungsjagd, wird einer der 3 Bankräuber, Brad, schwer getroffen und ein weiterer, Michael, wird angeschossen. Die Flucht gerät ins Straucheln und schon werden die beiden übrigen Flüchtenden, Michael und Trevor, voneinander getrennt, da sich Trevor die Beute schnappt und die beiden Verwundeten im Stich lässt.
9 Jahre später beginnt die eigentliche Story in der Haut von Michael, der durch ein Zeugenschutzprogramm die Flucht von damals überlebt hat und mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in einem großen Haus in Los Santos. Nach kurzer Zeit tritt eine weiterer Charakter auf die Bildfläche. Franklin ist ein Mann, der im Getto von Los Santos aufgewachsen ist und für den Autohändler Simeon arbeitet, indem er für ihn Autos klaut, die dieser dann in seinem Laden verkauft. Hier treffen nun recht schnell Franklin und Michael aufeinander, da Franklin in das Haus von Michael einbrechen soll und dessen Auto stehlen muss. Nach diesem zunächst eher holprigen Start zwischen den beiden Protagonisten entsteht eine nahezu harmonische Vater-Sohn-Beziehung zwischen denen, da Michael, als ehemaliger Bankräuber, das Potenzial in Franklin, dem Autodieb, sieht und anfängt ihn zu unterweisen.
Gemeinsam erleben sie das ein oder andere Abenteuer und erledigen gemeinsam nach und nach immer mehr Aufträge unter anderem von einem Drogenbaron und dem FIB, in dessen Schutzprogramm Michael immer noch fest steckt.
Zunächst scheint es ziemlich ruhig zu bleiben für die beiden, doch es lässt nicht lange auf sich warten, bis Trevor wieder auf der Bildfläche erscheint. Zunächst haben die 3 noch nichts mit einander zu tun, da Trevor als verrückter Drogenbaron im Outland von Los Santos gegen die anderen vorherrschenden Drogen und Verbrecherorganisationen kämpft. Durch einen dummen Zufall erfährt Trevor schließlich, dass Michael die Flucht damals überlebt hat und begibt sich auf die Suche nach ihm. Nach eher starken Startschwierigkeiten erledigen die 3 nun gemeinsam Aufträge, bis sie schließlich wieder mit größeren Raubzügen beginnen, um Schulden abzuzahlen und Gefälligkeiten zu erfüllen.
Natürlich geht das dem FIB gegen den Strich und sie verlangen von Michael. dass er mit seiner neuen Truppe für ihre eigenen Zwecke Aufträge erfüllen. Trevor ist verständlicher Weise mit der Zusammenarbeit mit Regierungsbeamten nicht einverstanden...
Gameplay
Bei dem nun 7. Hauptspiel der GTA-Reihe auf dem PC hat sich an der eigentlichen Spielmechanik wenig geändert. Zum Glück! Wir erledigen Aufträge für kleinere Gangstergruppen, größere kriminelle Organisationen und korrupte Regierungsbeamte. Nebenbei können wir allen möglichen Sportarten nachgehen oder mit allen verfügbaren Verkehrsmitteln durch die riesige Open-World-Map reisen. Wir schauen uns Landstriche an oder richten möglichst viel Chaos an. Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Wir können genauso eine schlichte, wenn auch teils heftige, Verfolgungsjagd gegen die Polizei anstacheln.
Die Frage ist nun eher, was sich zu den Vorgängern geändert hat.
Vorweg: Es gibt nun 3 Hauptcharaktere zwischen denen man hin und her switchen kann!
Nun zunächst einmal bietet GTA V eine deutlich größere Fahrzeugauswahl. So gibt es zum Beispiel eine deutlich größere Auswahl an verschiedenen Arten von Motorrädern, die sich alle etwas anders fahren. Wo ein Crossmotorrad deutlich einfacher auf unebenen und Schotterstrecken zu kontrollieren ist, so bricht es bei der Fahrt auf glatter Straße schneller aus als andere Motorräder. Besonders Spaß haben mir die Chopper der Rockergruppe Losts gefallen. Diese sind zwar nicht sonderlich schnell, brechen schneller aus und sind nahezu komplett ungeeignet für unebenes Gelände, sehen dafür allerdings extrem gut aus und lassen sich, GTA typisch, frei modifizieren.
Was meines Erachtens nach komplett neu ist, sind die Fahrräder. Diese lassen sich besser fahren, je höher die Ausdauer des Charakters ist, da sie bei stärkerem Treten in die Pedale enorm Energie kosten. Auch hier gibt es mehrere Arten von Fahrräder, nahezu vergleichbar mit den Motorrädern. Es gibt Crossräder, Rennräder und BMX-Räder. Sehr empfehlenswert fand ich, die mühevolle "Arbeit" mit dem Crossfahrrad auf einen der höheren Berge zu fahren und dann im Speedrausch den Abhang runter zu brettern.
Genauso interessant sind die Erweiterung des Militärfuhrparkes. So gibt es nun den Militärtransporter Titan und den Transporthelikopter Cargobob. In ersterem lassen sich sogar Fahrzeuge abstellen und dann mitten im Flug auswerfen. Dies klingt zunächst nicht sonderlich interessant, macht sich aber im Onlinemodus, auf den ich sonst nicht groß weiter eingehen werde in diesem Test, besonders bemerkbar. So parkt man 2 Autos mit jeweils Kumpel als Fahrer im Lagerraum und wirft diese dann als fliegende und mit etwas Glück danach noch fahrende Autos plus jeweils Fahrer quer über der Stadt ab.
Der Cargobob macht sogar im Singleplayer Spaß, da sich damit nahezu alles hochheben lässt, wenn man mit der Steuerung gut klar kommt. Die einzigen Fahrzeuge, die sich nicht anheben lassen, sind LKWs und Panzer, also nur die größeren und schwereren Fahrzeug lassen sich nicht anheben. Hat man aber nun ein Fahrzeug am Haken, kann man diese jederzeit abklinken und somit auch mit Schwung in die Stadt oder mit etwas Übung gegen andere Autos oder eben gegen Panzer werfen.
Genauso wie das Fahrzeugarsenal wurde auch das Waffenarsenal vergrößert. So lassen sich verschiedene Arten von Nahkampfwaffen mit sich führen, sowie deutlich größerere Waffen. Minigun, 3 verschiedener Scharfschützengewehre, Lenkraketenwerfer und der verschiedensten Arten von Pistolen, Maschinenpistolen, Gewehre und Schrotflinten. Mittels diesem Waffenarsenal hat man nun viele Möglichkeiten. Von kleinen Überfallen bis hin zu Großaufträgen, von dem Diebstahl parkender Autos bis hin zu dem Diebstahl eines Militärfahrzeuges, alles ist möglich, solange du nur genug Ideen hast.
Außerdem gibt es noch eine schöne Neuerung, die die Umwelt von Los Santos betrift. Endlich gibt es ein GTA in dem es Wildtiere gibt. So findet man im Umland jede Menge Tiere, die je nach belieben beobachtet oder gejagt werden können.
Die für mich wohl größte Neuerung ist der einzustellende Ego-Modus, der sich perfekt im Schusswechsel macht. Das Autofahren im Ego-Modus ist zwar nicht sonderlich einfach, es fühlt sich jedoch sehr gut an und man kann sich dadurch deutlich genauer hinein versetzen.
Technik
Was einem direkt beim ersten Blick ingame auffällt, die Grafik ist atemberaubend. Oft hab ich mich dabei erwischt einfach nur durch die Gegend zu fahren/fliegen oder mich auf irgendeinen Berg zu stellen, um die Landschaft zu genießen oder das Leben und den Verkehr um mich zu beobachten. Die besondere Stärke der Grafik kommt allerdings erst zu Tage, wenn es anfängt zu regnen. Hierbei bilden sich realistische Pfützen auf der Straße. Diese sehen zum einen sehr schön aus und es spiegelt sich so ziemlich alles in ihnen. Der grafische Effekt ist jedoch nicht der einzige, den eine Pfütze mit sich bringt. So bemerkt man die nassen Straßen auch am Fahrverhalten der Autos. Ein nahezu perfekt simuliertes Aquaplaning tritt ein. Die Autos rutschen viel schneller und vor allem viel unkontrollierter. Das Fahren wird somit äußerst erschwert, jedoch sorgt das auch für ein noch realistischeres Gefühl im Spiel.
Der Ego-Modus funktioniert auch sehr gut. So werden die Anzeigen, wie Tacho, im Fahrzeug in der Ego-Sicht in Echtzeit generiert und zeigen Umdrehungszahl, km/h-Zahl und den benutzten Radiosender an.
Die Physikengine zeigt sich bei Explosionen und Toden oder generellen Stürzen sehr gut. So fliegen Objekte realistisch zu Boden oder durch die Luft, wenn sie einen entsprechenden Impuls durch Explosion oder Kollision bekommen haben.
Fahrzeuge, mit denen man mittels eine Sprungschanze springt, fliegen nicht zu weit und nicht zu kurz. Dieses Beispiel soll dazu dienen, zu verdeutlichen, wie gut und realistisch die Engine arbeitet.
Fazit
Es gibt nur einen Spielertyp, dem dieses Spiel nicht zu empfehlen ist. Wenn du keine Open-World-Spiele magst oder etwas gegen GTA hast. Für alle anderen ist GTA V nur zu empfehlen! Egal auf was eine Art von Spielen man steht, es ist in GTA V möglich. Ein Muss für jeden Gamer und durch den integrierten Onlinemodus, noch um ein weiteres deutlich interessanter! Allerdings muss man hier darauf achten, da das Spiel eine möglichst gute Internetverbindung braucht und eine entsprechend gute Hardware. Für ein schönes Spielgefühl sollte daher vorher auf die eigene Hardware und die vorhandene Internetleistung geschaut werden.
geschrieben am 08.03.2016
asaheil am 08. März 16
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Kingdoms of Amalur: Reconing (PC-Test)
Vorwort
Ich habe immer wieder die Lust verloren bei diesem Titel voran zu kommen oder generell weiter zuspielen. Nach 20 Spielstunden brechen ich dieses Spiel ab, da ich mich nicht zwingen möchte ein Spiel zu spielen. Somit kann ich in diesem Test nur auf die ersten 20 Spielstunden und die ersten 4-6 Gebiete eingehen.
Story
Es herrscht Krieg zwischen den sterblichen und unsterblichen Völkern dieser Welt. Doch nicht überall. So spalten sich die Unsterblichen in den Hof des Sommers, welche möglichst friedlich leben, und dem Hof des Winters, die es vorziehen eben jenen Krieg zu führen. Besonders eine Gruppierung im Hof des Winters verursacht den sterblichen Völkern Kopfzerbrechen, die Tuatha.
Das besondere an den Tuatha ist, dass es scheint, man könne sie nicht töten. Während unzählige Sterbliche fallen, rücken die Tuatha mit ihren Armeen immer weiter ins Landesinnere vor. Doch es gibt noch Hoffnung. Gnome arbeiten an einem Weg, die Sterblichen unsterblich zu machen. Ihre Forschungen beginnen damit, dass sie den Leichen des Schlachtfeldes Seelen einverleiben, in der Hoffnung diese wieder mit neuem Leben zu erwecken. Doch es scheitert viele Male. So passiert dies auch bei einem selbst und während 2 Gnome die zukünftigen Charakter zum Müllplatz bringen, entscheidet der Spiele, welche der 4 Rassen der Sterblichen man spielen möchte, welchem Geschlecht man angehören wird und wie man genau aussehen möchte. Bereits auf dem Müllhaufen umgeben von Leichen wacht der soeben erstellte Charakter auf und in einem kleinen Tutorial versucht man aus dem Untergrund und den ganzen Tunneln herauszukommen. Am Ausgang angekommen erfährt man von dem Gnomforschungsleiter, dass man der bisher einzige Erfolg des Projektes sei. Dem Erfolg zum Trotze erinnert der Charakter sich jedoch an rein gar nichts. Jedoch hat man auch nur wenig Zeit mehr über das eigene Selbst zu erfahren, da ein kleinerer Stoßtrupp der Tuatha die Forschungseinrichtung angreift. Man muss fliehen und trifft sich mit einem sogenannten Schicksalsweber, der einem das eigene Schicksal zeigen möchte. Da es offenbar mehr Komplikationen bei der eigenen „Erschaffung“ gab, besitzt man kein Schicksal und kann nun frei wählen, welchen Weg des Schicksals man gehen möchte, wobei man auf keinen Weg dauerhaft beschränkt ist und jederzeit sein Schicksal ändern kann, da man eigentlich gar kein Schicksal besitzt.
Ab diesem Punkt reist man von Ort zu Ort und erfüllt größere und kleinere Aufträge und lernt mehr über die Probleme und Sorgen des Landes und der Bevölkerung kennen. Die eigene Geschichte tritt dabei allerdings schnell in den Hintergrund.
So hatte ich nach 20 Spielstunden zwar immer noch keinen richtigen Namen, jedoch mindestens 10 Titel für große Leistungen, die man offenbar hinterher geschmissen bekommt.
Gameplay
Bei Kingdoms of Amalur: Reconing handelt es sich um ein Open World RPG. In der offenen Spielwelt gibt es zumindest zwischen den großen Regionen keine bis kaum Ladezeiten, was den Spielfluss einerseits sehr zu Gute kommt, andererseits führen ein die Quests immer wieder in Höhlen, Tunnel und Verstecke, die alle samt mit Ladezeiten zu betreten sind. Daher gleicht sich die Tatsache, dass man zwischen den Gebieten ohne Ladezeiten laufen kann mit den trotzdem recht häufigen Ladezeiten aus.
An sich spielt sich dieses RPG sehr gut, da es eine einfache Bedienung ermöglicht. Man reist durchs Land, redet mit den Einwohnern, erkundigt die Regionen und entdeckt ständig neue schöne Orte oder Schätze um die nächste Ecke. Den eigenen Möglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Nehmen wir zunächst die Klassenwahl. Es gibt den Krieger, den Schurken und den Magier. Die Besonderheit bei Reconing ist, dass man sich nicht nur eine Klasse aussuchen muss, sondern, wenn man möchte, eben auch mehrere spielen kann. So ist es eben auch möglich einen Schurken zu spielen, der die Rüstung eines Kriegers hat, sich allerdings auch mit Magie verteidigen kann. Natürlich sind die Boni dann jedoch immer schwächer, je weiter gefächert man seine Klassenwahl ausfallen lässt.
Gehen wir nun zu den Kämpfen über. Selbst hier kann man nicht von „immer derselben Sache“, da je nach Spielweise und Gegnertyp jeder Kampf anders aussieht. So kann man theoretisch die ganze Zeit ausweichen, um präzise Treffer zu landen und sich gleichermaßen vor Angriffen zu schützen. Man könnte jedoch auch den Schild die ganze Zeit oben halten, um Schlag um Schlag des Gegners abzuwarten und auf den richtigen Moment für den Rückschlag zu warten. Es ist allerdings auch möglich, wobei nicht immer ratsam, sich wild prügelnd in den Kampf zu begeben. Des Weiteren kann man den Kampf natürlich auch aus der Entfernung beginnen, fortsetzen oder beenden. Hierzu gibt es die Möglichkeit einen Bogen zu benutzen oder eben die bereits oben angesprochene Magie.
Aber auch abseits von Krieg und Kampf gibt es einiges zu entdecken. So kann man sich als Kräuterkundler, Schmied oder Kundschafter beschäftigen. Überall in der Spielwelt gibt es verschiedene Arten von Pflanzen, die man sammeln kann und daraus die verschiedensten Tränke brauen könnte oder die Einzelheiten verkaufen könnte. Genauso gilt dies beim Schmied. Alle gefundenen Rüstungsteile und Waffen lassen sich zerlegen, um so neue Gegenstände selber herzustellen, um so seine perfekte Rüstung und die passenden Waffen zu besitzen. Auch das Erstellen von besonderen Fassungen und Edelsteinen für Rüstung und Waffen ist möglich, um eben diese noch einmal zu verstärken und die eigene Spielweise zu optimieren.
Nach dem vielen Lob komm ich nun zu dem Thema, welchen mich am meisten gestört hatte, weswegen ich immer wieder schnell die Lust verloren hatte. Die Rede ist von dem Questingsystem. Viele der Quests sind nett durchdacht und bieten jeweils eine eigene kleine Story, jedoch wird man teilweise so sehr damit erschlagen, dass es einfach zu viele verschiedene kleinere Geschichten sind, um sich auch nur in eine richtig hinein zu versetzen. Dadurch werden die Quests nur zu einer Liste, die abgearbeitet werden muss. Dass es bei so vielen Aufgaben nicht dauerhaft zu Abwechslung führen kann, dürfte jedem klar sein, doch ein wenig mehr Abwechslung wäre wünschenswert gewesen. So beginnen viele Quests mit der Aussage, dass etwas oder jemand verloren gegangen ist und man ihn suchen soll. Die Meisten laufen ebenfalls darauf hinaus, dass man zu Gebiet A gehen soll, um dort entweder Anzahl B von Gegnertyp C zu töten oder Anzahl D von Gegenstand E zu farmen, was darauf hinaus läuft, dass man die Anzahl B von Gegnertyp C töten muss. Somit laufen fast alle Quests darauf hinaus, dass man eine bestimmte Menge an Gegnern im entsprechenden Gebiet töten muss. Was das Ganze dann noch frustrierender macht, ist die Tatsache, wie wenig man eigentlich vom gesamten Spiel nach 20 Spielstunden geschafft hat. Nun muss man jedoch sagen, dass ich nie direkt den Quests nachgejagt bin, sondern immer alles überall mitgenommen habe und mir die noch so kleine Ecken angeguckt habe, um nicht doch noch den letzten Schatz zu schnappen.
Technik
Die Grafik des Spiels lässt sich recht einfach beschreiben. Sie erinnert stark an die stimmungsvolle Umgebung von Azeroth aus World of Warcraft. Ein wenig Kitsch, einen ordentlichen Schluck warme Farben und trotzdem ein Stück Realismus, der jedoch recht kurz kommt, wie ich finde. Durch diese Kombination bewegt man sich in Amalur durch schöne Landstriche, die eine gute und teils düstere Atomsphäre bietet. An manchen Stellen sind mir kleinere Grafikbugs aufgefallen, so haben an manchen Stellen ab und an Texturen geflimmert oder Personen standen nicht ganz natürlich da. Zudem kann die Kameraführung teilweise ein Problem darstellen. Sogar in Gesprächen ist mehr des Öfteren aufgefallen, dass die Kamerahaltung in solchen Gesprächen nicht gerade gut programmiert oder durchdacht wurde, da sie innerhalb oder direkt hinter dem Charakter sich befindet. Heißt in solchen Bugsituationen sieht man eher weniger von dem, den man in diesen Momentan sprechen hört und auf den die Kamera eigentlich fixiert ist.
Ansonsten wirken die Texturen auf Grund der zwar schönen aber etwas veralteten Grafik nach heutigen Standards etwas matschig und sorgt dafür, dass man sich lieber Objekte nicht von zu nahen angucken sollte.
Die Physik, insbesondere von getöteten Gegnern, sorgt stellenweise für amüsierende Momente. Die meiste Zeit fallen Körper realistisch um oder knicken in sich zusammen. Es kommt aber eben auch vor, dass diese bereits auf dem Boden liegenden toten Körper einfach ohne ersichtlichen Grund einen Salto vollführen oder wild zuckend am Boden liegen.
Ansonsten lässt sich an der Technik des Spiels nicht viel sagen. Die Grafik ist an und für sich schön anzusehen und sehr stimmungsvoll, die Physik ist passend und in Ordnung. Alles jedoch sofern man kleinere Bugs verschmerzen kann.
Fazit
Kindgoms of Amalur: Reconing ist ein eindeutiger Geheimtipp für Spieler mit sehr viel Geduld und Durchhaltevermögen. Es hat zwar seine Schwächen, ist dennoch ein sehr gelungenes RPG. Allerdings sollte man vor einem Kauf sehr genau überlegen, ob man die viele Zeit darin investieren will und ob es einem egal ist immer und immer wieder das gleiche zu machen.
Auch wenn ich es, in Bezug auf das Gesamtspiel, nicht wirklich weit gespielt habe und grade mal 20 Spielstunden investiert habe, bereue ich es nicht, dieses Spiel gekauft zu haben, allerdings hatte ich hier eine Rabattaktion mitgemacht, wo ich dieses Spiel unter 10€ bekommen hatte. Viel mehr hätte ich auch im Nachhinein dafür nicht bezahlen wollen.
geschrieben am 05.03.2016
asaheil am 07. März 16
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Watch Dogs (PC-Test)
Vorwort
Alle hier erstellten Fakten und Inhalte entstanden im Selbsttest beim Spielen des Titels, daher kann es zu unvollständigen oder gar fehlerhaften Details kommen.
Story
Wir befinden uns in der Haut von Aiden Pearce, der sehr gut und schnell im Hacken über sein Smartphone ist. Zu Anfang befindet sich Aiden in einem Stadion in einem Werkraum zusammen mit Maurice, der für einen Unfall in der Vergangenheit Schuld war, bei dem Aidens Nichte starb. Dieser Unfall war ein Anschlagsversuch auf Aiden, da dieser aussteigen wollte und fortan ein ruhiges Leben führen wollte. Daraus wird so schnell jedoch nichts. Kaum dass man die ersten Anfänge des Spiels gemeistert hat, wird man von seiner Schwester Nicole angerufen und auf den Geburtstag des Neffen hingewiesen, zudem man erscheinen soll. Kaum kommt man dort an, bekommt Nicole einen merkwürdigen, bedrohlichen Anruf, dem Aiden natürlich sofort nachgeht. Er bekommt Hilfe von einem zunächst anonymen Hackerkollegen, der sich auch recht bald als weibliche Hackerin Clara rausstellt. Gemeinsam spüren sie den Mann hinter den Anrufen auf und Aiden sieht sich seinem alten Kollegen in einem früheren Job gegenüber, Damien. Da Aiden nur aussteigen wollte, weil Damien zu weit ging, lief das erste Treffen zwischen den beiden verständlicher Weise nicht so toll. Damien lässt jedoch nicht locker und geht ein weiteres Mal zu weit. Aiden sieht sich gezwungen Damien bei der Beschaffung von Daten zu helfen, da dieser seine Schwester entführt hält.
Viel weiter kann ich leider nicht auf die Story eingehen, da ich auf einen leider fatalen Bug gestoßen bin, der mich in der Story nicht voran kommen lässt, da bei mir das Pokerspiel in der Mission „Mit einem Fuß im Grab“ als nicht verfügbar angezeigt wurde.
Gameplay
Bei dem Titel Watch_Dogs handelt es sich um einen Open World Titel, bei dem wir in der Haut von Aiden Pearce durch eine relativ große Stadt laufen und fahren können. Da es sich bei Aiden um einen Hacker handelt, können wir natürlich nicht nur Kameras, Tore, Brücken und Sprengungen mittels Hacken auslösen oder bedienen, sondern können eben auch die Smartphones von Passanten hacken. Dazu müssen wir jedoch erst einmal die Kontrollzentralen jedes Stadtteils hacken. Erst dann wird uns ermöglicht in diesem Viertel zu hacken, da wir nun vollen Zugriff auf das cTOS haben. Dieses Netzwerk verbindet nahezu alles und gibt uns die Gelegenheit viel Unheil anzurichten, in dem wir Unfälle verursachen oder Bankkonten plündern. Wir können unsere Hackerfähigkeiten jedoch auch für gute Dinge einsetzen, so entdecken wir bei manchen Smartphonehacks potenzielle Verbrechen, die wir verhindern können, um bei der Bevölkerung besser dar zu stehen. Die Beliebtheit sinkt logischer Weise, wenn wir Passanten umfahren oder töten.
Zu solchen unfreiwilligen Unfällen mit Passanten kann es leider ziemlich schnell und häufig kommen, da die Steuerung von Fahrzeugen mit Maus und Tastatur sehr schwammig ist und dadurch häufig dazu führt, dass man irgendwo gegen fährt.
Um bessere Orte zu erreichen kann Aiden auch Lifts oder Gabelstapler betätigen und somit nach oben fahren, vorausgesetzt er steht oben drauf. So kann er an Positionen gelangen, die für einen Schusswechsel hilfreicher sind, als das offene Feld, Aiden hält nämlich nicht allzu viel aus. Auch hier wirkt das Zielen mit den Waffen etwas schwammig, hält sich jedoch in Grenzen, da man bzw. ich hauptsächlich präzise Schüsse abgegeben habe und weniger „rumgeballert“ habe.
Ein wenig seltsam fand ich in diesem Zusammenhang so manche Logiklücken, die dazu geführt haben, dass die Stimmung des perfektionierten Hackers nicht ganz aufkommen konnte. Dass Aiden Gegenstände wie einen elektrischen Köder oder Störfelder basteln kann, passt noch sehr gut in das Konzept. Genauso das man größere Sprengladungen mit Hackzündung basteln kann passen irgendwie noch hinein. Jedoch stellte sich mir die Frage, warum ein Hacker wie Aiden ein Waffenarsenal a la Rambo benötigt. Meines Erachtens nach ist alles was über eine schallgedämpfte Pistole, schallgedämpfte MP und schallgedämpfte Sniper hinaus geht, nicht mal im Ansatz passend für einen Hacker, der sich still und heimlich durch die Stadt bewegt. Zudem muss ich auch sagen, dass ich fast die ganze Zeit, wenn überhaupt nötig, nur die schallgedämpfte Pistole benutzt habe, da ich den Rest eher als unpassend erachtet habe.
Da man eben auch Geldkonten hacken kann, verdient man auf diese Weise eine Menge Geld, sodass man noch in Akt I sich befindet und doch schon alle Waffen und Fahrzeuge gekauft hat. Die Munitionskosten und Herstellungskomponenten sind relativ günstig, da man als Hacker diese nur sehr selten einsetzen muss. Manche Fahrzeuge bekommt man dann auch noch kostenlos freigeschaltet, was wieder zu weniger Kosten führt. Man hat somit viel zu schnell viel zu viel Geld, was die Herausforderung und ein wenig den Spielspaß nimmt.
Abseits der normalen Hackeraufträge kann man sich in Fixerjobs beweisen. Hier bringt man Fahrzeuge an ein Ziel, längt die Cops ab, schaltet einen Konvoi aus oder versucht jemanden zu töten. Diese Missionen bieten eine wenigstens kurze Abwechslung zum Spielalltag, passen jedoch meines Erachtens nach ebenso eher wenig in den Hackerbereich, da es sich bei einem Hacker nicht um einen mörderischen Killer oder Profirennfahrer handelt, zumal die schwammige Steuerung ebenfalls zu Frust führt.
Anders sind dagegen die Minispiele, bei denen man Geld in einem Lauf möglichst schnell einsammeln muss oder verschiedene Arten von virtuellen Viren abschießen muss. Diese Spiele sind sehr unterhaltsam und bieten eine sehr gute Abwechslung, zumal sie auch perfekt in den Alltag eines Hackers passen.
Zu guter Letzt komme ich noch zu dem meiner Meinung nach interessanteste aber auch nervigste Eigenschaft von Watch_Dogs, die Online Missionen. Wie der Name schon sagt, gibt es die Möglichkeit mit anderen zu spielen oder genauer gesagt in das Spiel eines anderen sich einzuhacken. Es gibt verschiedene Gründe dafür bei den Missionen. Sollte man sich entschließen, einen anderen Spieler zu hacken, so macht dieser Modus durch aus Spaß und sorgt für gute Laune und Motivation, wenn der Gehackte einen nicht sieht oder es zu einer spannenden Verfolgungsjagd kommt. Betrachtet man dies nun aber von der anderen Seite, kommt der sehr nervige Charakter dieses Features zu Tage. Es gibt soweit mir bekannt ist keine Möglichkeit wirklich offline zu spielen und zu bleiben. Sobald man in der Story den Teil mit dem Online freigeschaltet hat, können jeder Zeit andere Spieler auf dein Spiel zugreifen und dich von deiner eigentlichen Aktivität stören. Dies ist logischer Weise nur in freier Fahrt möglich, nervt jedoch enorm. Bei mir hat es unzählige Male dazu geführt, dass ich eine Mission nicht starten konnte, da sich ein Spieler in meinen Singleplayer gehackt hatte.
Technik
Bei der Technik lässt sich nicht viel meckern. Die Grafik ist recht gut. Lichteffekte sehen schön aus und Explosionen sind auch hübsch anzuschauen. Das Schadensmodell der Autos ist ebenfalls in Ordnung. Zumindest sieht man den Autos an, an welcher Stelle sie Schaden genommen haben und wie stark dieser war. Was dagegen etwas seltsam ist, ist die natürliche Panzerung jedes Fahrzeuges in dem Aiden drin sitzt. So fühlt es sich nahezu an, als säße man in einem Panzer, der gegen Einkaufswagen fährt. Gegnerische und zivile Fahrzeuge fangen an zu rauchen oder sind sogar zerstört, wo Aidens jeweiliges Auto noch nicht einmal einen Kratzer hat. Ebenso ist merkwürdig, wie weit Aiden andere Autos mit seinem bei einem Aufprall schupsen kann. So kann es passieren, dass man mit einer Schrottkarre ein SUV in die Seite rammt und dieser dann 10-20 Meter durch die Luft und dann gegen eine Wand fliegt. Dies scheint jedoch vom Spiel so vorgesehen und sorgt eher für Erheiterung als für Trübsal.
Sobald der Regen einsetzt, bilden sich auf den Straßen Pfützen, die das Licht reflektieren und ebenfalls schön anzusehen ist.
Fazit
Watch_Dogs bietet sehr viel Potenzial, jedoch wird vieles davon verschenkt, durch kleinere Probleme, wie die Fahrphysik oder der leichte Schwerpunkt auf Waffen. Ebenso kann es tierisch nerven, wenn sich andere Spieler in dein Spiel hacken und dich somit im Spielfluss stören. Abwechslung gibt es jede Menge, jedoch passen diese entweder nicht in das Konzept oder werden schnell langweilig. Die Grafik ist schön und es lohnt sich auch mal einfach nur herum zu fahren und sich alles anzugucken.
Alles in allem merkt man dem Spiel jedoch sehr stark an, dass es ursprünglich für Konsolen geschrieben wurde, da nicht nur die Fahrzeugsteuerung, sondern auch sämtliche Menüs auf Gamepad angepasst sind.
Daher ist das Spiel für den PC in meinen Augen eher mittelmäßig. Ein Kauf lohnt sich nur, wenn man nichts anderes zu zocken hat UND das Spiel stark runter gesetzt ist. Zwar ganz nett das Spiel, aber mehr als 10€ würde ich dafür nicht ausgeben.
geschrieben am 18.06.2015
asaheil am 07. März 16
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