Civilization V (PC-Test)
Vorwort
Civilization V ist der erste Teil gewesen, den ich von der Reihe jemals gespielt habe. Zudem habe ich das Spiel nur einmal durchgespielt und zwar als Bismark von Deutschland. Es hat zwar eine sehr lange Zeit gedauert, jedoch gibt es ja nun deutlich mehr Länder, die man spielen könnte als nur Deutschland und dementsprechend deutlich mehr Spezialitäten auf die ich hier nicht eingehen kann. Zudem kann ich auch keinen Qualitätsvergleich zu anderen Teilen vorlegen, da ich, wie bereits gesagt bisher nur Teil V gespielt habe.
Story
Die Story von Civilization V ist schnell erklärt, denn es gibt ansich keine wirkliche feste Story. Anfangs wählt man sich einen Anführer und somit ein Land aus. Diese führt man dann über Runde und Runde zum Sieg. Hierbei hat man natürlich nicht endlos viel Zeit, wobei die Zeit, die einem zur Verfügung steht, mehr als ausreichend ist.
Gameplay
In Civilization V übernimmt man die Kontrolle über eine von vielen historischen Fraktionen, die sich über alle Epochen der Menschheitsgeschichte erstrecken. Zu Beginn des Spieles fängt man mit einer einzigen Stadt, der Hauptstadt des späteren Reiches an. Von Anfang an übernimmt man dann die Planung für Forschung, Städteausbau und Provinzverwaltungen. Die Forschungen laufen hierbei eher nebensächlich, da sie jeweils einige Runden laufen müssen, bevor sie fertig sind. So wählt man sich eine Forschung aus und wartet die nächsten Runde ab, um die nächste zu wählen. Der Städteausbau erfolgt ähnlich, wobei hierbei verschiedene Kategorien existieren. So kann man sich überlegen, ob man ein weiteres Wirtschaftsgebäude baut, ein Wunder oder weitere Einheiten. Jeder sollte hierbei seinen eigenen Weg finden, da es keine wirkliche Beschränkung der Kombinationen zu geben scheint. Jedoch sollte gerade beim Städteausbau eine gute Mischung gefunden werden, da eine Vernachlässigung auch nur einer der Untergruppen zu herben Nachteilen führen könnte. Die Provinzverwaltung erfolgt mit Bautruppen. Diese schickt man durch seine Gebiete und lässt sie Zuchten, Minen oder Bauernhöfe bauen. Zudem sind sie auch dafür gedacht, um Straßen zu bauen. Sehr gut geeignet für die eigenen Truppen sollte man daher alle Städte, die man im Laufe des Spiel sich aneignet oder gründet mit Straßen verbinden, sofern dies möglich ist. So nun zur Staatserweiterung. Mit steigendem Level der Städte, steigt auch deren Einzugsgebiet, in denen die Bautruppen weitere Landerweiterungen bauen können. Um nun weitere Städte sein eigen nennen zu können und so sein Reich zu vergrößern, gibt es zwei Wege. Entweder man schickt Siedlertruppen los, mit denen man neue Städte gründen kann oder man erobert eine fremde Stadt. Hierbei ist es jedoch egal, ob es eine Stadt von einem Stadtstaat ist oder von einem anderen Staat. Wo wir schon bei der kriegerischen Seite des Spiels sind. Kampfeinheiten gibt es je nach Forschung aus den verschiedensten Epochen. Jede hat daher auch die entsprechenden Eigenschaften, Vorteile und Nachteile. Ob man eine Stadt angreift, sollte man sich jedoch genau überlegen, da es ganz darauf ankommt, ob man mit den Konsequenzen leben kann. So sollte man schauen, wer die Verbündeten und wie stark die feindlichen Einheiten sind. Stadtstaaten haben in der Regel nur wenige Einheiten und sind daher keine wirklich ernst zu nehmenden Gegner, wobei sie im Laufe des Spiels viele Verbündete oder auch starke Verbündete haben können. Die Frage nach den Verbündeten stellt sich natürlich auch bei richtigen Staaten, wobei hier eher die Armeestärke des Staates interessant ist. Die Anzahl der feindlichen Städte ist hierfür ein recht guter Indiz für die eigentliche Stärke. Bei der Eroberung von Städten würde ich außerdem stark davon abraten vor dem letzten, einnehmenden Angriff irgendwelche Nahkämpfer angreifen zu lassen, der Verlust, den diese dann erleiden ist meines Erachtens nach viel zu hoch. Stattdessen sollte man versuchen möglichst mit Fernkämpfern die Stadt erst zu zermürben und dann mit einem einzigen Nahkampfangriff die Stadt einzunehmen.
Im allgemeinen lässt sich jedoch in Civilization V ein Sieg nicht nur über Krieg erreichen, sondern ebenso durch Forschung oder Wirtschaft. Ein Sieg ist also auf alle Wege möglich und sollte daher gut durchdacht sein, mit was man gewinnen möchte.
Technik
Civilization V zeigt die Weltkarte in einer recht schönen Karte. Überall sind kleinere Details zu entdecken, die die Spielwelt interessanter und lebendiger wirken lassen. So gibt es immer mal wieder Wildtiere, die sich liebevoll animiert auf ihrem Feld bewegen und so der Landschaft mehr Realität einhauchen. Ebenso sind alle Einheiten schön animiert und bewegen sich glaubwürdig über die Gebiete. Das ganze wird in einer Top-Down-Grafik präsentiert, die dem Spieler eine gute Übersicht über alle Geschehnisse gibt. Als nettes Gimmick empfand ich die Minimap am unteren Bildschirmrand. So passte die sich permanent auf das bereits entdeckte Gebiet an. Anfangs war sie sehr nahe heran gezoomt, sodass es den Eindruck machte, die Karte wäre nicht so groß, doch je mehr man entdeckt hatte, desto größer wurde die Karte. Die Menüführung innerhalb des Spiels ist übersichtlich und einfach gehalten. Es sollte daher jedem Spieler leicht fallen, sich in die Steuerung und Planung hinein zuarbeiten. Die eigentlichen Taktiken sind dagegen teilweise eine Sache für sich und man muss dort erst einmal gucken, wie man den Sieg erringen will. Eine große Problematik ist jedoch, dass man nur eine Einheit pro Feld platzieren kann. Dies beschränkt die Angriffstaktiken stark und zwingt den Spieler noch mehr dazu taktisch vorzugehen, da die meisten Taktiken nicht funktionieren, sobald sie mit auch nur einer Einheit mehr passieren sollten. Als Beispiel hatte ich in meinem Spielstand den Großteil meiner Armee im Hinterland und musste sie warten lassen, bis sie gebraucht wurden. Somit entstanden teilweise 3-5 Belagerungen gleichzeitig, da ich meine Armee nicht rumstehen lassen wollte.
Fazit
Civilization V ist definitiv ein Spiel mit Suchtfaktor. Die kurzen Runden und einfache Steuerung sorgen dafür, dass man immer noch eine Runde spielen möchte. Die Sache mit dem eine Armee pro Feld ist eine sehr nervige Sache. Empfehlenswert ist das Spiel daher für Spieler, die sich gerne über längere Zeit im Aufbau vertiefen wollen und ein dickes Fell gegenüber Begrenzungen haben.
asaheil am 27. Juni 16
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Assassins Creed: Unity (PC-Test)
Vorwort
Um das gleich einmal vorweg zu nehmen, ohne jegliche Vorabinformationen zu meiner persönlichen Meinung zu verraten, muss ich sagen, dass Assassin’s Creed zu einer der Reihen gehört, bei denen ich jeden Teil gespielt habe oder noch spiele möchte.
Ich werde daher Unity teils als eigenständiges Spiel und teils als Spiel aus der Reihe zu betrachten.
Story
Man startet als kleiner Junge namens Arno, der seinen Vater begleiten sollte. Kaum das dieser jedoch wichtigen Geschäften nachgehen muss, muss Arno sich damit zufrieden geben, auf einem Stuhl in einem Gang zu warten. An dieser Stelle bekommt er von seinem Vater eine Uhr geschenkt, um selber nachschauen zu können, wie lange er noch auf seinen Vater warten müsse. Da dies für einen kleinen Jungen natürlich viel zu langweilig ist, lässt er sich schnell von dem kleinen Mädchen Elize ablenken. Nachdem sie eine ganze Weile getobt hatten und Arno wieder zurück zu seinem Stuhl geht, hat sich in dem Gang bereits eine Menschenmenge versammelt. Sein Vater wurde ermordet.
Elize und ihr Vater nehmen ihn auf und kaum dass er alt genug ist, wird auch sein Ziehvater vor seinen Augen ermordet. Sofort wird er als Mörder verdächtigt und in die Bastille gesteckt.
Aus dieser kann er mit Hilfe eines seiner Mithäftlingen fliehen.
Es handelt sich hierbei um einen Assassinen, wie Arno kurze Zeit später erfährt.
Bei seiner nächsten Begegnung mit Elize stellt sich nun jedoch heraus, dass sie wiederum eine Templerin ist, was sie beide zu Erzfeinden macht.
Soviel zum Anfang der eigentlichen Storyline. Wie üblich werde ich an dieser Stelle aufhören, um einen Spoiler der weiteren Geschehnisse zu vermeiden.
Was jedoch noch zu erwähnen wäre, ist die Storyumgebung: die französische Revolution.
Gameplay
Um nicht gleich mit den negativen Punkten anzufangen, beginne ich doch lieber mit der Umgebung des Spiels. Den Hauptteil des Spiels verbringt man in Paris. Es gibt zwar noch zwei weitere französische Schauplätze, aber die lass ich hier komplett raus, da sie nur kurz in der eigentlichen Story vorkommen und sehr klein sind, weswegen man sehr wenig durch zu tun hat.
Das Paris zur Zeiten der französischen Revolution ist sehr gut gelungen. Die Atmosphäre stimmt vorne und hinten. An nahezu jeder zweiten Straßenecke begegnet man aufgebrachte Menschenmengen und/oder Barrikaden. Die Straßen sind gut gefüllt von kleineren Händlern, Bürgern, Soldaten oder anderem.
Wie in allen anderen Teilen davor, gibt es hier natürlich auch wieder die Möglichkeit neue Gebiete auf der Karte “freizuschalten”, indem man zu Aussichtspunkten hinauf klettert und diese dann synchronisiert. Ebenfalls übernommen aus alten Teilen, sind die verschiedensten Arten von Sammelobjekten. So kann man überall in der Stadt verstreut Truhen finden, die meistens Geld enthalten. In Unity gibt es dann noch weitere Sammelmarken, die teils unterirdisch teils überirdisch, teils in Fußboden Nähe teils über den höchsten Dächern zu finden sind. In den verschiedensten Häusern gibt es so genannte Artefakte, die optisch gesehen einfach nur Schildwappen sind. Wie üblich dient das Sammeln solcher und aller ähnlichen Objekte nur der Erreichung der 100% Zahl am Ende des Spielstands. Ich habe während des Spielens keine weiteren Vorteile erkennen können, die daraus hervor gehen sollten.
Das Housing-System aus den Vorgängern (Black Flag = Pirateninsel; 3 = Herrenhaus mit “Dorf”) hat auch hier wieder Einzug gehalten. So hat man diesmal ein Café, welches mit speziellen Missionen ausgebaut werden kann und dessen Einnahmen erhöht werden können, indem man weitere Immobilien aufkauft und renoviert. Die gesammelten Einnahmen aus diesen Geschäften werden in einer Kiste hinterlegt, die sich in dem Gebäudekomplex befindet, das Café, Hauptbasis der Pariser Assassinengilde und persönliches Haus beinhaltet.
Kommen wir nun zu den zu bemängelnden Dingen von Unity.
Es gibt ein Problem, dass hatten alle Teile davor auch schon zu bewältigen, eine schreckliche Steuerung. In Unity wurde eine neue Art der Steuerung eingeführt, bei der der Spieler selber entscheiden kann, ob er gerade aus weiter, nach unten oder nach oben klettern wollte. Die Idee dahinter war sicherlich hervorragend, aber die Umsetzung ist leider grauenhaft. Technisch funktioniert es zwar, jedoch ist die ohnehin schon bescheidene Steuerung dadurch nicht wirklich besser, wenn nicht sogar noch schlimmer geworden. Vor allem macht es sich bemerkbar, wenn man schnell hinter jemandem hinterher rennen muss und dieser in eine der engeren Straßen flieht.
Zum nächsten Problem möchte ich noch kurz vorher auf die Waffenauswahl eingehen, da es meines Erachtens nach dazu gehört. Die Waffenauswahl ist natürlich auch in diesem Teil groß. In Unity hat man eine große Auswahl an Waffenkategorien, wie zum Beispiel Einhänder, Zweihänder, Pistolen oder Gewehren. Möglich ist es jedoch logischer Weise nur die Einhänder und Pistolen gleichzeitig ausgerüstet zu haben, da alle anderen Waffenarten beidhändig sind. Solange man sich nicht im Kampf befindet, ist es außerdem möglich die bereits gekauften Waffen auszurüsten oder neue Waffen zu kaufen. So kann man beispielsweise erst mit einem präzisen Gewehr einige Feinde aus der Entfernung ausschalten und dann, vorausgesetzt man wurde noch nicht entdeckt, wechselt man auf das Einhandschwert und man die übrigen Feinde im Nahkampf fertig. Das ist auf jeden Fall eine sehr interessante Möglichkeit, um verschiedenste Kampftaktiken auszuprobieren. Was mich jedoch daran etwas gestört hatte, das gab es nämlich früher schon und wurde bei Unity völlig rausgenommen, ist, dass die Waffen von besiegten Feinden nicht aufgenommen werden konnten. Es würde dem ganzen deutlich mehr Taktikvielfalt bieten, wenn man feindliche Aggressoren mit ihren eigenen Waffen gegenüber treten könnte. Zumal man dadurch umgehen würde, sich durch das deutlich sichtbar für Konsolen entwickelte Menü zu quälen.
Kommen wir nun zum eigentlichen zweiten Problem, das “realistische” Kampfsystem. Natürlich ist das Kampfsystem von Assassins Creed noch nie sonderlich realistisch gewesen aus den meisten Augen, jedoch sollte man hier nicht vergessen, dass man einen ausgebildeten Profikiller spielt, aus einer Vereinigung von Profikillern, die das schon seit mehreren Jahrhunderten macht. Daher ist es meines Erachtens nach nicht grade unverständlich, warum ein Kampf gegen 5 Gegnern innerhalb von Sekunden vorbei ist. Da dies jedoch die Kämpfe für den Spieler etwas zu einfach macht, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Die Idee, das Kampfsystem realistischer zu machen, ist hierbei jedoch ,genauso wie die Steuerungsänderung, nach hinten losgegangen. Dadurch, dass die Feinde nun mehr aushalten und man selber gefühlt weniger, ist es umso notwendiger, dass die Bedienung und die Umsetzung perfekt passt. Was ich jedoch mehrmals mitbekommen habe, hat mich nicht gerade selten dazu gebracht, das Spiel zu beenden und erstmal nicht wieder anfassen zu wollen. Da in Unity scheinbar jeder eine Nahkampfwaffe besitzt, ist es verständlich, dass jede Waffe und jeder Königstreuer ebenfalls noch eine Schusswaffe besitzt. Seltsam wird es jedoch, wenn diese einen noch sehen und abschießen können, wenn man bereits um eine Ecke, hinter einer Mauer oder in einer Menschenmenge verschwunden ist. Soviel zu Realismus. Es kam leider zu häufig vor, dass ich gestorben bin, weil mich eine Kugel getroffen hat, die um eine Steinecke hätte fliegen müssen. Ebenso ist mir aufgefallen, dass Rauchgranaten oder Betäubungsgranaten den Feinden im Umkreis teilweise ebenfalls egal waren und mich fröhlich weiter angriffen, was ebenfalls zu oft zum Tod führte. Mal abgesehen von diesem Desaster gibt das Kampfsystem noch mehr Frustgründe. Wäre die Umsetzung des Konters gelungen, wäre es ein spaßiges System. Drücke, wenn der Balken über dem Feind gelb wird. Nun gibt es aber das Problem, dass der Balken erstens nicht immer gelb wird und manchmal nur ein Bruchteil gelb ist. Desweiteren kam es häufig vor, dass Arno gar nicht auf die Idee kam zu blocken, auch wenn ich die entsprechende Taste rechtzeitig gedrückt hatte. Daher ist das Kampfsystem eine zweite sinnlose Veränderung gewesen, die in der Assassins Creed Reihe nicht sein muss.
Meine letzte Anmerkung an den Problemen im Gameplay liegen in der Masse an Nebenaufträgen. Es ist zwar schön, wenn man genügend zu tun hat abseits der Haupthandlung. Es sind auch nett inszenierte Pariser Geschichten dabei. Jedoch wird es sehr schnell eintönig und andere Nebenaufträge handeln auch immer von ähnlichen Dingen. Töte Person X, stehle von Person X oder verteidige Person X. Es ist immer das gleiche und immer ist es recht schnell getan. Da hatten sich die Vorgänger deutlich besser ins Zeug gelegt. Natürlich waren die Quests dort auch schon ähnlich aufgebaut, jedoch konnte man in Black Flag bei einer Attentatsmission darauf gefasst sein, dass man eine kleine Insel mit Wachpersonal vorfindet, während man in Unity einen Typen töten muss, der einsam und völlig abwesend durch menschenleere Gassen streift. Ein anfangs nettes Gimmick sind die Gruppenereignisse. Diese tauchen spontan in der Umgebung von Arno auf, behandeln jedoch ebenfalls nur die Aufgabentypen “Töte sie!”, “Verscheuche sie!” oder “Ramme sie!”. Es ist zwar recht nett sowas, allerdings wird es in Unity so massiv zur Verfügung gestellt, dass es allerhöchstens als Zeitschindung zu verstehen ist, um eine höhere Spielzeit zu erreichen.
Da in Unity der Koop offenbar sehr hervorgehoben wurde, ist es verständlich, dass dieser in Game häufig zu finden ist. Ich selber habe jedoch diesen nicht ausprobiert, stell es mir jedoch sehr unterhaltsam vor, wenn man mit Freunden solche Missionen spielt. Was mich dabei jedoch etwas genervt hat, war, dass man keine Chance hatte, diese Quests auszublenden. So ploppen ständig die Koopquests auf, auch wenn man überhaupt nicht im Koop spielen möchte...
Technik
Eine große Detailreichheit sorgt für stimmungsvolle Atmosphäre in punkto Grafik. Die Texturen von Boden, Wänden, Kleidungsstücken und Personen sind nahezu makellos, wenn man diese mit ähnlichen Spielen vergleicht, die ungefähr zur selben Zeit herausgekommen sind. Grafikfehler sind mir während der Spielzeit keine aufgefallen, daher möchte ich auf diesen Unterpunkt kaum weiter eingehen.
Bei der Physik sind mir dagegen jede Menge Fehler aufgefallen, doch zunächst einmal die üblichen Verdächtigen und positive Aspekte der Assassins Creed Reihe. Wie unrealistisch manche Sprünge sind, brauche ich, denke ich mal, nicht zu erwähnen. Bleiben wir jedoch bei der Steuerung. Häufig ist die Umsetzung der Steuerung ein Grauen, wie oben bereits beschrieben. Befindet man sich beispielsweise auf einem Aussichtspunkt und möchte mit Shift+W+E nach unten in einen Strohhaufen springen, dann klappte dies zwar die meiste Zeit, jedoch kam es auch leider zu häufig vor, dass er lieber Schritt für Schritt herunter klettern wollte. Dieses Problem ist jedoch eher als Meckern auf höchstem Niveau zu verstehen.
Kommen wir dann zu den eigentlichen Mysterien. Die Physik sieht in fast alles Teilen des Spiels wirklich gut aus und fühlt sich realistisch an. Jedoch sind die Todesanimationen etwas merkwürdig. Wobei diese bei Feinden realistisch rüber kommen, jedoch bei Arno direkt sehen sie sehr merkwürdig an. So sackt dieser jedes mal nur zusammen, ohne die Gesetze der Physik zu berücksichtigen. Die meisten Todesanimationen würden dafür sorgen, dass Arno zur Seite oder nach hinten fallen müsste, jedoch sacken die Beine einfach ein, sobald die eigentlichen Animation abgeschlossen ist. Des Weiteren ist mir häufig aufgefallen, dass tote Körper und Waffen in den Wänden stecken bleiben und anfangen wild zu wackeln. Im eigentlichen Spielfluss fällt so etwas kaum auf, jedoch wenn man es bemerkt, dann ist es durch aus nervig.
Fazit
Unity sorgt zwar für eine gute Stimmung durch seine Umgebung und die Grafik, hat jedoch einige Probleme, die den Spielspaß mindern können. Wer ein Fan der Reihe ist, dürfte ziemlich enttäuscht sein von diesem Teil der Reihe. Wer als Neuling in die Assassins Creed Reihe eintauchen will, sollte sich vielleicht lieber einen anderen Teil suchen, um sich nicht eine so gute Reihe zu versauen. Unity ist definitiv das schlechteste Spiel der Reihe bisher. Hoffentlich sorgen nach folgende Teile wieder für mehr andauernden Spielspaß.
asaheil am 19. Mai 16
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Mad Max (PC-Test)
Vorwort
Nach 70 Stunden Spielzeit und nahezu allem was man erledigen und sammeln kann, kommt hier mein Test zum Spiel Mad Max. Vergleiche zum Film werde ich jedoch nicht aufstellen, da hier das Spiel separat betrachtet werden soll.
Story
Die Welt ist nach einer Katastrophe überdimensionaler Ausmaße in eine Wüste verwandelt worden. Der Hauptcharakter Max fährt mit seinem Schmuckstück der V8 Interceptor durch die Lande. Plötzlich wird er von den Warboys von dem Warlord Scrotus angegriffen. Er muss nach kurzem Widerstand schwer was einstecken und sein geliebtes Fahrzeug wird ihm genommen. Mit letzter Kraft schafft er es, einen Kampf mit Scrotus selbst auf seiner fahrenden Festung zu provozieren, in dem er zunächst einen Hund abwehrt, der später noch eine recht wichtige Rolle spielen wird und Schluss endlich dem Warlord seine eigene Kettensäge tief in den Schädel treibt. Trotz dessen wird er vom Fahrzeug geworfen und findet sich wenig später an der Seite des Hundes wieder. Beide wurden zum Sterben zurück gelassen. Aus gerade noch Gegnern werden schnell Weggefährten und so machen die beiden sich auf die Suche nach einer Wasserquelle. Der Hund rennt vor und verschwindet aus Max Sichtfeld. Als dieser es endlich schafft, dem Hund zu folgen entdeckt er diesen in einem Käfig des Schwarzfingers oder Mechanikers Chumbucket. Er schloss sich Max ebenfalls an und steht ihm seit diesem Moment jederzeit als Feldmechaniker zur Verfügung, da er immer hinten auf dem Auto des Probanden steht und im Notfall das Auto repariert.
Zunächst kommen die 3 völlig fremden Kameraden bei Chum unter, werden von dort jedoch recht schnell vertrieben, nachdem sie für Max ein neues gutes Gefährt organisiert hatten. Sie fliehen in das angrenzende Gebiet und bieten ihre Hilfe dem Oberhaupt der dortigen Festung an im Gegenzug für einen Platz, den sie als Werkstatt nutzen können.
Von hier aus befreien sie das Land von der Herrschaft des Scrotus Stück für Stück. Egal ob Scharfschützen, Türme oder ganze Lager, Max räumt im gesamten Gebiet auf.
Der weitere Verlauf der Geschichte ist schnell zusammengefasst. Sie reisen immer weiter von Gebiet zu Gebiet. Kommen gegen Hilfeleistungen bei immer weiteren Festungen unter und befreien das Land. Erst als sie in der großen Hauptstadt Gastown angekommen sind verdichtet und verändert sich die Story. Dazu werde ich hier jedoch nichts sagen, da ich keinen all zu großen Spoiler hier einbauen möchte.
Natürlich, wie es sich für ein OpenWorld Titel gehört, gibt es auch die Möglichkeit zahlreiche Nebenmissionen zu erfüllen, die jeweils in sich eine eigene kleine Story bilden oder zur Atmosphäre des Spiels beitragen.
Gameplay
Mad Max stellt sich selber als ein klassisches OpenWorld-Actionspiel hin, wie die Assassins Creed Teile oder Far Cry, und bietet damit viel zu sehen, zu erledigen und zu entdecken. Besonders für wachsame Spieler, entdeckt man hinter so mancher Ecke Geheimnisse oder Andeutungen auf frühere Zeiten. So kommt es vor, dass man sich einen engen Bergpfad hochquält und an Felskanten lang schleicht, um am Ende 2 Skelette zu finden, die Arm in Arm auf einer Matratze in einem versteckten kleinen Lager liegen. Offenbar wussten diese beiden, dass ihr Ende bald gekommen war und wollten die letzten Stunden bis zum Tod gemeinsam bestreiten. Solche und ähnliche Dinge findet man an vielen Ecken, der riesigen Spielwelt. Neben dem Entdeckergeist, wird auch die Sammelwut einiger Spieler belohnt. So ist es eben auch möglich Schrott, welches als Währung dient, oder Artefakte zu finden. Diese Artefakte sind in der Regel alte Bilder von vor der Katastrophe mit einem Spruch oder kurzem Text auf der Rückseite oder eben direkt ein Brief, der meistens möglichst kurz gefasst ist. Sie zeigen dem Spieler eine Welt kurz vor der Katastrophe, aber auch kurz danach und wie sich die Menschen versuchen zu retten und zu überleben. Teilweise bekommt man so aber auch indirekt von dem Tod einiger Personen mit. Dies dient alles natürlich, um einen schönen Rahmen für dir Story zu geben. Schade hierbei ist jedoch, wie bei so vielen OpenWorldTiteln, dass die eigentliche Hauptstory recht kurz ist und durch die vielen Aktivitäten und Nebenaufträge stark in den Hintergrund gedrängt wird.
In der Spielwelt erwarten uns 6 Gebiete, die jeweils eine andere Art von Umgebung mit sich bringen. So gibt es ein Gebiet, wo man Minuten lang durch die Wüste fahren kann, ohne einmal etwas von Menschen Geschaffenes zu entdecken. Im Gegenzug dazu gibt es natürlich auch Gebiete, wo man nahezu vergeblich nach normalem Boden sucht, weil bis auf die Wege alles aus alten Schrottteilen wie Autos besteht. Noch eine extreme Gegend wären die größeren Bergpassagen, bei denen man schnell abrutschen und weit von der Strecke abkommen kann, wenn man mal nicht aufpasst oder von der Straße abgedrängt wird. Neben den ganzen extremen Gebieten gibt es aber auch gemäßigtere Gegenden, in denen eine gesunde Mischung aus Wüste, Straßen und Nachweise der damaligen Zivilisation zu finden sind.
Wo genau die Welt von Mad Max spielt weiß ich leider nicht, jedoch wäre es denkbar, dass es teilweise ehemalige Wassergebiete waren, da man neben einem Leuchturm auch mehrere größere Schiffe finden kann. 2 davon werden sogar als Festung benutzt im Laufe der Story.
Die Suchbereiche bieten die meisten Nebentätigkeiten. Hier kann man Schrott, Artefakte und Aufrüstungsteile sammeln und seine Wasservorräte und Treibstoffkanister wieder auffüllen. Die Idee, dass man das alles in der Welt finden kann, ist zwar sehr anfangs sehr stimmungsvoll, wird jedoch schnell sehr nervig, da es ansich immer wieder das gleiche ist, nur im jeweils anderen Bereich, daher mit neuer Maske.
Ähnlich zu den Suchbereichen sind die feindlichen Lager. Diese sind befestigt und es tümmeln sich immer jede Menge an Gegner in seinem Inneren. Zusätzlich zur Eliminierung von allem feindlichen und dem Sammeln von Gegenständen gibt es in jedem Lager etwas zu tun, um das Lager zu übernehmen bzw zu befreien. Dies ist ebenfalls anfangs sehr spannend, jedoch bemerkt man sehr schnell, dass es ansich nur 4 verschiedene Arten von Lagern gibt und somit nur 3 verschiedene Siegesaufgaben. Die 1. wäre es, dass man einen Unterboss besiegen muss. Die 2. wäre, dass man eine bestimmte Anzahl an Gegnern im Lager besiegen muss. Die 3. wäre, dass man eine oder mehrere Öhlpumpen zur Explosion bringen muss. Die 4. und letzte Aufgabenart ist es, dass man mehrere Öltanks zur Explosion bringen muss.
In Suchbereichen sowie in Lagern erweist es sich als äußerst nervig, wenn man ein einziges Teilchen nicht gefunden hat, da man, wenn man die 100% für diesen Suchbereich/Lager haben will, das gesamte Gebiet noch einmal und noch einmal durchsuchen muss. Meistens sind es Schrottteile oder Insignen, die man zerstören muss, die einem am Ende fehlen und bis auf die 100% bringt es einem rein gar nichts, da man schnell an dem Punkt angekommen ist, dass man zuviel Schrott hat, den man nicht mehr ausgegeben kann, da man schon alles gekauft hat.
Jedes befreite Lager liefert nämlich kontinuierlich Schrott auf das eigene Konto.
Die größte Abwechslung zum Alltag in der Welt von Mad Max, fande ich, waren die Kolonnen. Bei diesen gab es jeweils ein stark befestigtes Hauptfahrzeug, das von einem größeren Konvoi bewacht wird und immer die selbe Strecke abfährt. Die Aufgabe hierbei besteht in der kompletten Zerstörung der Kolonne, was jedes mal wieder Spaß macht. Allerdings gab es vielleicht etwas zu wenige davon, da sie schnell alle erledigt waren.
Vom Spielerischen her war das Unterhaltsamste und Spannenste der Nahkampf gegen zahlreiche Gegner. Wo man bei bis zu 4 Gegnern noch viel zu leichtes Spiel hat, muss man bei 6 aufwärts deutlich mehr aufpassen. Vor allem wenn in der feindlichen Gruppe auch stärkere Gegnertypen vorhanden sind, die zB mit Waffe und Schild auf einen losstürmen.
Solche Kämpfe haben mir bis zum Schluss immer am besten gefallen, da sie nie gleich abliefen, sondern man immer wieder sich auf neue Situationen einstellen musste und die Umgebung im Auge behalten musste.
Wer einen Vergleich mit anderen Spielen haben will, würde ich die Kampferfahrungen, die ich in Mad Max gesammelt habe, mit den Assassins Creed Teilen vergleichen. Der Protagonist nimmt es ohne Probleme mit einer Überzahl an Gegnern auf, solange man rechtzeitig blockt und kontert.
Technik
Die Grafik ist in seiner ganzen Bandbreite an Sandstürmen, Felsenregionen, Schadensmodellen und Kleinigkeiten eine wahre Augenweide. Es ist durchaus oft vorgekommen, dass ich einfach nur durch die Gegend gefahren bin oder mich auf höher gelegene Gebiete gestellt hab, um die Landschaft zu bewundern. Durch die hohe Abwechslung an Umgebungen, sollte es eigentlich deutlich schwerer sein, eine einheitliche Grafikqualität zu bieten. Wie gesagt… Eigentlich… Bei Mad Max stimmt die Grafik an nahezu jeder Ecke. Mir sind nur wirklich sehr selten mal schwebende Steine oder dergleichen aufgefallen. Die Texturen sind ebenfalls äußerst stimmungsvoll, solange man nicht all zu dicht ran geht. Dort sind sie zwar auch in einer entsprechend guten Qualität vorhanden, jedoch im Vergleich zum Gesamtkonzept lässt hier die Qualität leider ein wenig nach. Wenn man von dem nun aber ab sieht, findet man viele kleinere und größere Grafikdetails. So zum Beispiel die sehr gut imitierten Reifenspuren im Sand oder sichtbare Schäden am eigenen und an fremden Fahrzeugen. Hier mangelt es jedoch ein wenig an Realismus. Natürlich rüstet man sein Auto immer weiter auf, um so die absolute Tötungsmaschine zu kreieren, jedoch schien mir an vielen Stellen der Kollisionsschaden als nicht gerade physikalisch korrekt. Es geht hierbei gar nicht unbedingt darum, dass man nahezu unverwundbar ab einem bestimmten Punkt, da man durch aus durch Rammattacken ins Heck oder die Seiten immer noch starken Schaden erleiden muss. Vielmehr ist die Art und Schnelligkeit der Reparatur durch den Mechaniker deutlich unrealistisch. Hierbei ist mir natürlich bekannt, dass das Spiel hier deutlich unattraktiver wäre, wenn die Reparatur realistisch wäre. Jedoch gibt es ansich nur 2 Arten der Reparatur und hier liegt das sichtbar unrealistische. Reparatur 1 ist bei kleinen und mittleren Schäden. Der Mechaniker springt auf die Motorhaube und schraubt mit seinem Schraubenschlüssel am Motor rum, um so den Schaden zu beseitigen. Reparatur 2 ist bei schweren Schäden, wenn das Fahrzeug bereits angefangen hat zu brennen. Hierbei springt der Mechaniker auf die Motorhaube und löscht mit einem kleinen Feuerlöscher das Feuer bevor er anfängt mit seinem Schraubenschlüssel rum zu hantieren. Bei beiden Reparaturverfahren springt der Mechaniker auf die Motorhaube und schraubt bzw arbeitet am Motor. Es ist hierbei völlig egal, wo der Schaden entstanden ist, da der Schaden des Fahrzeugs nur auf den Motor zurück zu führen ist. Da ein Auto jedoch an so viel mehr Stellen erheblichen Schaden erleiden kann, der das Fahrzeug ebenfalls zum Stillstand zwingen kann, wären dort wenigstens ein paar Alternativreparaturen wünschenswert gewesen. Als Beispiel hierbei wäre, dass die Reparatur mittels Hammer an der Seite statt finden könnte, wenn dort gegen gefahren wurde, um Beulen aus zubessern.
Fazit
Mad Max ist ein äußerst unterhaltsames Spiel mit einer wunderschönen Spielwelt. Eine Empfehlung kann ich hier jedoch nur bedingt aussprechen, da es ganz auf den Spielertyp ankommt. Ist man auf sehr viel Aktion aus, dann könnte man hiermit sicher auch einige Stunden tot schlagen, jedoch sollte man ein wenig Geduld mitbringen. Wenn man ein Sammler oder dergleichen ist und das Spiel zu 100% durchspielen möchte, dann bringt man für gewöhnlich schon sehr viel Geduld mit sich, jedoch sollte man ebenfalls ein möglichst stressresistenten Umhang sich anlegen. Viel zu oft kamen Frustmomente, bei denen man nach einem Teil sucht und dieses erst nach nervigen Stunden der Suche findet.
Wer Geduld hat, der sollte sich dieses Spiel auf jedenfall antun. Wer sich dagegen eher schwer tut, ein wenig Geduld zu zeigen, der sollte lieber die Finger von diesem Spiel lassen.
asaheil am 14. April 16
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Starbound (PC-Test)
Vorwort
So wie alle anderen Tests auch, ist dieser Test meine subjektive Einschätzung des ganzen und kann bei jedem Individuum abweichende Meinung verursachen.
Story
Die Geschichte des Charakters beginnt an Bord seines Schiffes. Dieses ist jedoch massiv beschädigt, dass das Anfangs grade einmal die Notstromaggregate funktionieren und das Innere in einem pulsierenden roten Licht erstrahlt. Nach kurzen Diagnosen des Hauptcomputers steht fest, dass es viel zu reparieren gibt. So bekommt der Spieler zunächst einen Matter Manipulator, der es ihm ermöglich jede Materie zu manipulieren oder kurz alles abzubauen. So wird dieser Matter Manipulator sofort eingesetzt, um auf dem Planeten über dem das Raumschiff fliegt Rohstoffe und Baumaterial abzubauen. Recht schnell funktioniert nun auch der Kurzstrecken Antrieb und wir können uns quer durch das Sonnensystem bewegen, um noch mehr Planeten zu erkunden oder um den Außenposten zu besuchen, bei dem wir wieder neuere Aufgaben kriegen, bei denen wir dem Auftraggebern bei ihren Problemen helfen müssen. Dies sorgt für mehrere kleinere Storys, die jedoch recht schnell abgearbeitet und somit vorbei sind.
Die Story endet hier zwar noch nicht ganz, aber sie wird sehr unwichtig.
Gameplay
Starbound spielt sich genauso wie Terraria, nur eben zuzüglich Zukunftstechnologien, wie Raumschiffen und Schusswaffen. Wer Terraria nicht kennt... Es ist kurz gesagt eine 2D-Variante von Minecraft, um es ganz kurz zu erklären. Man baut Blöcke ab, um sie an anderer Stelle wieder neu aufzubauen und sich somit aus der vorgegebenen Natur ein eigenes Reich zu errichten. Dazu kommen noch jede Menge Erze und natürlich Kohle, die dann zu besseren herstellbaren Gegenständen führen. Die Erweiterung bei Starbound liegt nun darin, dass man eben ein Raumschiff besitzt, mit dem man eben nicht nur den einen Planeten ab- und bebauen kann, sondern eben unzählige Planeten. Desweiteren gibt es Questbedingte Gebiete bzw Planeten, auf die man über den Schiffscomputer geportet wird und auf denen man dann auf speziellere Gegner trifft, die für eine der Aufträge vom Außenposten notwendig sind.
Davon abgesehen gibt es eine vielzahl von unterschiedlichen Planeten. Es gibt Wüstenplaneten, Eisplaneten, Ozeanplaneten, Steppenplaneten, Waldplaneten und Ebenenplaneten. Und jede dieser Arten ist sehr stimmungsvoll gestaltet und passt als gesamt Bild super zusammen. So ist die Flora und Faune auf das entsprechende Biom des Planeten angepasst und die Tier bzw Monsterwelt ist auch entsprechend angepasst. So wird es wohl kaum vorkommen, dass man auf einem Wüstenplaneten einen Hasen hoppeln sieht.
Neben den Bäumen sieht man auf den passenden Planeten ebenfalls kleinere Insekten über den Boden kriechen und auch Schmetterlinge lassen sich blicken. Das ganze wirkt dadurch noch detailreicher in dieser doch sehr pixeligen 2D Welt.
Es ist, das sollte man definitiv nicht vergessen zu erwähnen, ebenfalls möglich Starbound im Multiplayer zu spielen, was, wenn alle zusammen arbeiten und nicht jeder etwas komplett anderes macht, zu deutlich längerem Spielspaß führen kann.
Technik
Verständlicher Weise verbraucht das Spiel durch seine 2D Darstellung und seiner Pixelgrafik kaum für große Hardwareauslastung. Dadurch sollte es auch auf etwas älteren Rechnern noch flüstig laufen. Man sollte allerdings den Charme der Pixelwelt mögen, denn es ist definitiv kein Grafikwunder. Dagegen wirkt die Physik des Spiels realistischer als bei Minecraft. So ist es möglich, dass Blöcke nicht nur im Vordergrund platziert werden können, sondern eben auch als Hintergrund. Anzufinden ist dies natürlich auch in der normalen, nicht veränderten Spielwelt. Was die Physik nun betrifft, ist es nicht möglich einen Block in die Luft zu bauen ohne einen entsprechenden Block um ihn herum zu besitzen, egal ob Vorder- oder Hintergrund. Desweiteren gibt es Blöcke, die durch die Schwerkraft nach unten Fallen, da sie nicht "hart" genug sind, um alleine zu halten. Dies ist auch bei Minecraft der Fall, doch wo die Physik von Starbound realistischer ist, ist beim Wasser und dem Niederschlag. So gibt es in Starbound nicht die Möglichkeit sich eine unendliche Wasserquelle zu ermogeln, wie es bei Minecraft so einfach geht. Des weiteren fließt bei Starbound das Wasser auch komplett ab, sobald man den Block darunter entfernt und bleibt nicht, wie bei Minecraft üblich trotzdem noch als Wasserquelle an seinem alten Platz. Auch ein Realismusvorteil von Starbound ist der Niederschlag. Wo bei Minecraft nur Regentropfen auf den Boden fallen und nichts weiter passiert, sammelt sich der Regen in Starbound in allen möglichen Löchern und Rillen und bleibt als Pfütze oder sogar als kleiner Teich vor Ort.
Ansonsten Fallen Bäume um, wenn man den unteren Block abschlägt. Auch diese Sache ist bei Minecraft meines Erachtens nach immer wieder ein Nachteil gewesen, da größere Bäume nur durch Hilfstreppen komplett abbaubar sind. In Starbound dagegen ist es völlig egal welche Art oder welche Größe der Baum hat. Wird er gefällt, kippt er um und wird zu Baumstämmen, die man dann gemütlich einsammeln kann.
Die Ballistik der Waffen ist auch gut, so fliegt ein Pfeil nicht einfach grade aus, sondern durchfliegt eher eine Parabel. Dies ist jedoch auch bei Minecraft so.
Fazit
Wer der nostalgischen Pixeloptik etwas abgewinnen kann oder diese sogar sehr gern hat, der kommt an Starbound nicht drum rum. Ebenfalls empfehlenswert ist das Spiel für Personen, die das allgemeine Sandbox Gameplay lieben. Für die meisten anderen Gamer besteht dahingehend ein größeres Risiko sich hier einen Fehlkauf einzuhandeln, da es durch fehlende Story im Alleingang sehr schnell eintönig und langweilig wird. Für Multiplayerpartien ist Starbound auch nur dann zu empfehlen, wenn die Mitspieler die gleichen Interessen und Ziele für dieses Spiel verfolgen, wie man selbst.
asaheil am 11. März 16
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Grand Theft Auto Online (PC-Test)
Vorwort
Das letzte mal, dass ich aktiv den online Modus gespielt habe, ist leider etwas her.
Daher ist das letzte Update auf das ich mich beziehen kann das Ill Gotten Gains Part 2 -Update. Aus eben diesem Grund wird dieser Test logischer Weise das Spiel in eben dieser Form beurteilen.
Story
Eine richtige Story gibt es im Onlinemodus natürlich nicht. Man fängt klein an und lernt die wichtigsten Dinge und Spielarten der Multiplayerversion. Während des vermeintlichen Tutorials soll man auch gleich sein erstes Fahrzeug stehlen und eine Garage mieten, in der man dann eben jenes Fahrzeug abstellen soll. Nach den zugegebener Maßen eher nervigen ersten Schritte in die Welt des GTA Online ist die eigentlichen Hauptstory schon vorbei. Jedoch warten neben den klassischen Missionstypen wie Rennen und Deathmatch eben auch richtige Missionen auf die Spieler. In dieser werden dann kleinere Geschichten erzählt.
Wenn man jedoch auch im Onlinemodus eine gute Story haben will, sollte man eine gute Vorstellungskraft besitzen und kann sich somit eine kleine eigene Story aufbauen, die durch die verschiedensten Missionen, Fahrzeugen, Waffen und Apartments an Größe gewinnt. Die 5 verfügbaren Heistmissionen bieten hierbei einen Storyumfang, der sich über mehrere Missionen zieht und eng miteinander verbunden ist.
Gameplay
Wie bereits beim Singleplayer, spielt sich GTA Online sehr frei und flüssig. Trotz der riesigen Spielwelt kann man an jeder Ecke des Spiels irgendeinen Schabernack treiben. Auch hier erweist sich meines Erachtens nach der Ego-Modus als perfekte Gelegenheit, um noch tiefer in das Spiel einzutauchen. So ist das zielen mit Waffen im Ego-Modus sehr angenehm, da man das Gefühl einer besseren Kontrolle über die Waffe hat. Der Ego-Modus während des Autofahrens erweist sich einerseits als sehr stimmungsvoll, jedoch ist von der Ego-Fahrt in manchen Fahrzeugen dringend abzuraten. So lässt sich bei größeren Autos, wie dem Patriot oder dem Sadler, das Gebiet unmittelbar vor dem Fahrzeug nur schwer bis gar nicht einsehen, weswegen man gern mal ungewollt Autos, Passanten oder dergleichen rammt. Ebenso lässt es sich schlecht durch die stark gepanzerten Fensterscheiben des Carin Corumas blicken.
Die große Fahrzeugvielfalt und die Apartments und ihre Garagen, aber auch einzelne Garagen, steht jedem Spieler fast in Gänze von Anfang an zur Verfügung. Vorausgesetzt man hat das nötige Kleingeld oder findet die Fahrzeuge auf offener Straße. Genauso ist es nicht möglich mehr Fahrzeuge zu besitzen, als in die Garagen passen. So lassen sich insgesamt 3 Immobilien besitzen, wobei jedes Apartment eine entsprechende Garage besitzt. Die Garagengrößen gehen von Platz für 2 bis hoch zu Platz für 10 Fahrzeuge. Hat man die dadurch resultierende maximal Anzahl an Fahrzeugen von 30 Stück bereits erreicht, muss man auf ein neues Fahrzeug verzichten oder jedoch ein altes verkaufen.
Ebenso wie der Verkauf von Fahrzeugen kann man natürlich auch Immobilien verkaufen, wenn man zum Beispiel eine bessere sich leisten möchte. Der Verkauf der alten Gegenstände funktioniert dabei denkbar einfach und ist bei Immobilien beispielsweise nur wenige Klicks entfernt.
Um sich diesen ganzen Spaß leisten zu können, also all die Waffen und deren Munition, bis zu 3 Immobilien und bis zu 30 Fahrzeugen mit ihren möglichen Upgrades, muss man jede Menge Geld verdienen. Dies bezüglich hat man jede Menge Möglichkeiten. Die einfachste ist wohl, dass man Autos, die man auf der Straße geklaut hat, in der nächst besten Werkstatt verkaufen kann. Desweiteren verdient man natürlich über Missionen Geld, wobei man durch "Story-Missionen" natürlich mit am meisten bekommt. Ebenso lassen sich Geld durch das Wetten auf Spieler machen, wenn man eine Mission wie Rennen und co startet. Das meiste Geld gibt es jedoch mit Abstand bei den Heist-Missionen. Jedoch sollte man sich hierbei eine feste 4-Mann starke Truppe suchen, da der Versuch mit zufällig zugewürfelten Spielern schnell zur Qual werden kann. Durch fehlende Absprache geschieht es deswegen häufig, dass die Mission schnell scheitert und alle von vorne gemacht werden muss. Hat man alle Vormissionen und die Endmission gemeistert mit der selben Truppe am besten, so erwartet einen ein Gewinn in den 100.000er Bereichen.
Wenn man jetzt nun alles hat und immer und immer mehr Geld anhäuft... Was passiert dann?
GTA-typisch empfiehlt es sich auch hier ein wenig "Scheiße" zu bauen. Besonders spaßig ist dies mit ein oder mehreren Freunden.
Fällt dieser letzte Teil weg, so kann es schnell passieren, dass die Missionen und sogar die Heists schnell langweilig werden und dadurch die Motivation schwindet, um das eigene Level noch höher zu bringen. Dies passiert aus dem Grund, da sich die Missionen immer wieder wiederholen, nur anders genannt werden. So sind die häufigsten Missionen: Klaue dieses Fahrzeug, töte diese Leute oder beschaffe dieses Objekt. Natürlich sind es viele verschiedene Orte und immer andere Gegner, jedoch kann ich sagen, dass ich mit Level 88 bereits alle Story-Missionen und Heists mehrmals gemacht habe und daher mit dem Spiel wieder aufgehört hatte.
Äußerst schade finde ich die Aktivität im Deathmatch und im Team-Deathmatch. Es existiert nämlich keine. Eine Sitzung für eines der beiden zu starten fällt daher denkbar schwer, da es für die meisten Spieler keine Anreize gibt, eben solche Spielmodis zu spielen. Doch woran könnte das liegen? Nun ja... Zum einen verbraucht man in solchen Modis viel Munition und auch wenn man eben extra dafür Munition aufsammelt, gibt es eben auch Missionen, in denen man seine eigene Munition benutzt und diese sind leider die meisten. Somit hat man erstmal ein dickes Minus durch die Munitionskosten. Das wäre nicht so dramatisch, wenn die ersten Plätze entsprechend gut belohnt werden. Es ist aber leider nicht so. Um das zu testen, habe ich einige Male diese beiden Modis gespielt und habe trotz Führung und dem Sieg kräftig Minus auf meinem Konto verzeichnen müssen.
Abschließend möchte ich nur kurz das Crewsystem erwähnen. Dieses funktioniert sehr reibungslos und dient dazu, sich mit anderen zusammen zu schließen. Der Crewgründer erstellt hierzu eine Crew auf der offiziellen Homepage und lädt möglichst über diese die entsprechenden Mitglieder ein.
Technik
Die Technik ist nahezu die selbe, wie beim Singleplayer, daher verweise ich hier gleich mal auf den entsprechenden Singleplayertest.
Ich werde hier nun nur auf Unterschiede eingehen, die allerdings sehr gering sind.
Durch zu hohe Serveranforderungen, einen anderen Grund kann es dafür nicht geben, gibt es im ganzen Onlinemodus keine Tiere. Ein wenig schade, da eine Jagd zu zweit oder mehrt bestimmt Spaß gemacht hätte.
Desweiteren gab es und gibt es meines Wissens nach heute immer noch immer wieder massive Serverprobleme, wodurch man einem Crewkollegen oder Freund nicht joinen konnte und immer wieder in den Singleplayer zurück geworfen wurde/wird. Außerdem ist es nervig, dass man spezielle Sitzungen nur über den Singleplayer starten kann. So muss man, wenn man in einer öffentlichen Sitzung ist und eine private aufmachen möchte, erst die endlos langen Ladezeiten zum Singleplayer über sich ergehen lassen und dann nochmal eine weitere lange Ladezeit, um die private Sitzung zu starten.
Ansonsten gibt es rein gar nichts weiter zu sagen, da der Onlinemodus von der technischen Seite her identisch mit dem Singleplayer ist.
Fazit
Wenn man sich das Spiel kaufen will, um den Onlinemodus zu spielen, sollte man dies nur tun, wenn man 3 Freunde hat, die das Spiel entweder schon haben oder es sich zum selben Zeitpunkt holen. Möchte man allerdings den Singleplayer von GTA V spielen, dann lohnt sich der Blick in den Onlinemodus definitiv!
Ein Muss für alle Fans der GTA-Reihe und ein sehr positives Kann für alle "normalen Spieler".
Wie lange einen das Spiel allerdings fesseln wird, hängt von jedem Individuum ab. Daher ist hierzu keine Prognose möglich
geschrieben am 10.03.2016
asaheil am 10. März 16
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Grand Theft Auto 5 Singleplayer (PC-Test)
Vorwort
Dieser Test behandelt nur den Singleplayer und weist nur selten auf den Onlinemodus hin. Sollten Informationen fehlerhaft oder unvollständig sein, so liegt das daran, dass ich diesen Test aus dem Gedächtnis geschrieben habe und das schon "ein paar Tage" her ist.
Story
Ein üblicher Tag im Leben eines Bankräubers. Ein Team aus 3 Männern, bewaffnet und maskiert, stürmen eine Bank, rauben sie aus und versuchen zu fliehen. Nach so vielen erfolgreichen Raubzügen kommt es jedoch irgendwann dazu, dass ein Raubzug schief geht. So auch dieses Mal. In einer wilden Verfolgungsjagd, wird einer der 3 Bankräuber, Brad, schwer getroffen und ein weiterer, Michael, wird angeschossen. Die Flucht gerät ins Straucheln und schon werden die beiden übrigen Flüchtenden, Michael und Trevor, voneinander getrennt, da sich Trevor die Beute schnappt und die beiden Verwundeten im Stich lässt.
9 Jahre später beginnt die eigentliche Story in der Haut von Michael, der durch ein Zeugenschutzprogramm die Flucht von damals überlebt hat und mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in einem großen Haus in Los Santos. Nach kurzer Zeit tritt eine weiterer Charakter auf die Bildfläche. Franklin ist ein Mann, der im Getto von Los Santos aufgewachsen ist und für den Autohändler Simeon arbeitet, indem er für ihn Autos klaut, die dieser dann in seinem Laden verkauft. Hier treffen nun recht schnell Franklin und Michael aufeinander, da Franklin in das Haus von Michael einbrechen soll und dessen Auto stehlen muss. Nach diesem zunächst eher holprigen Start zwischen den beiden Protagonisten entsteht eine nahezu harmonische Vater-Sohn-Beziehung zwischen denen, da Michael, als ehemaliger Bankräuber, das Potenzial in Franklin, dem Autodieb, sieht und anfängt ihn zu unterweisen.
Gemeinsam erleben sie das ein oder andere Abenteuer und erledigen gemeinsam nach und nach immer mehr Aufträge unter anderem von einem Drogenbaron und dem FIB, in dessen Schutzprogramm Michael immer noch fest steckt.
Zunächst scheint es ziemlich ruhig zu bleiben für die beiden, doch es lässt nicht lange auf sich warten, bis Trevor wieder auf der Bildfläche erscheint. Zunächst haben die 3 noch nichts mit einander zu tun, da Trevor als verrückter Drogenbaron im Outland von Los Santos gegen die anderen vorherrschenden Drogen und Verbrecherorganisationen kämpft. Durch einen dummen Zufall erfährt Trevor schließlich, dass Michael die Flucht damals überlebt hat und begibt sich auf die Suche nach ihm. Nach eher starken Startschwierigkeiten erledigen die 3 nun gemeinsam Aufträge, bis sie schließlich wieder mit größeren Raubzügen beginnen, um Schulden abzuzahlen und Gefälligkeiten zu erfüllen.
Natürlich geht das dem FIB gegen den Strich und sie verlangen von Michael. dass er mit seiner neuen Truppe für ihre eigenen Zwecke Aufträge erfüllen. Trevor ist verständlicher Weise mit der Zusammenarbeit mit Regierungsbeamten nicht einverstanden...
Gameplay
Bei dem nun 7. Hauptspiel der GTA-Reihe auf dem PC hat sich an der eigentlichen Spielmechanik wenig geändert. Zum Glück! Wir erledigen Aufträge für kleinere Gangstergruppen, größere kriminelle Organisationen und korrupte Regierungsbeamte. Nebenbei können wir allen möglichen Sportarten nachgehen oder mit allen verfügbaren Verkehrsmitteln durch die riesige Open-World-Map reisen. Wir schauen uns Landstriche an oder richten möglichst viel Chaos an. Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Wir können genauso eine schlichte, wenn auch teils heftige, Verfolgungsjagd gegen die Polizei anstacheln.
Die Frage ist nun eher, was sich zu den Vorgängern geändert hat.
Vorweg: Es gibt nun 3 Hauptcharaktere zwischen denen man hin und her switchen kann!
Nun zunächst einmal bietet GTA V eine deutlich größere Fahrzeugauswahl. So gibt es zum Beispiel eine deutlich größere Auswahl an verschiedenen Arten von Motorrädern, die sich alle etwas anders fahren. Wo ein Crossmotorrad deutlich einfacher auf unebenen und Schotterstrecken zu kontrollieren ist, so bricht es bei der Fahrt auf glatter Straße schneller aus als andere Motorräder. Besonders Spaß haben mir die Chopper der Rockergruppe Losts gefallen. Diese sind zwar nicht sonderlich schnell, brechen schneller aus und sind nahezu komplett ungeeignet für unebenes Gelände, sehen dafür allerdings extrem gut aus und lassen sich, GTA typisch, frei modifizieren.
Was meines Erachtens nach komplett neu ist, sind die Fahrräder. Diese lassen sich besser fahren, je höher die Ausdauer des Charakters ist, da sie bei stärkerem Treten in die Pedale enorm Energie kosten. Auch hier gibt es mehrere Arten von Fahrräder, nahezu vergleichbar mit den Motorrädern. Es gibt Crossräder, Rennräder und BMX-Räder. Sehr empfehlenswert fand ich, die mühevolle "Arbeit" mit dem Crossfahrrad auf einen der höheren Berge zu fahren und dann im Speedrausch den Abhang runter zu brettern.
Genauso interessant sind die Erweiterung des Militärfuhrparkes. So gibt es nun den Militärtransporter Titan und den Transporthelikopter Cargobob. In ersterem lassen sich sogar Fahrzeuge abstellen und dann mitten im Flug auswerfen. Dies klingt zunächst nicht sonderlich interessant, macht sich aber im Onlinemodus, auf den ich sonst nicht groß weiter eingehen werde in diesem Test, besonders bemerkbar. So parkt man 2 Autos mit jeweils Kumpel als Fahrer im Lagerraum und wirft diese dann als fliegende und mit etwas Glück danach noch fahrende Autos plus jeweils Fahrer quer über der Stadt ab.
Der Cargobob macht sogar im Singleplayer Spaß, da sich damit nahezu alles hochheben lässt, wenn man mit der Steuerung gut klar kommt. Die einzigen Fahrzeuge, die sich nicht anheben lassen, sind LKWs und Panzer, also nur die größeren und schwereren Fahrzeug lassen sich nicht anheben. Hat man aber nun ein Fahrzeug am Haken, kann man diese jederzeit abklinken und somit auch mit Schwung in die Stadt oder mit etwas Übung gegen andere Autos oder eben gegen Panzer werfen.
Genauso wie das Fahrzeugarsenal wurde auch das Waffenarsenal vergrößert. So lassen sich verschiedene Arten von Nahkampfwaffen mit sich führen, sowie deutlich größerere Waffen. Minigun, 3 verschiedener Scharfschützengewehre, Lenkraketenwerfer und der verschiedensten Arten von Pistolen, Maschinenpistolen, Gewehre und Schrotflinten. Mittels diesem Waffenarsenal hat man nun viele Möglichkeiten. Von kleinen Überfallen bis hin zu Großaufträgen, von dem Diebstahl parkender Autos bis hin zu dem Diebstahl eines Militärfahrzeuges, alles ist möglich, solange du nur genug Ideen hast.
Außerdem gibt es noch eine schöne Neuerung, die die Umwelt von Los Santos betrift. Endlich gibt es ein GTA in dem es Wildtiere gibt. So findet man im Umland jede Menge Tiere, die je nach belieben beobachtet oder gejagt werden können.
Die für mich wohl größte Neuerung ist der einzustellende Ego-Modus, der sich perfekt im Schusswechsel macht. Das Autofahren im Ego-Modus ist zwar nicht sonderlich einfach, es fühlt sich jedoch sehr gut an und man kann sich dadurch deutlich genauer hinein versetzen.
Technik
Was einem direkt beim ersten Blick ingame auffällt, die Grafik ist atemberaubend. Oft hab ich mich dabei erwischt einfach nur durch die Gegend zu fahren/fliegen oder mich auf irgendeinen Berg zu stellen, um die Landschaft zu genießen oder das Leben und den Verkehr um mich zu beobachten. Die besondere Stärke der Grafik kommt allerdings erst zu Tage, wenn es anfängt zu regnen. Hierbei bilden sich realistische Pfützen auf der Straße. Diese sehen zum einen sehr schön aus und es spiegelt sich so ziemlich alles in ihnen. Der grafische Effekt ist jedoch nicht der einzige, den eine Pfütze mit sich bringt. So bemerkt man die nassen Straßen auch am Fahrverhalten der Autos. Ein nahezu perfekt simuliertes Aquaplaning tritt ein. Die Autos rutschen viel schneller und vor allem viel unkontrollierter. Das Fahren wird somit äußerst erschwert, jedoch sorgt das auch für ein noch realistischeres Gefühl im Spiel.
Der Ego-Modus funktioniert auch sehr gut. So werden die Anzeigen, wie Tacho, im Fahrzeug in der Ego-Sicht in Echtzeit generiert und zeigen Umdrehungszahl, km/h-Zahl und den benutzten Radiosender an.
Die Physikengine zeigt sich bei Explosionen und Toden oder generellen Stürzen sehr gut. So fliegen Objekte realistisch zu Boden oder durch die Luft, wenn sie einen entsprechenden Impuls durch Explosion oder Kollision bekommen haben.
Fahrzeuge, mit denen man mittels eine Sprungschanze springt, fliegen nicht zu weit und nicht zu kurz. Dieses Beispiel soll dazu dienen, zu verdeutlichen, wie gut und realistisch die Engine arbeitet.
Fazit
Es gibt nur einen Spielertyp, dem dieses Spiel nicht zu empfehlen ist. Wenn du keine Open-World-Spiele magst oder etwas gegen GTA hast. Für alle anderen ist GTA V nur zu empfehlen! Egal auf was eine Art von Spielen man steht, es ist in GTA V möglich. Ein Muss für jeden Gamer und durch den integrierten Onlinemodus, noch um ein weiteres deutlich interessanter! Allerdings muss man hier darauf achten, da das Spiel eine möglichst gute Internetverbindung braucht und eine entsprechend gute Hardware. Für ein schönes Spielgefühl sollte daher vorher auf die eigene Hardware und die vorhandene Internetleistung geschaut werden.
geschrieben am 08.03.2016
asaheil am 08. März 16
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Kingdoms of Amalur: Reconing (PC-Test)
Vorwort
Ich habe immer wieder die Lust verloren bei diesem Titel voran zu kommen oder generell weiter zuspielen. Nach 20 Spielstunden brechen ich dieses Spiel ab, da ich mich nicht zwingen möchte ein Spiel zu spielen. Somit kann ich in diesem Test nur auf die ersten 20 Spielstunden und die ersten 4-6 Gebiete eingehen.
Story
Es herrscht Krieg zwischen den sterblichen und unsterblichen Völkern dieser Welt. Doch nicht überall. So spalten sich die Unsterblichen in den Hof des Sommers, welche möglichst friedlich leben, und dem Hof des Winters, die es vorziehen eben jenen Krieg zu führen. Besonders eine Gruppierung im Hof des Winters verursacht den sterblichen Völkern Kopfzerbrechen, die Tuatha.
Das besondere an den Tuatha ist, dass es scheint, man könne sie nicht töten. Während unzählige Sterbliche fallen, rücken die Tuatha mit ihren Armeen immer weiter ins Landesinnere vor. Doch es gibt noch Hoffnung. Gnome arbeiten an einem Weg, die Sterblichen unsterblich zu machen. Ihre Forschungen beginnen damit, dass sie den Leichen des Schlachtfeldes Seelen einverleiben, in der Hoffnung diese wieder mit neuem Leben zu erwecken. Doch es scheitert viele Male. So passiert dies auch bei einem selbst und während 2 Gnome die zukünftigen Charakter zum Müllplatz bringen, entscheidet der Spiele, welche der 4 Rassen der Sterblichen man spielen möchte, welchem Geschlecht man angehören wird und wie man genau aussehen möchte. Bereits auf dem Müllhaufen umgeben von Leichen wacht der soeben erstellte Charakter auf und in einem kleinen Tutorial versucht man aus dem Untergrund und den ganzen Tunneln herauszukommen. Am Ausgang angekommen erfährt man von dem Gnomforschungsleiter, dass man der bisher einzige Erfolg des Projektes sei. Dem Erfolg zum Trotze erinnert der Charakter sich jedoch an rein gar nichts. Jedoch hat man auch nur wenig Zeit mehr über das eigene Selbst zu erfahren, da ein kleinerer Stoßtrupp der Tuatha die Forschungseinrichtung angreift. Man muss fliehen und trifft sich mit einem sogenannten Schicksalsweber, der einem das eigene Schicksal zeigen möchte. Da es offenbar mehr Komplikationen bei der eigenen „Erschaffung“ gab, besitzt man kein Schicksal und kann nun frei wählen, welchen Weg des Schicksals man gehen möchte, wobei man auf keinen Weg dauerhaft beschränkt ist und jederzeit sein Schicksal ändern kann, da man eigentlich gar kein Schicksal besitzt.
Ab diesem Punkt reist man von Ort zu Ort und erfüllt größere und kleinere Aufträge und lernt mehr über die Probleme und Sorgen des Landes und der Bevölkerung kennen. Die eigene Geschichte tritt dabei allerdings schnell in den Hintergrund.
So hatte ich nach 20 Spielstunden zwar immer noch keinen richtigen Namen, jedoch mindestens 10 Titel für große Leistungen, die man offenbar hinterher geschmissen bekommt.
Gameplay
Bei Kingdoms of Amalur: Reconing handelt es sich um ein Open World RPG. In der offenen Spielwelt gibt es zumindest zwischen den großen Regionen keine bis kaum Ladezeiten, was den Spielfluss einerseits sehr zu Gute kommt, andererseits führen ein die Quests immer wieder in Höhlen, Tunnel und Verstecke, die alle samt mit Ladezeiten zu betreten sind. Daher gleicht sich die Tatsache, dass man zwischen den Gebieten ohne Ladezeiten laufen kann mit den trotzdem recht häufigen Ladezeiten aus.
An sich spielt sich dieses RPG sehr gut, da es eine einfache Bedienung ermöglicht. Man reist durchs Land, redet mit den Einwohnern, erkundigt die Regionen und entdeckt ständig neue schöne Orte oder Schätze um die nächste Ecke. Den eigenen Möglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Nehmen wir zunächst die Klassenwahl. Es gibt den Krieger, den Schurken und den Magier. Die Besonderheit bei Reconing ist, dass man sich nicht nur eine Klasse aussuchen muss, sondern, wenn man möchte, eben auch mehrere spielen kann. So ist es eben auch möglich einen Schurken zu spielen, der die Rüstung eines Kriegers hat, sich allerdings auch mit Magie verteidigen kann. Natürlich sind die Boni dann jedoch immer schwächer, je weiter gefächert man seine Klassenwahl ausfallen lässt.
Gehen wir nun zu den Kämpfen über. Selbst hier kann man nicht von „immer derselben Sache“, da je nach Spielweise und Gegnertyp jeder Kampf anders aussieht. So kann man theoretisch die ganze Zeit ausweichen, um präzise Treffer zu landen und sich gleichermaßen vor Angriffen zu schützen. Man könnte jedoch auch den Schild die ganze Zeit oben halten, um Schlag um Schlag des Gegners abzuwarten und auf den richtigen Moment für den Rückschlag zu warten. Es ist allerdings auch möglich, wobei nicht immer ratsam, sich wild prügelnd in den Kampf zu begeben. Des Weiteren kann man den Kampf natürlich auch aus der Entfernung beginnen, fortsetzen oder beenden. Hierzu gibt es die Möglichkeit einen Bogen zu benutzen oder eben die bereits oben angesprochene Magie.
Aber auch abseits von Krieg und Kampf gibt es einiges zu entdecken. So kann man sich als Kräuterkundler, Schmied oder Kundschafter beschäftigen. Überall in der Spielwelt gibt es verschiedene Arten von Pflanzen, die man sammeln kann und daraus die verschiedensten Tränke brauen könnte oder die Einzelheiten verkaufen könnte. Genauso gilt dies beim Schmied. Alle gefundenen Rüstungsteile und Waffen lassen sich zerlegen, um so neue Gegenstände selber herzustellen, um so seine perfekte Rüstung und die passenden Waffen zu besitzen. Auch das Erstellen von besonderen Fassungen und Edelsteinen für Rüstung und Waffen ist möglich, um eben diese noch einmal zu verstärken und die eigene Spielweise zu optimieren.
Nach dem vielen Lob komm ich nun zu dem Thema, welchen mich am meisten gestört hatte, weswegen ich immer wieder schnell die Lust verloren hatte. Die Rede ist von dem Questingsystem. Viele der Quests sind nett durchdacht und bieten jeweils eine eigene kleine Story, jedoch wird man teilweise so sehr damit erschlagen, dass es einfach zu viele verschiedene kleinere Geschichten sind, um sich auch nur in eine richtig hinein zu versetzen. Dadurch werden die Quests nur zu einer Liste, die abgearbeitet werden muss. Dass es bei so vielen Aufgaben nicht dauerhaft zu Abwechslung führen kann, dürfte jedem klar sein, doch ein wenig mehr Abwechslung wäre wünschenswert gewesen. So beginnen viele Quests mit der Aussage, dass etwas oder jemand verloren gegangen ist und man ihn suchen soll. Die Meisten laufen ebenfalls darauf hinaus, dass man zu Gebiet A gehen soll, um dort entweder Anzahl B von Gegnertyp C zu töten oder Anzahl D von Gegenstand E zu farmen, was darauf hinaus läuft, dass man die Anzahl B von Gegnertyp C töten muss. Somit laufen fast alle Quests darauf hinaus, dass man eine bestimmte Menge an Gegnern im entsprechenden Gebiet töten muss. Was das Ganze dann noch frustrierender macht, ist die Tatsache, wie wenig man eigentlich vom gesamten Spiel nach 20 Spielstunden geschafft hat. Nun muss man jedoch sagen, dass ich nie direkt den Quests nachgejagt bin, sondern immer alles überall mitgenommen habe und mir die noch so kleine Ecken angeguckt habe, um nicht doch noch den letzten Schatz zu schnappen.
Technik
Die Grafik des Spiels lässt sich recht einfach beschreiben. Sie erinnert stark an die stimmungsvolle Umgebung von Azeroth aus World of Warcraft. Ein wenig Kitsch, einen ordentlichen Schluck warme Farben und trotzdem ein Stück Realismus, der jedoch recht kurz kommt, wie ich finde. Durch diese Kombination bewegt man sich in Amalur durch schöne Landstriche, die eine gute und teils düstere Atomsphäre bietet. An manchen Stellen sind mir kleinere Grafikbugs aufgefallen, so haben an manchen Stellen ab und an Texturen geflimmert oder Personen standen nicht ganz natürlich da. Zudem kann die Kameraführung teilweise ein Problem darstellen. Sogar in Gesprächen ist mehr des Öfteren aufgefallen, dass die Kamerahaltung in solchen Gesprächen nicht gerade gut programmiert oder durchdacht wurde, da sie innerhalb oder direkt hinter dem Charakter sich befindet. Heißt in solchen Bugsituationen sieht man eher weniger von dem, den man in diesen Momentan sprechen hört und auf den die Kamera eigentlich fixiert ist.
Ansonsten wirken die Texturen auf Grund der zwar schönen aber etwas veralteten Grafik nach heutigen Standards etwas matschig und sorgt dafür, dass man sich lieber Objekte nicht von zu nahen angucken sollte.
Die Physik, insbesondere von getöteten Gegnern, sorgt stellenweise für amüsierende Momente. Die meiste Zeit fallen Körper realistisch um oder knicken in sich zusammen. Es kommt aber eben auch vor, dass diese bereits auf dem Boden liegenden toten Körper einfach ohne ersichtlichen Grund einen Salto vollführen oder wild zuckend am Boden liegen.
Ansonsten lässt sich an der Technik des Spiels nicht viel sagen. Die Grafik ist an und für sich schön anzusehen und sehr stimmungsvoll, die Physik ist passend und in Ordnung. Alles jedoch sofern man kleinere Bugs verschmerzen kann.
Fazit
Kindgoms of Amalur: Reconing ist ein eindeutiger Geheimtipp für Spieler mit sehr viel Geduld und Durchhaltevermögen. Es hat zwar seine Schwächen, ist dennoch ein sehr gelungenes RPG. Allerdings sollte man vor einem Kauf sehr genau überlegen, ob man die viele Zeit darin investieren will und ob es einem egal ist immer und immer wieder das gleiche zu machen.
Auch wenn ich es, in Bezug auf das Gesamtspiel, nicht wirklich weit gespielt habe und grade mal 20 Spielstunden investiert habe, bereue ich es nicht, dieses Spiel gekauft zu haben, allerdings hatte ich hier eine Rabattaktion mitgemacht, wo ich dieses Spiel unter 10€ bekommen hatte. Viel mehr hätte ich auch im Nachhinein dafür nicht bezahlen wollen.
geschrieben am 05.03.2016
asaheil am 07. März 16
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Watch Dogs (PC-Test)
Vorwort
Alle hier erstellten Fakten und Inhalte entstanden im Selbsttest beim Spielen des Titels, daher kann es zu unvollständigen oder gar fehlerhaften Details kommen.
Story
Wir befinden uns in der Haut von Aiden Pearce, der sehr gut und schnell im Hacken über sein Smartphone ist. Zu Anfang befindet sich Aiden in einem Stadion in einem Werkraum zusammen mit Maurice, der für einen Unfall in der Vergangenheit Schuld war, bei dem Aidens Nichte starb. Dieser Unfall war ein Anschlagsversuch auf Aiden, da dieser aussteigen wollte und fortan ein ruhiges Leben führen wollte. Daraus wird so schnell jedoch nichts. Kaum dass man die ersten Anfänge des Spiels gemeistert hat, wird man von seiner Schwester Nicole angerufen und auf den Geburtstag des Neffen hingewiesen, zudem man erscheinen soll. Kaum kommt man dort an, bekommt Nicole einen merkwürdigen, bedrohlichen Anruf, dem Aiden natürlich sofort nachgeht. Er bekommt Hilfe von einem zunächst anonymen Hackerkollegen, der sich auch recht bald als weibliche Hackerin Clara rausstellt. Gemeinsam spüren sie den Mann hinter den Anrufen auf und Aiden sieht sich seinem alten Kollegen in einem früheren Job gegenüber, Damien. Da Aiden nur aussteigen wollte, weil Damien zu weit ging, lief das erste Treffen zwischen den beiden verständlicher Weise nicht so toll. Damien lässt jedoch nicht locker und geht ein weiteres Mal zu weit. Aiden sieht sich gezwungen Damien bei der Beschaffung von Daten zu helfen, da dieser seine Schwester entführt hält.
Viel weiter kann ich leider nicht auf die Story eingehen, da ich auf einen leider fatalen Bug gestoßen bin, der mich in der Story nicht voran kommen lässt, da bei mir das Pokerspiel in der Mission „Mit einem Fuß im Grab“ als nicht verfügbar angezeigt wurde.
Gameplay
Bei dem Titel Watch_Dogs handelt es sich um einen Open World Titel, bei dem wir in der Haut von Aiden Pearce durch eine relativ große Stadt laufen und fahren können. Da es sich bei Aiden um einen Hacker handelt, können wir natürlich nicht nur Kameras, Tore, Brücken und Sprengungen mittels Hacken auslösen oder bedienen, sondern können eben auch die Smartphones von Passanten hacken. Dazu müssen wir jedoch erst einmal die Kontrollzentralen jedes Stadtteils hacken. Erst dann wird uns ermöglicht in diesem Viertel zu hacken, da wir nun vollen Zugriff auf das cTOS haben. Dieses Netzwerk verbindet nahezu alles und gibt uns die Gelegenheit viel Unheil anzurichten, in dem wir Unfälle verursachen oder Bankkonten plündern. Wir können unsere Hackerfähigkeiten jedoch auch für gute Dinge einsetzen, so entdecken wir bei manchen Smartphonehacks potenzielle Verbrechen, die wir verhindern können, um bei der Bevölkerung besser dar zu stehen. Die Beliebtheit sinkt logischer Weise, wenn wir Passanten umfahren oder töten.
Zu solchen unfreiwilligen Unfällen mit Passanten kann es leider ziemlich schnell und häufig kommen, da die Steuerung von Fahrzeugen mit Maus und Tastatur sehr schwammig ist und dadurch häufig dazu führt, dass man irgendwo gegen fährt.
Um bessere Orte zu erreichen kann Aiden auch Lifts oder Gabelstapler betätigen und somit nach oben fahren, vorausgesetzt er steht oben drauf. So kann er an Positionen gelangen, die für einen Schusswechsel hilfreicher sind, als das offene Feld, Aiden hält nämlich nicht allzu viel aus. Auch hier wirkt das Zielen mit den Waffen etwas schwammig, hält sich jedoch in Grenzen, da man bzw. ich hauptsächlich präzise Schüsse abgegeben habe und weniger „rumgeballert“ habe.
Ein wenig seltsam fand ich in diesem Zusammenhang so manche Logiklücken, die dazu geführt haben, dass die Stimmung des perfektionierten Hackers nicht ganz aufkommen konnte. Dass Aiden Gegenstände wie einen elektrischen Köder oder Störfelder basteln kann, passt noch sehr gut in das Konzept. Genauso das man größere Sprengladungen mit Hackzündung basteln kann passen irgendwie noch hinein. Jedoch stellte sich mir die Frage, warum ein Hacker wie Aiden ein Waffenarsenal a la Rambo benötigt. Meines Erachtens nach ist alles was über eine schallgedämpfte Pistole, schallgedämpfte MP und schallgedämpfte Sniper hinaus geht, nicht mal im Ansatz passend für einen Hacker, der sich still und heimlich durch die Stadt bewegt. Zudem muss ich auch sagen, dass ich fast die ganze Zeit, wenn überhaupt nötig, nur die schallgedämpfte Pistole benutzt habe, da ich den Rest eher als unpassend erachtet habe.
Da man eben auch Geldkonten hacken kann, verdient man auf diese Weise eine Menge Geld, sodass man noch in Akt I sich befindet und doch schon alle Waffen und Fahrzeuge gekauft hat. Die Munitionskosten und Herstellungskomponenten sind relativ günstig, da man als Hacker diese nur sehr selten einsetzen muss. Manche Fahrzeuge bekommt man dann auch noch kostenlos freigeschaltet, was wieder zu weniger Kosten führt. Man hat somit viel zu schnell viel zu viel Geld, was die Herausforderung und ein wenig den Spielspaß nimmt.
Abseits der normalen Hackeraufträge kann man sich in Fixerjobs beweisen. Hier bringt man Fahrzeuge an ein Ziel, längt die Cops ab, schaltet einen Konvoi aus oder versucht jemanden zu töten. Diese Missionen bieten eine wenigstens kurze Abwechslung zum Spielalltag, passen jedoch meines Erachtens nach ebenso eher wenig in den Hackerbereich, da es sich bei einem Hacker nicht um einen mörderischen Killer oder Profirennfahrer handelt, zumal die schwammige Steuerung ebenfalls zu Frust führt.
Anders sind dagegen die Minispiele, bei denen man Geld in einem Lauf möglichst schnell einsammeln muss oder verschiedene Arten von virtuellen Viren abschießen muss. Diese Spiele sind sehr unterhaltsam und bieten eine sehr gute Abwechslung, zumal sie auch perfekt in den Alltag eines Hackers passen.
Zu guter Letzt komme ich noch zu dem meiner Meinung nach interessanteste aber auch nervigste Eigenschaft von Watch_Dogs, die Online Missionen. Wie der Name schon sagt, gibt es die Möglichkeit mit anderen zu spielen oder genauer gesagt in das Spiel eines anderen sich einzuhacken. Es gibt verschiedene Gründe dafür bei den Missionen. Sollte man sich entschließen, einen anderen Spieler zu hacken, so macht dieser Modus durch aus Spaß und sorgt für gute Laune und Motivation, wenn der Gehackte einen nicht sieht oder es zu einer spannenden Verfolgungsjagd kommt. Betrachtet man dies nun aber von der anderen Seite, kommt der sehr nervige Charakter dieses Features zu Tage. Es gibt soweit mir bekannt ist keine Möglichkeit wirklich offline zu spielen und zu bleiben. Sobald man in der Story den Teil mit dem Online freigeschaltet hat, können jeder Zeit andere Spieler auf dein Spiel zugreifen und dich von deiner eigentlichen Aktivität stören. Dies ist logischer Weise nur in freier Fahrt möglich, nervt jedoch enorm. Bei mir hat es unzählige Male dazu geführt, dass ich eine Mission nicht starten konnte, da sich ein Spieler in meinen Singleplayer gehackt hatte.
Technik
Bei der Technik lässt sich nicht viel meckern. Die Grafik ist recht gut. Lichteffekte sehen schön aus und Explosionen sind auch hübsch anzuschauen. Das Schadensmodell der Autos ist ebenfalls in Ordnung. Zumindest sieht man den Autos an, an welcher Stelle sie Schaden genommen haben und wie stark dieser war. Was dagegen etwas seltsam ist, ist die natürliche Panzerung jedes Fahrzeuges in dem Aiden drin sitzt. So fühlt es sich nahezu an, als säße man in einem Panzer, der gegen Einkaufswagen fährt. Gegnerische und zivile Fahrzeuge fangen an zu rauchen oder sind sogar zerstört, wo Aidens jeweiliges Auto noch nicht einmal einen Kratzer hat. Ebenso ist merkwürdig, wie weit Aiden andere Autos mit seinem bei einem Aufprall schupsen kann. So kann es passieren, dass man mit einer Schrottkarre ein SUV in die Seite rammt und dieser dann 10-20 Meter durch die Luft und dann gegen eine Wand fliegt. Dies scheint jedoch vom Spiel so vorgesehen und sorgt eher für Erheiterung als für Trübsal.
Sobald der Regen einsetzt, bilden sich auf den Straßen Pfützen, die das Licht reflektieren und ebenfalls schön anzusehen ist.
Fazit
Watch_Dogs bietet sehr viel Potenzial, jedoch wird vieles davon verschenkt, durch kleinere Probleme, wie die Fahrphysik oder der leichte Schwerpunkt auf Waffen. Ebenso kann es tierisch nerven, wenn sich andere Spieler in dein Spiel hacken und dich somit im Spielfluss stören. Abwechslung gibt es jede Menge, jedoch passen diese entweder nicht in das Konzept oder werden schnell langweilig. Die Grafik ist schön und es lohnt sich auch mal einfach nur herum zu fahren und sich alles anzugucken.
Alles in allem merkt man dem Spiel jedoch sehr stark an, dass es ursprünglich für Konsolen geschrieben wurde, da nicht nur die Fahrzeugsteuerung, sondern auch sämtliche Menüs auf Gamepad angepasst sind.
Daher ist das Spiel für den PC in meinen Augen eher mittelmäßig. Ein Kauf lohnt sich nur, wenn man nichts anderes zu zocken hat UND das Spiel stark runter gesetzt ist. Zwar ganz nett das Spiel, aber mehr als 10€ würde ich dafür nicht ausgeben.
geschrieben am 18.06.2015
asaheil am 07. März 16
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