Civilization V (PC-Test)
Vorwort
Civilization V ist der erste Teil gewesen, den ich von der Reihe jemals gespielt habe. Zudem habe ich das Spiel nur einmal durchgespielt und zwar als Bismark von Deutschland. Es hat zwar eine sehr lange Zeit gedauert, jedoch gibt es ja nun deutlich mehr Länder, die man spielen könnte als nur Deutschland und dementsprechend deutlich mehr Spezialitäten auf die ich hier nicht eingehen kann. Zudem kann ich auch keinen Qualitätsvergleich zu anderen Teilen vorlegen, da ich, wie bereits gesagt bisher nur Teil V gespielt habe.
Story
Die Story von Civilization V ist schnell erklärt, denn es gibt ansich keine wirkliche feste Story. Anfangs wählt man sich einen Anführer und somit ein Land aus. Diese führt man dann über Runde und Runde zum Sieg. Hierbei hat man natürlich nicht endlos viel Zeit, wobei die Zeit, die einem zur Verfügung steht, mehr als ausreichend ist.
Gameplay
In Civilization V übernimmt man die Kontrolle über eine von vielen historischen Fraktionen, die sich über alle Epochen der Menschheitsgeschichte erstrecken. Zu Beginn des Spieles fängt man mit einer einzigen Stadt, der Hauptstadt des späteren Reiches an. Von Anfang an übernimmt man dann die Planung für Forschung, Städteausbau und Provinzverwaltungen. Die Forschungen laufen hierbei eher nebensächlich, da sie jeweils einige Runden laufen müssen, bevor sie fertig sind. So wählt man sich eine Forschung aus und wartet die nächsten Runde ab, um die nächste zu wählen. Der Städteausbau erfolgt ähnlich, wobei hierbei verschiedene Kategorien existieren. So kann man sich überlegen, ob man ein weiteres Wirtschaftsgebäude baut, ein Wunder oder weitere Einheiten. Jeder sollte hierbei seinen eigenen Weg finden, da es keine wirkliche Beschränkung der Kombinationen zu geben scheint. Jedoch sollte gerade beim Städteausbau eine gute Mischung gefunden werden, da eine Vernachlässigung auch nur einer der Untergruppen zu herben Nachteilen führen könnte. Die Provinzverwaltung erfolgt mit Bautruppen. Diese schickt man durch seine Gebiete und lässt sie Zuchten, Minen oder Bauernhöfe bauen. Zudem sind sie auch dafür gedacht, um Straßen zu bauen. Sehr gut geeignet für die eigenen Truppen sollte man daher alle Städte, die man im Laufe des Spiel sich aneignet oder gründet mit Straßen verbinden, sofern dies möglich ist. So nun zur Staatserweiterung. Mit steigendem Level der Städte, steigt auch deren Einzugsgebiet, in denen die Bautruppen weitere Landerweiterungen bauen können. Um nun weitere Städte sein eigen nennen zu können und so sein Reich zu vergrößern, gibt es zwei Wege. Entweder man schickt Siedlertruppen los, mit denen man neue Städte gründen kann oder man erobert eine fremde Stadt. Hierbei ist es jedoch egal, ob es eine Stadt von einem Stadtstaat ist oder von einem anderen Staat. Wo wir schon bei der kriegerischen Seite des Spiels sind. Kampfeinheiten gibt es je nach Forschung aus den verschiedensten Epochen. Jede hat daher auch die entsprechenden Eigenschaften, Vorteile und Nachteile. Ob man eine Stadt angreift, sollte man sich jedoch genau überlegen, da es ganz darauf ankommt, ob man mit den Konsequenzen leben kann. So sollte man schauen, wer die Verbündeten und wie stark die feindlichen Einheiten sind. Stadtstaaten haben in der Regel nur wenige Einheiten und sind daher keine wirklich ernst zu nehmenden Gegner, wobei sie im Laufe des Spiels viele Verbündete oder auch starke Verbündete haben können. Die Frage nach den Verbündeten stellt sich natürlich auch bei richtigen Staaten, wobei hier eher die Armeestärke des Staates interessant ist. Die Anzahl der feindlichen Städte ist hierfür ein recht guter Indiz für die eigentliche Stärke. Bei der Eroberung von Städten würde ich außerdem stark davon abraten vor dem letzten, einnehmenden Angriff irgendwelche Nahkämpfer angreifen zu lassen, der Verlust, den diese dann erleiden ist meines Erachtens nach viel zu hoch. Stattdessen sollte man versuchen möglichst mit Fernkämpfern die Stadt erst zu zermürben und dann mit einem einzigen Nahkampfangriff die Stadt einzunehmen.
Im allgemeinen lässt sich jedoch in Civilization V ein Sieg nicht nur über Krieg erreichen, sondern ebenso durch Forschung oder Wirtschaft. Ein Sieg ist also auf alle Wege möglich und sollte daher gut durchdacht sein, mit was man gewinnen möchte.
Technik
Civilization V zeigt die Weltkarte in einer recht schönen Karte. Überall sind kleinere Details zu entdecken, die die Spielwelt interessanter und lebendiger wirken lassen. So gibt es immer mal wieder Wildtiere, die sich liebevoll animiert auf ihrem Feld bewegen und so der Landschaft mehr Realität einhauchen. Ebenso sind alle Einheiten schön animiert und bewegen sich glaubwürdig über die Gebiete. Das ganze wird in einer Top-Down-Grafik präsentiert, die dem Spieler eine gute Übersicht über alle Geschehnisse gibt. Als nettes Gimmick empfand ich die Minimap am unteren Bildschirmrand. So passte die sich permanent auf das bereits entdeckte Gebiet an. Anfangs war sie sehr nahe heran gezoomt, sodass es den Eindruck machte, die Karte wäre nicht so groß, doch je mehr man entdeckt hatte, desto größer wurde die Karte. Die Menüführung innerhalb des Spiels ist übersichtlich und einfach gehalten. Es sollte daher jedem Spieler leicht fallen, sich in die Steuerung und Planung hinein zuarbeiten. Die eigentlichen Taktiken sind dagegen teilweise eine Sache für sich und man muss dort erst einmal gucken, wie man den Sieg erringen will. Eine große Problematik ist jedoch, dass man nur eine Einheit pro Feld platzieren kann. Dies beschränkt die Angriffstaktiken stark und zwingt den Spieler noch mehr dazu taktisch vorzugehen, da die meisten Taktiken nicht funktionieren, sobald sie mit auch nur einer Einheit mehr passieren sollten. Als Beispiel hatte ich in meinem Spielstand den Großteil meiner Armee im Hinterland und musste sie warten lassen, bis sie gebraucht wurden. Somit entstanden teilweise 3-5 Belagerungen gleichzeitig, da ich meine Armee nicht rumstehen lassen wollte.
Fazit
Civilization V ist definitiv ein Spiel mit Suchtfaktor. Die kurzen Runden und einfache Steuerung sorgen dafür, dass man immer noch eine Runde spielen möchte. Die Sache mit dem eine Armee pro Feld ist eine sehr nervige Sache. Empfehlenswert ist das Spiel daher für Spieler, die sich gerne über längere Zeit im Aufbau vertiefen wollen und ein dickes Fell gegenüber Begrenzungen haben.
asaheil am 27. Juni 16
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