Grand Theft Auto Online (PC-Test)
Vorwort
Das letzte mal, dass ich aktiv den online Modus gespielt habe, ist leider etwas her.
Daher ist das letzte Update auf das ich mich beziehen kann das Ill Gotten Gains Part 2 -Update. Aus eben diesem Grund wird dieser Test logischer Weise das Spiel in eben dieser Form beurteilen.

Story
Eine richtige Story gibt es im Onlinemodus natürlich nicht. Man fängt klein an und lernt die wichtigsten Dinge und Spielarten der Multiplayerversion. Während des vermeintlichen Tutorials soll man auch gleich sein erstes Fahrzeug stehlen und eine Garage mieten, in der man dann eben jenes Fahrzeug abstellen soll. Nach den zugegebener Maßen eher nervigen ersten Schritte in die Welt des GTA Online ist die eigentlichen Hauptstory schon vorbei. Jedoch warten neben den klassischen Missionstypen wie Rennen und Deathmatch eben auch richtige Missionen auf die Spieler. In dieser werden dann kleinere Geschichten erzählt.
Wenn man jedoch auch im Onlinemodus eine gute Story haben will, sollte man eine gute Vorstellungskraft besitzen und kann sich somit eine kleine eigene Story aufbauen, die durch die verschiedensten Missionen, Fahrzeugen, Waffen und Apartments an Größe gewinnt. Die 5 verfügbaren Heistmissionen bieten hierbei einen Storyumfang, der sich über mehrere Missionen zieht und eng miteinander verbunden ist.

Gameplay
Wie bereits beim Singleplayer, spielt sich GTA Online sehr frei und flüssig. Trotz der riesigen Spielwelt kann man an jeder Ecke des Spiels irgendeinen Schabernack treiben. Auch hier erweist sich meines Erachtens nach der Ego-Modus als perfekte Gelegenheit, um noch tiefer in das Spiel einzutauchen. So ist das zielen mit Waffen im Ego-Modus sehr angenehm, da man das Gefühl einer besseren Kontrolle über die Waffe hat. Der Ego-Modus während des Autofahrens erweist sich einerseits als sehr stimmungsvoll, jedoch ist von der Ego-Fahrt in manchen Fahrzeugen dringend abzuraten. So lässt sich bei größeren Autos, wie dem Patriot oder dem Sadler, das Gebiet unmittelbar vor dem Fahrzeug nur schwer bis gar nicht einsehen, weswegen man gern mal ungewollt Autos, Passanten oder dergleichen rammt. Ebenso lässt es sich schlecht durch die stark gepanzerten Fensterscheiben des Carin Corumas blicken.
Die große Fahrzeugvielfalt und die Apartments und ihre Garagen, aber auch einzelne Garagen, steht jedem Spieler fast in Gänze von Anfang an zur Verfügung. Vorausgesetzt man hat das nötige Kleingeld oder findet die Fahrzeuge auf offener Straße. Genauso ist es nicht möglich mehr Fahrzeuge zu besitzen, als in die Garagen passen. So lassen sich insgesamt 3 Immobilien besitzen, wobei jedes Apartment eine entsprechende Garage besitzt. Die Garagengrößen gehen von Platz für 2 bis hoch zu Platz für 10 Fahrzeuge. Hat man die dadurch resultierende maximal Anzahl an Fahrzeugen von 30 Stück bereits erreicht, muss man auf ein neues Fahrzeug verzichten oder jedoch ein altes verkaufen.
Ebenso wie der Verkauf von Fahrzeugen kann man natürlich auch Immobilien verkaufen, wenn man zum Beispiel eine bessere sich leisten möchte. Der Verkauf der alten Gegenstände funktioniert dabei denkbar einfach und ist bei Immobilien beispielsweise nur wenige Klicks entfernt.
Um sich diesen ganzen Spaß leisten zu können, also all die Waffen und deren Munition, bis zu 3 Immobilien und bis zu 30 Fahrzeugen mit ihren möglichen Upgrades, muss man jede Menge Geld verdienen. Dies bezüglich hat man jede Menge Möglichkeiten. Die einfachste ist wohl, dass man Autos, die man auf der Straße geklaut hat, in der nächst besten Werkstatt verkaufen kann. Desweiteren verdient man natürlich über Missionen Geld, wobei man durch "Story-Missionen" natürlich mit am meisten bekommt. Ebenso lassen sich Geld durch das Wetten auf Spieler machen, wenn man eine Mission wie Rennen und co startet. Das meiste Geld gibt es jedoch mit Abstand bei den Heist-Missionen. Jedoch sollte man sich hierbei eine feste 4-Mann starke Truppe suchen, da der Versuch mit zufällig zugewürfelten Spielern schnell zur Qual werden kann. Durch fehlende Absprache geschieht es deswegen häufig, dass die Mission schnell scheitert und alle von vorne gemacht werden muss. Hat man alle Vormissionen und die Endmission gemeistert mit der selben Truppe am besten, so erwartet einen ein Gewinn in den 100.000er Bereichen.
Wenn man jetzt nun alles hat und immer und immer mehr Geld anhäuft... Was passiert dann?
GTA-typisch empfiehlt es sich auch hier ein wenig "Scheiße" zu bauen. Besonders spaßig ist dies mit ein oder mehreren Freunden.
Fällt dieser letzte Teil weg, so kann es schnell passieren, dass die Missionen und sogar die Heists schnell langweilig werden und dadurch die Motivation schwindet, um das eigene Level noch höher zu bringen. Dies passiert aus dem Grund, da sich die Missionen immer wieder wiederholen, nur anders genannt werden. So sind die häufigsten Missionen: Klaue dieses Fahrzeug, töte diese Leute oder beschaffe dieses Objekt. Natürlich sind es viele verschiedene Orte und immer andere Gegner, jedoch kann ich sagen, dass ich mit Level 88 bereits alle Story-Missionen und Heists mehrmals gemacht habe und daher mit dem Spiel wieder aufgehört hatte.
Äußerst schade finde ich die Aktivität im Deathmatch und im Team-Deathmatch. Es existiert nämlich keine. Eine Sitzung für eines der beiden zu starten fällt daher denkbar schwer, da es für die meisten Spieler keine Anreize gibt, eben solche Spielmodis zu spielen. Doch woran könnte das liegen? Nun ja... Zum einen verbraucht man in solchen Modis viel Munition und auch wenn man eben extra dafür Munition aufsammelt, gibt es eben auch Missionen, in denen man seine eigene Munition benutzt und diese sind leider die meisten. Somit hat man erstmal ein dickes Minus durch die Munitionskosten. Das wäre nicht so dramatisch, wenn die ersten Plätze entsprechend gut belohnt werden. Es ist aber leider nicht so. Um das zu testen, habe ich einige Male diese beiden Modis gespielt und habe trotz Führung und dem Sieg kräftig Minus auf meinem Konto verzeichnen müssen.
Abschließend möchte ich nur kurz das Crewsystem erwähnen. Dieses funktioniert sehr reibungslos und dient dazu, sich mit anderen zusammen zu schließen. Der Crewgründer erstellt hierzu eine Crew auf der offiziellen Homepage und lädt möglichst über diese die entsprechenden Mitglieder ein.

Technik
Die Technik ist nahezu die selbe, wie beim Singleplayer, daher verweise ich hier gleich mal auf den entsprechenden Singleplayertest.
Ich werde hier nun nur auf Unterschiede eingehen, die allerdings sehr gering sind.
Durch zu hohe Serveranforderungen, einen anderen Grund kann es dafür nicht geben, gibt es im ganzen Onlinemodus keine Tiere. Ein wenig schade, da eine Jagd zu zweit oder mehrt bestimmt Spaß gemacht hätte.
Desweiteren gab es und gibt es meines Wissens nach heute immer noch immer wieder massive Serverprobleme, wodurch man einem Crewkollegen oder Freund nicht joinen konnte und immer wieder in den Singleplayer zurück geworfen wurde/wird. Außerdem ist es nervig, dass man spezielle Sitzungen nur über den Singleplayer starten kann. So muss man, wenn man in einer öffentlichen Sitzung ist und eine private aufmachen möchte, erst die endlos langen Ladezeiten zum Singleplayer über sich ergehen lassen und dann nochmal eine weitere lange Ladezeit, um die private Sitzung zu starten.
Ansonsten gibt es rein gar nichts weiter zu sagen, da der Onlinemodus von der technischen Seite her identisch mit dem Singleplayer ist.

Fazit
Wenn man sich das Spiel kaufen will, um den Onlinemodus zu spielen, sollte man dies nur tun, wenn man 3 Freunde hat, die das Spiel entweder schon haben oder es sich zum selben Zeitpunkt holen. Möchte man allerdings den Singleplayer von GTA V spielen, dann lohnt sich der Blick in den Onlinemodus definitiv!
Ein Muss für alle Fans der GTA-Reihe und ein sehr positives Kann für alle "normalen Spieler".
Wie lange einen das Spiel allerdings fesseln wird, hängt von jedem Individuum ab. Daher ist hierzu keine Prognose möglich

geschrieben am 10.03.2016