Watch Dogs (PC-Test)
Vorwort
Alle hier erstellten Fakten und Inhalte entstanden im Selbsttest beim Spielen des Titels, daher kann es zu unvollständigen oder gar fehlerhaften Details kommen.
Story
Wir befinden uns in der Haut von Aiden Pearce, der sehr gut und schnell im Hacken über sein Smartphone ist. Zu Anfang befindet sich Aiden in einem Stadion in einem Werkraum zusammen mit Maurice, der für einen Unfall in der Vergangenheit Schuld war, bei dem Aidens Nichte starb. Dieser Unfall war ein Anschlagsversuch auf Aiden, da dieser aussteigen wollte und fortan ein ruhiges Leben führen wollte. Daraus wird so schnell jedoch nichts. Kaum dass man die ersten Anfänge des Spiels gemeistert hat, wird man von seiner Schwester Nicole angerufen und auf den Geburtstag des Neffen hingewiesen, zudem man erscheinen soll. Kaum kommt man dort an, bekommt Nicole einen merkwürdigen, bedrohlichen Anruf, dem Aiden natürlich sofort nachgeht. Er bekommt Hilfe von einem zunächst anonymen Hackerkollegen, der sich auch recht bald als weibliche Hackerin Clara rausstellt. Gemeinsam spüren sie den Mann hinter den Anrufen auf und Aiden sieht sich seinem alten Kollegen in einem früheren Job gegenüber, Damien. Da Aiden nur aussteigen wollte, weil Damien zu weit ging, lief das erste Treffen zwischen den beiden verständlicher Weise nicht so toll. Damien lässt jedoch nicht locker und geht ein weiteres Mal zu weit. Aiden sieht sich gezwungen Damien bei der Beschaffung von Daten zu helfen, da dieser seine Schwester entführt hält.
Viel weiter kann ich leider nicht auf die Story eingehen, da ich auf einen leider fatalen Bug gestoßen bin, der mich in der Story nicht voran kommen lässt, da bei mir das Pokerspiel in der Mission „Mit einem Fuß im Grab“ als nicht verfügbar angezeigt wurde.
Gameplay
Bei dem Titel Watch_Dogs handelt es sich um einen Open World Titel, bei dem wir in der Haut von Aiden Pearce durch eine relativ große Stadt laufen und fahren können. Da es sich bei Aiden um einen Hacker handelt, können wir natürlich nicht nur Kameras, Tore, Brücken und Sprengungen mittels Hacken auslösen oder bedienen, sondern können eben auch die Smartphones von Passanten hacken. Dazu müssen wir jedoch erst einmal die Kontrollzentralen jedes Stadtteils hacken. Erst dann wird uns ermöglicht in diesem Viertel zu hacken, da wir nun vollen Zugriff auf das cTOS haben. Dieses Netzwerk verbindet nahezu alles und gibt uns die Gelegenheit viel Unheil anzurichten, in dem wir Unfälle verursachen oder Bankkonten plündern. Wir können unsere Hackerfähigkeiten jedoch auch für gute Dinge einsetzen, so entdecken wir bei manchen Smartphonehacks potenzielle Verbrechen, die wir verhindern können, um bei der Bevölkerung besser dar zu stehen. Die Beliebtheit sinkt logischer Weise, wenn wir Passanten umfahren oder töten.
Zu solchen unfreiwilligen Unfällen mit Passanten kann es leider ziemlich schnell und häufig kommen, da die Steuerung von Fahrzeugen mit Maus und Tastatur sehr schwammig ist und dadurch häufig dazu führt, dass man irgendwo gegen fährt.
Um bessere Orte zu erreichen kann Aiden auch Lifts oder Gabelstapler betätigen und somit nach oben fahren, vorausgesetzt er steht oben drauf. So kann er an Positionen gelangen, die für einen Schusswechsel hilfreicher sind, als das offene Feld, Aiden hält nämlich nicht allzu viel aus. Auch hier wirkt das Zielen mit den Waffen etwas schwammig, hält sich jedoch in Grenzen, da man bzw. ich hauptsächlich präzise Schüsse abgegeben habe und weniger „rumgeballert“ habe.
Ein wenig seltsam fand ich in diesem Zusammenhang so manche Logiklücken, die dazu geführt haben, dass die Stimmung des perfektionierten Hackers nicht ganz aufkommen konnte. Dass Aiden Gegenstände wie einen elektrischen Köder oder Störfelder basteln kann, passt noch sehr gut in das Konzept. Genauso das man größere Sprengladungen mit Hackzündung basteln kann passen irgendwie noch hinein. Jedoch stellte sich mir die Frage, warum ein Hacker wie Aiden ein Waffenarsenal a la Rambo benötigt. Meines Erachtens nach ist alles was über eine schallgedämpfte Pistole, schallgedämpfte MP und schallgedämpfte Sniper hinaus geht, nicht mal im Ansatz passend für einen Hacker, der sich still und heimlich durch die Stadt bewegt. Zudem muss ich auch sagen, dass ich fast die ganze Zeit, wenn überhaupt nötig, nur die schallgedämpfte Pistole benutzt habe, da ich den Rest eher als unpassend erachtet habe.
Da man eben auch Geldkonten hacken kann, verdient man auf diese Weise eine Menge Geld, sodass man noch in Akt I sich befindet und doch schon alle Waffen und Fahrzeuge gekauft hat. Die Munitionskosten und Herstellungskomponenten sind relativ günstig, da man als Hacker diese nur sehr selten einsetzen muss. Manche Fahrzeuge bekommt man dann auch noch kostenlos freigeschaltet, was wieder zu weniger Kosten führt. Man hat somit viel zu schnell viel zu viel Geld, was die Herausforderung und ein wenig den Spielspaß nimmt.
Abseits der normalen Hackeraufträge kann man sich in Fixerjobs beweisen. Hier bringt man Fahrzeuge an ein Ziel, längt die Cops ab, schaltet einen Konvoi aus oder versucht jemanden zu töten. Diese Missionen bieten eine wenigstens kurze Abwechslung zum Spielalltag, passen jedoch meines Erachtens nach ebenso eher wenig in den Hackerbereich, da es sich bei einem Hacker nicht um einen mörderischen Killer oder Profirennfahrer handelt, zumal die schwammige Steuerung ebenfalls zu Frust führt.
Anders sind dagegen die Minispiele, bei denen man Geld in einem Lauf möglichst schnell einsammeln muss oder verschiedene Arten von virtuellen Viren abschießen muss. Diese Spiele sind sehr unterhaltsam und bieten eine sehr gute Abwechslung, zumal sie auch perfekt in den Alltag eines Hackers passen.
Zu guter Letzt komme ich noch zu dem meiner Meinung nach interessanteste aber auch nervigste Eigenschaft von Watch_Dogs, die Online Missionen. Wie der Name schon sagt, gibt es die Möglichkeit mit anderen zu spielen oder genauer gesagt in das Spiel eines anderen sich einzuhacken. Es gibt verschiedene Gründe dafür bei den Missionen. Sollte man sich entschließen, einen anderen Spieler zu hacken, so macht dieser Modus durch aus Spaß und sorgt für gute Laune und Motivation, wenn der Gehackte einen nicht sieht oder es zu einer spannenden Verfolgungsjagd kommt. Betrachtet man dies nun aber von der anderen Seite, kommt der sehr nervige Charakter dieses Features zu Tage. Es gibt soweit mir bekannt ist keine Möglichkeit wirklich offline zu spielen und zu bleiben. Sobald man in der Story den Teil mit dem Online freigeschaltet hat, können jeder Zeit andere Spieler auf dein Spiel zugreifen und dich von deiner eigentlichen Aktivität stören. Dies ist logischer Weise nur in freier Fahrt möglich, nervt jedoch enorm. Bei mir hat es unzählige Male dazu geführt, dass ich eine Mission nicht starten konnte, da sich ein Spieler in meinen Singleplayer gehackt hatte.
Technik
Bei der Technik lässt sich nicht viel meckern. Die Grafik ist recht gut. Lichteffekte sehen schön aus und Explosionen sind auch hübsch anzuschauen. Das Schadensmodell der Autos ist ebenfalls in Ordnung. Zumindest sieht man den Autos an, an welcher Stelle sie Schaden genommen haben und wie stark dieser war. Was dagegen etwas seltsam ist, ist die natürliche Panzerung jedes Fahrzeuges in dem Aiden drin sitzt. So fühlt es sich nahezu an, als säße man in einem Panzer, der gegen Einkaufswagen fährt. Gegnerische und zivile Fahrzeuge fangen an zu rauchen oder sind sogar zerstört, wo Aidens jeweiliges Auto noch nicht einmal einen Kratzer hat. Ebenso ist merkwürdig, wie weit Aiden andere Autos mit seinem bei einem Aufprall schupsen kann. So kann es passieren, dass man mit einer Schrottkarre ein SUV in die Seite rammt und dieser dann 10-20 Meter durch die Luft und dann gegen eine Wand fliegt. Dies scheint jedoch vom Spiel so vorgesehen und sorgt eher für Erheiterung als für Trübsal.
Sobald der Regen einsetzt, bilden sich auf den Straßen Pfützen, die das Licht reflektieren und ebenfalls schön anzusehen ist.
Fazit
Watch_Dogs bietet sehr viel Potenzial, jedoch wird vieles davon verschenkt, durch kleinere Probleme, wie die Fahrphysik oder der leichte Schwerpunkt auf Waffen. Ebenso kann es tierisch nerven, wenn sich andere Spieler in dein Spiel hacken und dich somit im Spielfluss stören. Abwechslung gibt es jede Menge, jedoch passen diese entweder nicht in das Konzept oder werden schnell langweilig. Die Grafik ist schön und es lohnt sich auch mal einfach nur herum zu fahren und sich alles anzugucken.
Alles in allem merkt man dem Spiel jedoch sehr stark an, dass es ursprünglich für Konsolen geschrieben wurde, da nicht nur die Fahrzeugsteuerung, sondern auch sämtliche Menüs auf Gamepad angepasst sind.
Daher ist das Spiel für den PC in meinen Augen eher mittelmäßig. Ein Kauf lohnt sich nur, wenn man nichts anderes zu zocken hat UND das Spiel stark runter gesetzt ist. Zwar ganz nett das Spiel, aber mehr als 10€ würde ich dafür nicht ausgeben.
geschrieben am 18.06.2015
asaheil am 07. März 16
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