Freitag, 11. März 2016
Starbound (PC-Test)
Vorwort
So wie alle anderen Tests auch, ist dieser Test meine subjektive Einschätzung des ganzen und kann bei jedem Individuum abweichende Meinung verursachen.

Story
Die Geschichte des Charakters beginnt an Bord seines Schiffes. Dieses ist jedoch massiv beschädigt, dass das Anfangs grade einmal die Notstromaggregate funktionieren und das Innere in einem pulsierenden roten Licht erstrahlt. Nach kurzen Diagnosen des Hauptcomputers steht fest, dass es viel zu reparieren gibt. So bekommt der Spieler zunächst einen Matter Manipulator, der es ihm ermöglich jede Materie zu manipulieren oder kurz alles abzubauen. So wird dieser Matter Manipulator sofort eingesetzt, um auf dem Planeten über dem das Raumschiff fliegt Rohstoffe und Baumaterial abzubauen. Recht schnell funktioniert nun auch der Kurzstrecken Antrieb und wir können uns quer durch das Sonnensystem bewegen, um noch mehr Planeten zu erkunden oder um den Außenposten zu besuchen, bei dem wir wieder neuere Aufgaben kriegen, bei denen wir dem Auftraggebern bei ihren Problemen helfen müssen. Dies sorgt für mehrere kleinere Storys, die jedoch recht schnell abgearbeitet und somit vorbei sind.
Die Story endet hier zwar noch nicht ganz, aber sie wird sehr unwichtig.

Gameplay
Starbound spielt sich genauso wie Terraria, nur eben zuzüglich Zukunftstechnologien, wie Raumschiffen und Schusswaffen. Wer Terraria nicht kennt... Es ist kurz gesagt eine 2D-Variante von Minecraft, um es ganz kurz zu erklären. Man baut Blöcke ab, um sie an anderer Stelle wieder neu aufzubauen und sich somit aus der vorgegebenen Natur ein eigenes Reich zu errichten. Dazu kommen noch jede Menge Erze und natürlich Kohle, die dann zu besseren herstellbaren Gegenständen führen. Die Erweiterung bei Starbound liegt nun darin, dass man eben ein Raumschiff besitzt, mit dem man eben nicht nur den einen Planeten ab- und bebauen kann, sondern eben unzählige Planeten. Desweiteren gibt es Questbedingte Gebiete bzw Planeten, auf die man über den Schiffscomputer geportet wird und auf denen man dann auf speziellere Gegner trifft, die für eine der Aufträge vom Außenposten notwendig sind.
Davon abgesehen gibt es eine vielzahl von unterschiedlichen Planeten. Es gibt Wüstenplaneten, Eisplaneten, Ozeanplaneten, Steppenplaneten, Waldplaneten und Ebenenplaneten. Und jede dieser Arten ist sehr stimmungsvoll gestaltet und passt als gesamt Bild super zusammen. So ist die Flora und Faune auf das entsprechende Biom des Planeten angepasst und die Tier bzw Monsterwelt ist auch entsprechend angepasst. So wird es wohl kaum vorkommen, dass man auf einem Wüstenplaneten einen Hasen hoppeln sieht.
Neben den Bäumen sieht man auf den passenden Planeten ebenfalls kleinere Insekten über den Boden kriechen und auch Schmetterlinge lassen sich blicken. Das ganze wirkt dadurch noch detailreicher in dieser doch sehr pixeligen 2D Welt.
Es ist, das sollte man definitiv nicht vergessen zu erwähnen, ebenfalls möglich Starbound im Multiplayer zu spielen, was, wenn alle zusammen arbeiten und nicht jeder etwas komplett anderes macht, zu deutlich längerem Spielspaß führen kann.

Technik
Verständlicher Weise verbraucht das Spiel durch seine 2D Darstellung und seiner Pixelgrafik kaum für große Hardwareauslastung. Dadurch sollte es auch auf etwas älteren Rechnern noch flüstig laufen. Man sollte allerdings den Charme der Pixelwelt mögen, denn es ist definitiv kein Grafikwunder. Dagegen wirkt die Physik des Spiels realistischer als bei Minecraft. So ist es möglich, dass Blöcke nicht nur im Vordergrund platziert werden können, sondern eben auch als Hintergrund. Anzufinden ist dies natürlich auch in der normalen, nicht veränderten Spielwelt. Was die Physik nun betrifft, ist es nicht möglich einen Block in die Luft zu bauen ohne einen entsprechenden Block um ihn herum zu besitzen, egal ob Vorder- oder Hintergrund. Desweiteren gibt es Blöcke, die durch die Schwerkraft nach unten Fallen, da sie nicht "hart" genug sind, um alleine zu halten. Dies ist auch bei Minecraft der Fall, doch wo die Physik von Starbound realistischer ist, ist beim Wasser und dem Niederschlag. So gibt es in Starbound nicht die Möglichkeit sich eine unendliche Wasserquelle zu ermogeln, wie es bei Minecraft so einfach geht. Des weiteren fließt bei Starbound das Wasser auch komplett ab, sobald man den Block darunter entfernt und bleibt nicht, wie bei Minecraft üblich trotzdem noch als Wasserquelle an seinem alten Platz. Auch ein Realismusvorteil von Starbound ist der Niederschlag. Wo bei Minecraft nur Regentropfen auf den Boden fallen und nichts weiter passiert, sammelt sich der Regen in Starbound in allen möglichen Löchern und Rillen und bleibt als Pfütze oder sogar als kleiner Teich vor Ort.
Ansonsten Fallen Bäume um, wenn man den unteren Block abschlägt. Auch diese Sache ist bei Minecraft meines Erachtens nach immer wieder ein Nachteil gewesen, da größere Bäume nur durch Hilfstreppen komplett abbaubar sind. In Starbound dagegen ist es völlig egal welche Art oder welche Größe der Baum hat. Wird er gefällt, kippt er um und wird zu Baumstämmen, die man dann gemütlich einsammeln kann.
Die Ballistik der Waffen ist auch gut, so fliegt ein Pfeil nicht einfach grade aus, sondern durchfliegt eher eine Parabel. Dies ist jedoch auch bei Minecraft so.

Fazit
Wer der nostalgischen Pixeloptik etwas abgewinnen kann oder diese sogar sehr gern hat, der kommt an Starbound nicht drum rum. Ebenfalls empfehlenswert ist das Spiel für Personen, die das allgemeine Sandbox Gameplay lieben. Für die meisten anderen Gamer besteht dahingehend ein größeres Risiko sich hier einen Fehlkauf einzuhandeln, da es durch fehlende Story im Alleingang sehr schnell eintönig und langweilig wird. Für Multiplayerpartien ist Starbound auch nur dann zu empfehlen, wenn die Mitspieler die gleichen Interessen und Ziele für dieses Spiel verfolgen, wie man selbst.