Dienstag, 8. März 2016
Grand Theft Auto 5 Singleplayer (PC-Test)
Vorwort
Dieser Test behandelt nur den Singleplayer und weist nur selten auf den Onlinemodus hin. Sollten Informationen fehlerhaft oder unvollständig sein, so liegt das daran, dass ich diesen Test aus dem Gedächtnis geschrieben habe und das schon "ein paar Tage" her ist.

Story
Ein üblicher Tag im Leben eines Bankräubers. Ein Team aus 3 Männern, bewaffnet und maskiert, stürmen eine Bank, rauben sie aus und versuchen zu fliehen. Nach so vielen erfolgreichen Raubzügen kommt es jedoch irgendwann dazu, dass ein Raubzug schief geht. So auch dieses Mal. In einer wilden Verfolgungsjagd, wird einer der 3 Bankräuber, Brad, schwer getroffen und ein weiterer, Michael, wird angeschossen. Die Flucht gerät ins Straucheln und schon werden die beiden übrigen Flüchtenden, Michael und Trevor, voneinander getrennt, da sich Trevor die Beute schnappt und die beiden Verwundeten im Stich lässt.
9 Jahre später beginnt die eigentliche Story in der Haut von Michael, der durch ein Zeugenschutzprogramm die Flucht von damals überlebt hat und mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in einem großen Haus in Los Santos. Nach kurzer Zeit tritt eine weiterer Charakter auf die Bildfläche. Franklin ist ein Mann, der im Getto von Los Santos aufgewachsen ist und für den Autohändler Simeon arbeitet, indem er für ihn Autos klaut, die dieser dann in seinem Laden verkauft. Hier treffen nun recht schnell Franklin und Michael aufeinander, da Franklin in das Haus von Michael einbrechen soll und dessen Auto stehlen muss. Nach diesem zunächst eher holprigen Start zwischen den beiden Protagonisten entsteht eine nahezu harmonische Vater-Sohn-Beziehung zwischen denen, da Michael, als ehemaliger Bankräuber, das Potenzial in Franklin, dem Autodieb, sieht und anfängt ihn zu unterweisen.
Gemeinsam erleben sie das ein oder andere Abenteuer und erledigen gemeinsam nach und nach immer mehr Aufträge unter anderem von einem Drogenbaron und dem FIB, in dessen Schutzprogramm Michael immer noch fest steckt.
Zunächst scheint es ziemlich ruhig zu bleiben für die beiden, doch es lässt nicht lange auf sich warten, bis Trevor wieder auf der Bildfläche erscheint. Zunächst haben die 3 noch nichts mit einander zu tun, da Trevor als verrückter Drogenbaron im Outland von Los Santos gegen die anderen vorherrschenden Drogen und Verbrecherorganisationen kämpft. Durch einen dummen Zufall erfährt Trevor schließlich, dass Michael die Flucht damals überlebt hat und begibt sich auf die Suche nach ihm. Nach eher starken Startschwierigkeiten erledigen die 3 nun gemeinsam Aufträge, bis sie schließlich wieder mit größeren Raubzügen beginnen, um Schulden abzuzahlen und Gefälligkeiten zu erfüllen.
Natürlich geht das dem FIB gegen den Strich und sie verlangen von Michael. dass er mit seiner neuen Truppe für ihre eigenen Zwecke Aufträge erfüllen. Trevor ist verständlicher Weise mit der Zusammenarbeit mit Regierungsbeamten nicht einverstanden...

Gameplay
Bei dem nun 7. Hauptspiel der GTA-Reihe auf dem PC hat sich an der eigentlichen Spielmechanik wenig geändert. Zum Glück! Wir erledigen Aufträge für kleinere Gangstergruppen, größere kriminelle Organisationen und korrupte Regierungsbeamte. Nebenbei können wir allen möglichen Sportarten nachgehen oder mit allen verfügbaren Verkehrsmitteln durch die riesige Open-World-Map reisen. Wir schauen uns Landstriche an oder richten möglichst viel Chaos an. Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Wir können genauso eine schlichte, wenn auch teils heftige, Verfolgungsjagd gegen die Polizei anstacheln.
Die Frage ist nun eher, was sich zu den Vorgängern geändert hat.
Vorweg: Es gibt nun 3 Hauptcharaktere zwischen denen man hin und her switchen kann!
Nun zunächst einmal bietet GTA V eine deutlich größere Fahrzeugauswahl. So gibt es zum Beispiel eine deutlich größere Auswahl an verschiedenen Arten von Motorrädern, die sich alle etwas anders fahren. Wo ein Crossmotorrad deutlich einfacher auf unebenen und Schotterstrecken zu kontrollieren ist, so bricht es bei der Fahrt auf glatter Straße schneller aus als andere Motorräder. Besonders Spaß haben mir die Chopper der Rockergruppe Losts gefallen. Diese sind zwar nicht sonderlich schnell, brechen schneller aus und sind nahezu komplett ungeeignet für unebenes Gelände, sehen dafür allerdings extrem gut aus und lassen sich, GTA typisch, frei modifizieren.
Was meines Erachtens nach komplett neu ist, sind die Fahrräder. Diese lassen sich besser fahren, je höher die Ausdauer des Charakters ist, da sie bei stärkerem Treten in die Pedale enorm Energie kosten. Auch hier gibt es mehrere Arten von Fahrräder, nahezu vergleichbar mit den Motorrädern. Es gibt Crossräder, Rennräder und BMX-Räder. Sehr empfehlenswert fand ich, die mühevolle "Arbeit" mit dem Crossfahrrad auf einen der höheren Berge zu fahren und dann im Speedrausch den Abhang runter zu brettern.
Genauso interessant sind die Erweiterung des Militärfuhrparkes. So gibt es nun den Militärtransporter Titan und den Transporthelikopter Cargobob. In ersterem lassen sich sogar Fahrzeuge abstellen und dann mitten im Flug auswerfen. Dies klingt zunächst nicht sonderlich interessant, macht sich aber im Onlinemodus, auf den ich sonst nicht groß weiter eingehen werde in diesem Test, besonders bemerkbar. So parkt man 2 Autos mit jeweils Kumpel als Fahrer im Lagerraum und wirft diese dann als fliegende und mit etwas Glück danach noch fahrende Autos plus jeweils Fahrer quer über der Stadt ab.
Der Cargobob macht sogar im Singleplayer Spaß, da sich damit nahezu alles hochheben lässt, wenn man mit der Steuerung gut klar kommt. Die einzigen Fahrzeuge, die sich nicht anheben lassen, sind LKWs und Panzer, also nur die größeren und schwereren Fahrzeug lassen sich nicht anheben. Hat man aber nun ein Fahrzeug am Haken, kann man diese jederzeit abklinken und somit auch mit Schwung in die Stadt oder mit etwas Übung gegen andere Autos oder eben gegen Panzer werfen.
Genauso wie das Fahrzeugarsenal wurde auch das Waffenarsenal vergrößert. So lassen sich verschiedene Arten von Nahkampfwaffen mit sich führen, sowie deutlich größerere Waffen. Minigun, 3 verschiedener Scharfschützengewehre, Lenkraketenwerfer und der verschiedensten Arten von Pistolen, Maschinenpistolen, Gewehre und Schrotflinten. Mittels diesem Waffenarsenal hat man nun viele Möglichkeiten. Von kleinen Überfallen bis hin zu Großaufträgen, von dem Diebstahl parkender Autos bis hin zu dem Diebstahl eines Militärfahrzeuges, alles ist möglich, solange du nur genug Ideen hast.
Außerdem gibt es noch eine schöne Neuerung, die die Umwelt von Los Santos betrift. Endlich gibt es ein GTA in dem es Wildtiere gibt. So findet man im Umland jede Menge Tiere, die je nach belieben beobachtet oder gejagt werden können.
Die für mich wohl größte Neuerung ist der einzustellende Ego-Modus, der sich perfekt im Schusswechsel macht. Das Autofahren im Ego-Modus ist zwar nicht sonderlich einfach, es fühlt sich jedoch sehr gut an und man kann sich dadurch deutlich genauer hinein versetzen.

Technik
Was einem direkt beim ersten Blick ingame auffällt, die Grafik ist atemberaubend. Oft hab ich mich dabei erwischt einfach nur durch die Gegend zu fahren/fliegen oder mich auf irgendeinen Berg zu stellen, um die Landschaft zu genießen oder das Leben und den Verkehr um mich zu beobachten. Die besondere Stärke der Grafik kommt allerdings erst zu Tage, wenn es anfängt zu regnen. Hierbei bilden sich realistische Pfützen auf der Straße. Diese sehen zum einen sehr schön aus und es spiegelt sich so ziemlich alles in ihnen. Der grafische Effekt ist jedoch nicht der einzige, den eine Pfütze mit sich bringt. So bemerkt man die nassen Straßen auch am Fahrverhalten der Autos. Ein nahezu perfekt simuliertes Aquaplaning tritt ein. Die Autos rutschen viel schneller und vor allem viel unkontrollierter. Das Fahren wird somit äußerst erschwert, jedoch sorgt das auch für ein noch realistischeres Gefühl im Spiel.
Der Ego-Modus funktioniert auch sehr gut. So werden die Anzeigen, wie Tacho, im Fahrzeug in der Ego-Sicht in Echtzeit generiert und zeigen Umdrehungszahl, km/h-Zahl und den benutzten Radiosender an.
Die Physikengine zeigt sich bei Explosionen und Toden oder generellen Stürzen sehr gut. So fliegen Objekte realistisch zu Boden oder durch die Luft, wenn sie einen entsprechenden Impuls durch Explosion oder Kollision bekommen haben.
Fahrzeuge, mit denen man mittels eine Sprungschanze springt, fliegen nicht zu weit und nicht zu kurz. Dieses Beispiel soll dazu dienen, zu verdeutlichen, wie gut und realistisch die Engine arbeitet.

Fazit
Es gibt nur einen Spielertyp, dem dieses Spiel nicht zu empfehlen ist. Wenn du keine Open-World-Spiele magst oder etwas gegen GTA hast. Für alle anderen ist GTA V nur zu empfehlen! Egal auf was eine Art von Spielen man steht, es ist in GTA V möglich. Ein Muss für jeden Gamer und durch den integrierten Onlinemodus, noch um ein weiteres deutlich interessanter! Allerdings muss man hier darauf achten, da das Spiel eine möglichst gute Internetverbindung braucht und eine entsprechend gute Hardware. Für ein schönes Spielgefühl sollte daher vorher auf die eigene Hardware und die vorhandene Internetleistung geschaut werden.

geschrieben am 08.03.2016